Hotellerie in Nordrhein-Westfalen erholt sich leicht

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Nordrhein-Westfalens Hotellerie hat sich zum Jahresbeginn etwas erholt, das Niveau der Vor-Corona-Zeit aber noch lange nicht erreicht. Die Übernachtungszahlen der Beherbergungsbetriebe lagen in dem Bundesland im Januar 2022 mit 2,1 Millionen Menschen mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahres-Januar (0,9 Millionen), wie das Statistische Landesamt IT.NRW am Freitag mitteilte. Die Zahl der Gäste aus dem Ausland zog sehr stark an.

Grund zur Freude für das Gastgewerbe war die Wasserstandsmeldung aber nicht. Denn im Vergleich zum Januar 2020 - also vor dem Pandemiebeginn - waren die Übernachtungszahlen noch 41 Prozent niedriger, damals hatten die Hotels, Gasthäuser, Jugendherbergen, Campingplätze und anderen Beherbergungsbetriebe 3,6 Millionen Übernachtungen verbucht.

Besonders wichtig für Nordrhein-Westfalens Hotellerie sind Events, Messen, Tagungen sowie Touristen, die für Wochenendtrips in eine Stadt oder eine Region fahren. In Pandemiezeiten fanden aber kaum größere Veranstaltungen statt, außerdem brach die Zahl der Städtetouristen ein. Mit Blick auf die Januar-Zahlen äußerte der Dehoga NRW seine Besorgnis.

«Die Spuren der Corona-Pandemie bleiben tief», sagte ein Dehoga-Sprecher. Dringend nötig sei, dass die Tourismus-Strategie des Landes den Städte-, Event- und Geschäftstourismus wieder zum Wachstumstreiber mache. Die Reisedestination NRW müsse national wie international wieder stärker beworben werden, damit mehr Gäste aus dem In- und Ausland den Weg ins bevölkerungsreichste deutsche Bundesland finden, forderte er.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Zehntausende Urlauber können nicht zur Arbeit, weil sie im Nahen Osten noch auf eine Gelegenheit zur Rückreise warten. Bezahlt werden Sie nicht. Gibt es wenigstens staatliche Unterstützung?

Die Mittagspause in Deutschland schrumpft: Laut einer neuen Compass-Studie nehmen sich immer weniger Beschäftigte Zeit für eine Hauptmahlzeit, während der Stresspegel steigt. Die Ergebnisse verdeutlichen eine wachsende Schere zwischen dem Wunsch nach Erholung und der betrieblichen Realität.

Düsseldorf meldet für 2025 einen neuen Übernachtungsrekord von 5,67 Millionen. Während die Internationalisierung und das Messegeschäft boomen, kämpft die Hotellerie trotz Rekordnachfrage mit sinkenden Raten.

Die Beschäftigung im Gastgewerbe sinkt erstmals seit einem Jahr wieder unter das Vorkrisenniveau. Während die Zahl der offenen Stellen leicht steigt, melden Hotellerie und Gastronomie wachsende Arbeitslosenzahlen.

Wer gerade im Nahen Osten festsitzt, kann höchstens mobil arbeiten. Warum das arbeitsrechtlich womöglich heikel ist und welche Risiken Arbeitgeber und Beschäftigte in solchen Fällen kennen sollten.

Struktureller Wandel bei der dfv Mediengruppe: Die eigenständige redaktionelle Arbeit der Fachmedien tw tagungswirtschaft und m+a report wird zum 31. März 2026 eingestellt. Die Marken werden in die veranstaltungsorientierte dfv Conference Group überführt.

Ferienzeit, alle wollen weg – aber wer darf zuerst? Arbeitgebende müssen bei der Urlaubsplanung soziale Aspekte berücksichtigen. Das kann bedeuten, dass Eltern Vortritt haben, muss es aber nicht.

Rund 8,70 Euro für eine Tasse Cappuccino - dieser Preis an einer Raststätte in Österreich sorgte zuletzt für Aufsehen. Doch anderswo in Europa werden vereinzelt zweistellige Preise für Kaffee verlangt. Wie leistbar ist das Getränk in europäischen Ländern? Ein Überblick

Die erweiterte Verdienstungleichheit in Deutschland stagniert. Laut aktuellem Bericht des Statistischen Bundesamtes liegt der Gender Gap Arbeitsmarkt weiterhin bei 37 Prozent, wobei erhebliche Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland bestehen bleiben.

Das deutsche Gastgewerbe kämpft weiterhin mit den Folgen der Krise. Im Jahr 2025 lagen die realen Umsätze fast 15 Prozent unter dem Niveau von 2019. Steigende Kosten und eine schwache Konsumstimmung belasten die Betriebe trotz nominaler Zuwächse.