Lufthansa holt Tausende Urlauber zurück nach Deutschland

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Mit Sonderflügen wollen die Lufthansa und ihre Tochter Eurowings bis zu 6500 Urlauber aus der Karibik, von den Kanaren und aus Mallorca zurück nach Deutschland bringen. Allein 15 Charterflüge realisiert die Lufthansa bis Mittwoch für etwa 3000 bis 4000 Reisende, die wegen der Coronavirus-Krise auf Barbados und in der Dominikanischen Republik festsitzen, wie die Lufthansa am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Es handele sich um Feriengäste von den Inseln sowie Kreuzfahrtpassagiere.

Mehrere Reedereien und Touristikunternehmen hätten die Lufthansa beauftragt, die Urlauber zurückzufliegen. Zu den 15 Sonderflügen kämen noch zwei reguläre Flüge aus der Dominikanischen Republik und Barbados. Eurowings bietet in den nächsten Tagen zusätzliche Verbindungen ab Palma de Mallorca nach Stuttgart, Hamburg und Düsseldorf an. Das Unternhemen rechnet mit zusammen mit rund 2500 Fluggästen.

Auf den Langstrecken setzt die Lufthansa Großraumflugzeuge vom Typ Boeing 747 und Airbus A340 ein. Abflugorte sind Teneriffa, Punta Cana und Barbados. Zielflughäfen sind Frankfurt, München, Hamburg und Berlin. In der Regel fliegen die Maschinen nach Auskunft der Lufthansa zunächst leer in die Karibik oder zu den Kanarischen Inseln. Die ersten Rückkehrer wurden bereits am Sonntag in Deutschland erwartet.

In Marokko kommt die Bundesregierung deutschen Touristen zur Hilfe, die dort wegen gestrichener Rückflüge festsitzen. «Das Auswärtige Amt und die Deutsche Botschaft Rabat arbeiten gemeinsam mit den Reiseveranstaltern und den EU-Partnern mit Hochdruck daran, Rückreisemöglichkeiten für deutsche Staatsangehörige aus Marokko zu schaffen», erklärte am Sonntag ein Sprecher in Berlin. Für Pauschalreisende seien die Reiseveranstalter der erste Ansprechpartner. «Mit den Reiseunternehmen arbeiten wir auch daran, dass Flug- und Fährverbindungen zur Ausreise für Individualreisende verfügbar sind», hieß es. Angesichts der Ausbreitung des Coronavirus hatte Marokko entschieden, alle Flugverbindungen nach Deutschland, Belgien, Portugal und in die Niederlande zu stoppen.

In Spanien war der am Wochenende ausgerufene Alarmzustand wegen des Coronavirus auch auf dem Flughafen von Mallorca deutlich spürbar. Wo sich sonst Touristen drängeln und in langen Schlangen vor den Eincheck-Schaltern ausharren, gab es am Sonntag nur wenig Betrieb. Viele Fluggäste trugen Schutzmasken. Der Tourismus auf der gerade bei Deutschen beliebten Baleareninsel war wegen der Ausbreitung von Sars-CoV-2 bereits in den vergangenen Wochen drastisch eingebrochen. Die Regierung in Madrid verhängte am Samstagabend landesweit eine zunächst 15-tägige Ausgangssperre und schränkte die Bewegungsfreiheit der Menschen stark ein.

(dpa)


 

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