Job auf dem Prüfstand: Gut vorbereitet ins Jahresgespräch

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Sich fit machen für das anstehende Gespräch mit Chef oder Chefin - das funktioniert am besten mit schriftlichen Notizen und im Austausch mit einer vertrauten Person. Das schreibt Karriereberaterin Ragnhild Struss in einem Blog-Beitrag im Karrierenetzwerk Xing.

Wichtig sei, sicher formulieren zu können, was man am Job schätze und was nicht, wo die eigenen Stärken lägen und was man entwickeln oder verändern wolle.

Jahresgespräch  - Konkret formulieren

Folgende Fragen können bei der Vorbereitung helfen: Welche Talente habe ich und was für berufliche Stärken konnte ich daraus entwickeln? Kann ich im Job das tun, was ich am besten kann und habe ich das Gefühl, mein Potenzial zu leben? Wo sollte es ein Update der Aufgaben geben? Welche Inhalte spornen mich an, was bremst mich eher?

Auf der Grundlage der eigenen Anliegen im Job sollten Arbeitnehmer möglichst konkrete Vorschläge machen und dabei auch herausstellen, was das Unternehmen davon hat.

Jahresgespräch - Die Geldfrage ansprechen

Auch das Gehalt kann bei einem solchen Termin zur Sprache gebracht werden. Allerdings sollte nicht einfach eine Forderung im Raum stehen. Mit diesen Fragen sammelt man gute Argumente ebenfalls im Voraus: Welche Projekte habe ich durch mein Engagement vorangebracht? Wo haben sich mein Wissen und meine Talente für die Firma ausgezahlt? Wo kann ich mich künftig verstärkt einsetzen?

Selbst wenn der Gehaltswunsch nicht erfüllt wird, hat sich das Gespräch darüber gelohnt, meint Struss. Und es bleibe immer noch, höflich nach Gründen zu fragen und danach, was möglicherweise zu tun sei, um das gewünschte Gehalt zu bekommen. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Prompten, recherchieren, automatisieren: Wie wichtig wird Künstliche Intelligenz in der Arbeitswelt? Einer repräsentativen Umfrage der IU Internationalen Hochschule in Erfurt zufolge erwarten etwas mehr als die Hälfte der Arbeitnehmenden, dass KI-Kompetenzen wichtige Voraussetzung für den Jobeinstieg werden. 

Das Gastgewerbe verzeichnete im August 2026 laut DATEV ein Umsatzplus von 10,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch die Löhne stiegen in der Branche.

Viele Bewerber wünschen sich individuelle und zeitnahe Absagen, erleben einer Umfrage zufolge jedoch häufig Standardformulierungen, lange Wartezeiten oder ausbleibende Rückmeldungen. Eine schlechte Absage habe bei 65,0 Prozent zur Folge, dass sie sich nicht erneut bei dem betreffenden Arbeitgeber bewerben würden.

Vor dem Start des Oktoberfests zeigt eine Analyse von Visa, wie stark die Wiesn die Wirtschaft bewegt. Während der Festwochen 2025 stiegen die Ausgaben in München um 30 Prozent gegenüber gewöhnlichen Sommertagen. An Spitzentagen erreichte das Plus fast 70 Prozent.

Wenn es um einen Kunden-, Messe- oder Fortbildungsbesuch, dann brauchen Arbeitnehmer eine Möglichkeit, dort hinzukommen. Doch was, wenn der Weg mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu beschwerlich oder nicht machbar ist? Darf der Chef dann verlangen, dass Angestellte ihr eigenes, privates Auto verwenden?

Die Mehrheit der Erwerbstätigen ist laut einer Umfrage bereit, mehr zu arbeiten - sofern die Rahmenbedingungen dafür stimmen. Zugleich empfindet jeder Zweite die politische Debatte um längere Arbeitszeit als demotivierend.

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland ist im ersten Halbjahr 2026 um 6,7 Prozent gestiegen. Das Gastgewerbe weist mit 59,6 Fällen je 10.000 Unternehmen eine der höchsten Insolvenzhäufigkeiten auf.

Eine Studie von HolidayCheck zeigt, dass fast ein Drittel der Online-Bewerter bereits den Verlust eigener Rezensionen erlebt hat. Die negativen Erfahrungen hinterlassen spürbare Spuren bei den Verbrauchern.

Überregulierung und Bürokratie belasten nach Einschätzung von Steuerberatern den Mittelstand in Deutschland weiterhin am stärksten. Nach aktuellen Daten des DATEV-Seismografen sehen 83 Prozent der Befragten ihre Mandanten von diesen Hürden betroffen.

Die Sachbezugswerte für Verpflegung sollen 2027 steigen. Für Mittag- und Abendessen sind 4,70 Euro vorgesehen, wodurch unter den steuerrechtlichen Voraussetzungen Essenszuschüsse von bis zu 7,80 Euro möglich werden.