Gastgewerbe verzeichnet im April deutliche Umsatzrückgänge gegenüber Vorjahresmonat

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Die Gastronomie in Deutschland hat im April 2026 preisbereinigt deutlich weniger umgesetzt als im Vorjahresmonat. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) lag der reale Umsatz um 7,4 Prozent unter dem Niveau des April 2025. Nominal, also ohne Berücksichtigung der Preisentwicklung, habe der Umsatz dagegen um 0,5 Prozent zugelegt.

Auch im Beherbergungsgewerbe fiel der Vergleich zum Vorjahr negativ aus. Hotels und sonstige Beherbergungsunternehmen verzeichneten laut Destatis einen realen Umsatzrückgang von 7,4 Prozent gegenüber April 2025. Nominal habe sich hier ein leichtes Plus von 0,1 Prozent ergeben.

Gastgewerbe verliert gegenüber Vorjahresmonat mehr als sieben Prozent

Für das Gastgewerbe insgesamt weist das Statistische Bundesamt im April 2026 einen realen Umsatzrückgang von 7,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat aus. Nominal sei der Umsatz um 0,7 Prozent gestiegen.

Die Entwicklung zeigt sich damit sowohl in der Gastronomie als auch in der Hotellerie. Während die nominalen Umsätze in beiden Bereichen leicht über dem Vorjahresniveau lagen, fielen die preisbereinigten Werte deutlich niedriger aus.

Hotels und Restaurants entwickeln sich unterschiedlich zum Vormonat

Im Vergleich zum März 2026 verlief die Entwicklung in den beiden Teilbereichen unterschiedlich. Hotels und sonstige Beherbergungsunternehmen steigerten ihren Umsatz real um 1,2 Prozent und nominal um 1,8 Prozent.

In der Gastronomie sank der Umsatz gegenüber dem Vormonat hingegen real um 0,6 Prozent und nominal um 0,2 Prozent. Für das Gastgewerbe insgesamt blieb der reale Umsatz gegenüber März 2026 unverändert, während nominal ein Plus von 0,4 Prozent verzeichnet wurde.

Statistisches Bundesamt korrigiert Märzwerte nach Veröffentlichung

Zugleich veröffentlichte Destatis revidierte Zahlen für März 2026. Demnach lag der reale Umsatz des Gastgewerbes gegenüber Februar 2026 um 1,7 Prozent niedriger. Zunächst war ein Rückgang von 2,2 Prozent gemeldet worden. Nominal habe das Minus 0,6 Prozent betragen, nachdem zuvor ein Rückgang von 1,3 Prozent ausgewiesen worden war.

Die aktuellen Angaben für April 2026 basieren auf vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der ifo Geschäftsklimaindex ist im Juli auf 86,6 Punkte gestiegen. Im Dienstleistungssektor verbesserte sich unter anderem die Stimmung der Reiseveranstalter, während auch Handel, Industrie und Bau positivere Erwartungen meldeten.

Ob Arbeitnehmer eine Dienstreise ablehnen dürfen, hängt oft vom Arbeitsvertrag ab. Welche Ausnahmen es gibt und wann Chefs auf persönliche Umstände Rücksicht nehmen müssen.

Die Krankenkasse wertet regelmäßig aus, warum genau Arbeitnehmer krankgeschrieben werden. Im ersten Halbjahr gab es gleich zwei markante Entwicklungen auf den Spitzenplätzen.

Der DATEV-Mittelstandsindex weist für Juni 2026 eine leichte Erholung des deutschen Mittelstands aus. Das Gastgewerbe gehört jedoch weiterhin zu den Branchen mit rückläufigen Umsätzen und liegt 2,2 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

17 Auszubildende aus Nordrhein-Westfalen haben bei den Jugendmeisterschaften der gastgewerblichen Berufe in Dortmund ihre Landessieger ermittelt. Die Erstplatzierten qualifizierten sich für den Bundesentscheid im Herbst in Mainz.

Das Gastgewerbe hat im Mai 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat real sechs Prozent weniger Umsatz erzielt. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, lag der Umsatz nominal 0,3 Prozent unter dem Wert des Mai 2025. Sowohl Hotellerie als auch Gastronomie verzeichneten reale Rückgänge, wobei die Gastronomie deutlich stärker betroffen war.

Immer mehr Restaurants und Hotels löschen Bewertungen auf Google. Warum Deutschland europaweit bei den Löschungen besonders hervorsticht – und was echte Kritik von Fake unterscheidet.

Negative Bewertungen, virale Videos oder öffentliche Konflikte können für Hotels innerhalb weniger Stunden zu einem erheblichen Reputationsrisiko werden. Der Hotelverband Deutschland (IHA) hat deshalb ein Krisenhandbuch für den Umgang mit Social-Media-Krisen sowie eine Social-Media-Charta für Mitarbeitende veröffentlicht.

Kopfschmerzen, Erschöpfung, Erkältung: Viele erleben Krankheitssymptome ausgerechnet kurz nach dem Urlaubsstart. Was dahintersteckt und wie sich Leisure Sickness vermeiden lässt.

Eine digitale Karte zeigt, wo sich aktuell Schatten befindet und wie sich dieser im Tagesverlauf verändert. Die Anwendung kann unter anderem bei der Planung von Restaurantbesuchen, Ausflügen und Stadtbesichtigungen an heißen Tagen helfen.