Hitze: Wann der Arbeitgeber für Abkühlung sorgen müssen

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Unerträgliche Hitze im Büro? Übersteigt die Temperatur im Arbeitsraum die 30-Grad-Marke ist Ihr Arbeitgeber verpflichtet, zu reagieren. Das könnte zum Beispiel in Form von angepassten Arbeitszeiten oder der Bereitstellung von Getränken sein. Darauf weist die Wirtschaftsrecht-Kanzlei Barthelmeß Görzel hin.

Bereits bei 26 Grad Lufttemperatur im Büro sollte der Arbeitgeber tätig werden und mindestens für Sonnenschutz sorgen. Allerdings ist diese Regelung nicht bindend, sondern eine arbeitswissenschaftliche Empfehlung.

Wer geht, riskiert eine Abmahnung

Überschreitet das Thermometer die 35 Grad, ist der Raum nicht mehr als Arbeitsraum geeignet. Ausnahme: Spezielle Maßnahmen für Hitzearbeit sind vorhanden, wie etwa Luftduschen oder Hitzeschutzkleidung. Der Arbeitnehmer darf in der Regel trotzdem nicht einfach nach Hause gehen - im Ernstfall droht dann sogar eine Abmahnung.

Tut der Arbeitgeber bei einer Temperatur von mehr als 30 Grad allerdings nichts, haben Mitarbeiter mit gesundheitlichen Problemen oder Schwangere das Recht, den Arbeitsort zu verlassen - sofern die Gesundheit durch die Hitze enorm gefährdet ist.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Eine Bitkom-Befragung zeigt eine zunehmende Nutzung von künstlicher Intelligenz in deutschen Personalabteilungen. Trotz rechtlicher Bedenken steigen die Einsatzzahlen in Bereichen wie Weiterbildung, Zeugniserstellung und Belastungsanalyse.

Nach der Industrie schwächelt jetzt auch die Beschäftigung in den Dienstleistungsbereichen. Erstmals seit der Corona-Krise ist dort im zweiten Quartal dieses Jahres die Zahl der Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahresquartal deutlich gesunken.

Im deutschen Gastgewerbe wurden 2025 rund 15.000 Gaststätten und Beherbergungsunternehmen geschlossen – 15 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Analyse von ZEW Mannheim und Creditreform weist für das Gastgewerbe zudem die höchsten Schließungsraten unter den betrachteten Wirtschaftszweigen aus.

Wenn ein Mitarbeiter fahrig und verändert zur Arbeit erscheint, kann das viele Gründe haben - einer davon könnten Drogen sein. Doch was kann der Chef dann tun, um Gewissheit zu haben? Darf er Angestellte zu einem Drogentest zwingen?

Erstmals seit Monaten haben wieder weniger Unternehmen in Deutschland Insolvenz beantragt. Auch die Zahl der Verbraucherpleiten sank deutlich. Der wirtschaftliche Druck trifft Branchen jedoch unterschiedlich hart.

Der Anteil befristeter Jobs geht zurück. Es trifft aber weiterhin vor allem Menschen am Anfang ihres Berufslebens. Gegen den geplanten Ausbau der Befristungsmöglichkeiten hat sich Widerstand formiert.

Viele Unternehmen in Deutschland rechnen durch den Einsatz von KI mit sinkenden Löhnen in den kommenden fünf Jahren. Jüngere Arbeitnehmer sind besonders häufig betroffen.

Der Tag der Linkshänder macht auf die alltäglichen Hürden von Linkshändern in einer auf Rechtshänder ausgerichteten Welt aufmerksam. Besonders hoch sind die im Job. Diese Hilfen stehen Linkshändern zu

Die deutsche Hauptstadt hat mit Blick auf den Tourismus im ersten Halbjahr weiter an Anziehungskraft verloren, insbesondere bei Gästen aus dem Ausland. Bei Touristen aus Deutschland entwickelten sich die Zahlen hingegen positiv.

Illegale Tricks zur Umgehung des Mindestlohns haben Beschäftigte, Sozialkassen und den Fiskus nach Berechnungen des Deutschen Gewerkschaftsbunds binnen zehn Jahren bis zu 64 Milliarden Euro gekostet.