Gastgewerbeumsätze im März rückläufig – DATEV meldet Plus im April

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Das Gastgewerbe in Deutschland hat im März 2026 weniger umgesetzt als im Vormonat. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sank der kalender- und saisonbereinigte Umsatz gegenüber Februar 2026 real um 2,2 Prozent und nominal um 1,3 Prozent. Im Vergleich zum März 2025 lag der Umsatz real 5,2 Prozent niedriger, nominal dagegen 2,5 Prozent höher.

Nach Angaben von Destatis erreichte der reale Umsatz im Gastgewerbe damit den niedrigsten Stand seit März 2022.

Hotels verzeichnen im März deutliche Umsatzverluste

Besonders deutlich fiel der Rückgang laut Destatis im Bereich Hotels und sonstige Beherbergungsunternehmen aus. Gegenüber Februar 2026 sank der Umsatz dort real um 5,6 Prozent und nominal um 3,4 Prozent. Im Vergleich zum März 2025 lag der Umsatz real 4,2 Prozent niedriger, nominal dagegen 2,6 Prozent höher.

In der Gastronomie entwickelte sich der Umsatz im März dagegen nahezu stabil. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ging der Umsatz real um 0,1 Prozent zurück, nominal stieg er um 0,2 Prozent. Gegenüber dem Vorjahresmonat sank der Umsatz real um 5,7 Prozent, nominal stieg er um 2,3 Prozent.

DATEV sieht im April nominale Zuwächse im Mittelstand

Aktuelle Zahlen des DATEV Mittelstandsindex beziehen sich auf den April 2026 und zeigen nach Angaben des Unternehmens eine leichte Umsatzbelebung im deutschen Mittelstand. Der saison- und kalenderbereinigte Umsatzindex lag bei 98,4 Punkten. Gegenüber dem Vorjahresmonat ergibt sich laut DATEV ein nominales Plus von 1,2 Prozent.

Das Gastgewerbe verzeichnete laut DATEV im April mit plus 7,1 Prozent den stärksten Umsatzzuwachs unter den betrachteten Branchen. Gleichzeitig verweist DATEV auf Sondereffekte. Nach Angaben des Unternehmens wirkten ein schwacher Vorjahresmonat sowie die derzeit geltende Mehrwertsteuersenkung stützend.

Prof. Dr. Robert Mayr, Vorstandsvorsitzender der DATEV eG, erklärte laut Mitteilung: „Die nominalen Umsatzzuwächse im Mittelstand sind kein Signal für eine breite Erholung; die Wirtschaft verharrt in einer Seitwärtsbewegung.“ Weiter sagte er: „Zwar ist das Gastgewerbe seit Jahresbeginn erstmals ein Lichtblick, doch dieser Effekt relativiert sich angesichts der schwachen Vorjahresbasis.“

Löhne steigen weiter – Beschäftigung leicht rückläufig

Nach Angaben von DATEV stieg der Lohnindex im April 2026 im Vorjahresvergleich um 4,9 Prozent. Im Gastgewerbe lag der Zuwachs bei 6,6 Prozent. Gleichzeitig sank der saison- und kalenderbereinigte Beschäftigungsindex gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Prozent.

Destatis hatte zuvor zudem die Februarwerte leicht nach oben korrigiert. Demnach stieg der reale Umsatz im Gastgewerbe gegenüber Januar 2026 um 0,2 Prozent.


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