Mehrheit der Branchen erwartet Zuwächse im kommenden Jahr

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

In der deutschen Wirtschaft dominiert nach dem massiven Konjunktureinbruch in der Corona-Krise für das kommende Jahr Zuversicht. Nach einer Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) erwarten 26 von 43 Branchen eine höhere Wirtschaftstätigkeit als 2020. Der hoffnungsvolle Blick auf 2021 bedeute für eine Reihe von Unternehmen und ganze Branchen allerdings noch keine Rückkehr zum Vorkrisenniveau, betonte das arbeitgebernahe Institut.

Im kommenden Jahr rechnen demnach 21 Branchen mit einer etwas höheren Produktion. So hoffen Maschinenbau, Elektroindustrie und die Chemieindustrie, das Krisenjahr hinter sich zu lassen. «Die Industrie ist das Zugpferd aus der Konjunkturkrise», sagte IW-Direktor Michael Hüther. «Voraussetzung ist aber, dass die Grenzen offen bleiben, Lieferketten nicht reißen und Kinder in Kitas und Schulen gehen können, damit Beschäftigte weiter arbeiten können.»

Gastgewerbe, Einzelhandel sowie Messe- und Werbewirtschaft erwarten nach dem Krisenjahr 2020 mit teilweise komplett eingestelltem Geschäft moderate Zuwächse.

Die Automobilindustrie sowie wichtige Zulieferbereiche gehen von einer deutlich höheren Produktion aus. «Die brutalen Einbrüche in 2020 relativieren gleichwohl diese positive Erwartungshaltung», erläuterte das IW. Insgesamt sehen fünf Verbände einen wesentlich höheren Output als im Krisenjahr.

Dagegen gehen 13 Wirtschaftsverbände davon aus, dass das Produktionsniveau 2021 sogar noch unter dem des Krisenjahres liegen wird. Ein wesentlich niedriges Niveau erwarten beispielsweise die Textil- und Modebranche sowie die Ernährungsindustrie. Mit einer etwas niedrigeren Schlagzahl rechnet unter anderem die Bauwirtschaft. Der Bau kam bislang gut durch die Krise. Er leidet dem IW zufolge aber zunehmend unter der allgemeinen Investitionsschwäche und Produktionsbeeinträchtigungen infolge der Pandemie. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Negative Bewertungen, virale Videos oder öffentliche Konflikte können für Hotels innerhalb weniger Stunden zu einem erheblichen Reputationsrisiko werden. Der Hotelverband Deutschland (IHA) hat deshalb ein Krisenhandbuch für den Umgang mit Social-Media-Krisen sowie eine Social-Media-Charta für Mitarbeitende veröffentlicht.

Kopfschmerzen, Erschöpfung, Erkältung: Viele erleben Krankheitssymptome ausgerechnet kurz nach dem Urlaubsstart. Was dahintersteckt und wie sich Leisure Sickness vermeiden lässt.

Eine digitale Karte zeigt, wo sich aktuell Schatten befindet und wie sich dieser im Tagesverlauf verändert. Die Anwendung kann unter anderem bei der Planung von Restaurantbesuchen, Ausflügen und Stadtbesichtigungen an heißen Tagen helfen.

Während Branche und Politik über die Zukunft der Minijobs diskutiert, zeigen aktuelle Zahlen der Bundesagentur für Arbeit, welche Bedeutung die geringfügige Beschäftigung für das Gastgewerbe hat. Im April 2026 lag die Zahl der Minijobber in der Branche 7,6 Prozent über dem Vorkrisenniveau von 2019.

Das Angebot trockener Weine aus deutschen Kellern nimmt weiter zu. Wie das Deutsche Weininstitut mitteilt, wurden im vergangenen Jahr 53 Prozent aller deutschen Qualitäts- und Prädikatsweine in der trockenen Geschmacksrichtung angeboten.

Die Zahl der Firmeninsolvenzen in Deutschland ist im zweiten Quartal 2026 auf den höchsten Stand seit 21 Jahren gestiegen. Das IWH registriert neue Höchstwerte in zahlreichen Branchen – darunter auch im Gastgewerbe.

Die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland ist im zweiten Quartal weiter gestiegen und hat den höchsten Stand seit mehr als 20 Jahren erreicht. Und ein Ende ist nicht in Sicht.

Eine Umfrage der Meininger Hotels beleuchtet die Sicherheitsbedenken alleinreisender Frauen. Während deutsche Urlauberinnen im Ländervergleich am häufigsten solo verreisen, bleibt die Sorge vor unsicheren Situationen in der Nacht im öffentlichen Raum die größte Barriere.

Mehr als die Hälfte der Deutschen ist gegen die von der Koalition geplante Ausweitung der sachgrundlosen Befristung bei Einstellungen. In einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur lehnen die Reform insgesamt 54 Prozent ab, 26 Prozent befürworten sie.

Eine Umfrage belegt, dass jeder dritte Deutsche nur unzureichende Kenntnisse über Gebühren bei Auslandszahlungen besitzt. Besonders ältere Personen und Verbraucher mit geringerem Einkommen zeigen sich verunsichert.