Gastgewerbe verzeichnet realen Umsatzrückgang im Jahr 2025

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Das deutsche Gastgewerbe weist für das Jahr 2025 eine rückläufige Bilanz beim preisbereinigten Umsatz auf. Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) erwirtschaftete die Branche real 2,1 Prozent weniger als im Jahr 2024. In der nominalen Betrachtung, also ohne Bereinigung der Preissteigerungen, ergab sich hingegen ein Umsatzplus von 1,4 Prozent.

Ergebnisse für Beherbergung und Gastronomie

In der differenzierten Betrachtung der Branchenzweige verzeichnete die Beherbergung im Gesamtjahr 2025 ein reales Umsatzminus von 2,0 Prozent. Nominal stiegen die Erlöse in diesem Bereich um 0,8 Prozent. In der Gastronomie sank der Umsatz real um 2,2 Prozent, während er nominal um 1,8 Prozent über dem Vorjahresniveau lag.

Entwicklung im Dezember 2025

Im Dezember 2025 lag der Umsatz des Gastgewerbes kalender- und saisonbereinigt real um 1,2 Prozent und nominal um 0,6 Prozent unter dem Wert des Vormonats November. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Dezember 2024 sank der Umsatz real um 2,0 Prozent, während er nominal um 1,6 Prozent stieg.

Innerhalb des Dezembers entwickelten sich die Sparten unterschiedlich: Während Hotels und sonstige Beherbergungsunternehmen im Vergleich zum November 2025 ein reales Plus von 0,6 Prozent (nominal 1,8 Prozent) erzielten, sank der Umsatz in der Gastronomie gegenüber dem Vormonat real um 2,1 Prozent und nominal um 1,8 Prozent. Im Vergleich zum Dezember 2024 verzeichnete die Gastronomie im Dezember 2025 ein reales Minus von 1,8 Prozent bei einem nominalen Plus von 1,4 Prozent.

Revision der Novemberzahlen

Das Statistische Bundesamt revidierte zudem die vorläufigen Ergebnisse für den November 2025. Demnach stieg der Umsatz gegenüber Oktober 2025 real um 2,4 Prozent und nominal um 2,6 Prozent. In der ersten Schätzung waren die Zuwächse mit real 2,5 Prozent und nominal 2,8 Prozent leicht höher angegeben worden.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Weinlese in Deutschland hat 2026 nach Einschätzung des Deutschen Weininstituts so früh begonnen wie noch nie seit Beginn der regelmäßigen Erfassung. Die Trauben seien zwar kleiner als üblich, dafür gesund und vielversprechend. Die Ernte könnte bereits im September abgeschlossen sein.

Wenn es ums Schlafengehen geht, sind die Deutschen wahre Meister der guten Vorsätze. Die Realität sieht jedoch oft anders aus. Die aktuelle Premier Inn Schlafstudie zeigt, wie es um die nächtlichen Gewohnheiten der Deutschen wirklich steht.

Das Landesarbeitsgericht Hamm sieht in einer Online-Krankschreibung ohne Arztgespräch einen gravierenden Vertrauensbruch. Welche Folgen das für Arbeitnehmer haben kann.

Das Statistische Bundesamt meldet für das zweite Quartal 2026 ein Reallohnplus von 1,5 Prozent. Während Geringverdienende und Auszubildende starke Zuwächse verzeichnen, gibt es branchenspezifische Unterschiede.

Süßwein gilt vielen als altmodisch und landet meist erst zum Dessert im Glas. Dabei passt er überraschend gut zu Käse, scharfen Gerichten oder moderner Küche. Sommeliers erklären, warum sich ein neuer Blick auf Eiswein, Tokaj und Co. lohnt.

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im August weiter vom Einbruch infolge des Iran-Kriegs erholt. Auch im Dienstleistungssektor hat sich das Geschäftsklima verbessert. Der Ifo-Index stieg um 2,1 Punkte auf 88,8 Punkte.

Der Urlaub ist geplant und genehmigt - und plötzlich kommt ein Megaauftrag oder drei Kollegen fallen spontan aus. Kann der Arbeitgeber in so einem Fall genehmigte Urlaubstage widerrufen?

 

Hotelfachleute und Köche landen im DGB-Ausbildungsreport 2026 erneut auf hinteren Plätzen. Nur 53,6 Prozent der angehenden Hotelfachleute und 58,1 Prozent der Köche sind mit ihrer Ausbildung zufrieden oder sehr zufrieden. Bei der fachlichen Ausbildungsqualität im Betrieb stehen Hotelfachleute auf dem letzten Platz.

Das deutsche Gastgewerbe hat im Juni 2026 real 5,1 Prozent weniger umgesetzt als ein Jahr zuvor. Besonders deutlich fällt auch die Halbjahresbilanz der Gastronomie aus, die preisbereinigt 5,7 Prozent unter dem Vorjahresniveau lag. Im gesamten Gastgewerbe lag der Rückgang bei 5,2 Prozent.

Während die Umsätze im deutschen Mittelstand im Juli 2026 gegenüber dem Vorjahr um 2,0 Prozent zurückgingen, legte das Gastgewerbe um 5,9 Prozent zu. Gleichzeitig verzeichnete die Branche mit 6,5 Prozent den stärksten Lohnanstieg.