MICE-Report 2026: Eventbudgets stabilisieren sich, Kosten bleiben hoch

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Die Event Inc Group hat den MICE-Report 2026 veröffentlicht und darin nach eigenen Angaben über 300.000 Anfrage- und Buchungsdaten sowie eine Befragung von rund 270 Branchenexperten ausgewertet. Der Bericht zeigt laut Mitteilung eine Stabilisierung der Eventbudgets und gleichzeitig anhaltenden Kostendruck in der Branche.

Eventbudgets: Rückgang von Kürzungen

Nach Angaben des Unternehmens mussten im Jahr 2025 noch 33 Prozent der Unternehmen Budgetkürzungen hinnehmen. Für 2026 sinkt dieser Anteil auf 22 Prozent. Gleichzeitig steigt der Anteil der Unternehmen mit höheren Budgets von 12 auf 18 Prozent.

Sechs von zehn Unternehmen verfügen laut Report über ein unverändertes Budget. Die Ergebnisse deuten laut Mitteilung darauf hin, dass sich die Budgets „auf einem neuen Niveau“ eingependelt haben.

Eventzahlen entwickeln sich unterschiedlich

Die Auswertung zeigt laut Report unterschiedliche Erwartungen zwischen Unternehmen und Anbietern. 23 Prozent der Unternehmen planen mehr Events, während 18 Prozent von einer Reduzierung ausgehen.

Auf Anbieterseite rechnen dagegen 44 Prozent mit steigenden Veranstaltungszahlen. Gleichzeitig erwarten 23 Prozent einen Rückgang. Die Differenz zwischen beiden Gruppen beträgt laut Report 21 Prozentpunkte.

Mehrwertsteuer: Entlastung kommt nur teilweise an

Seit dem 1. Januar 2026 gilt für Speisen wieder ein reduzierter Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent, während für Getränke weiterhin 19 Prozent berechnet werden.

Nach Angaben der Anbieterbefragung geben 42 Prozent der Betriebe an, die Entlastung nicht an ihre Kunden weiterzugeben, sondern zur Kompensation gestiegener Kosten zu nutzen. 25 Prozent wollen die Senkung ganz oder teilweise weitergeben, während 33 Prozent noch keine Entscheidung getroffen haben.

Kostenentwicklung bleibt prägend

Laut Report berichten über 90 Prozent der Tagungshotels und Eventlocations von gestiegenen Betriebskosten. Gleichzeitig werden Kunden nach Angaben der Anbieter preissensibler.

Als häufige Maßnahmen zur Kostensenkung nennen Unternehmen laut Bericht unter anderem die Wahl günstigerer Veranstaltungsorte, reduzierte Reisekosten sowie eine geringere Anzahl von Events.

Weihnachtsfeiern werden teurer

Die durchschnittlichen Kosten für Weihnachtsfeiern sind laut den ausgewerteten Daten gestiegen. Im Vergleich von 2024 zu 2025 erhöhten sich die Ausgaben um 11 Prozent auf 144 Euro pro Person.

Digitalisierung und Künstliche Intelligenz im Einsatz

Die Umfrage zeigt laut Mitteilung, dass 87 Prozent der Unternehmen digitale Prozesse als Entlastung wahrnehmen. Diese werden unter anderem bei der Suche nach Veranstaltungsorten sowie bei der Erstellung von Kommunikationsinhalten eingesetzt.

Zudem stuft mehr als die Hälfte der Befragten (53 Prozent) die Auswertung von Veranstaltungsdaten als wichtig ein.

Datengrundlage des Reports

Der MICE-Report basiert laut Unternehmen auf einer Kombination aus internen Daten und Branchenbefragungen. Ziel sei es, „ein präzises Marktbild“ der Meeting- und Eventbranche zu liefern.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland hat im Januar die Schwelle von drei Millionen übertroffen. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren im Januar 3,085 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet - 92.000 mehr als im Januar 2025.

Eine aktuelle Erhebung zeigt die Reisetrends für 2026: Die Deutschen planen frühzeitig, buchen bevorzugt selbst und setzen dabei verstärkt auf digitale All-in-One-Plattformen.

In vielen Branchen und Betrieben geht es längst nicht mehr ohne ausländische Fachkräfte. Die dahinterliegenden Zahlen zeigen klare Trends.

Sind Beschäftigte in Deutschland zu oft krank? Eine neue Studie stützt Kritiker. Die großen Arbeitsausfälle haben demnach erhebliche Auswirkungen für die deutsche Wirtschaft.

Das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer enttäuscht im Januar. Am Bau hellte sich die Stimmung der Unternehmen auf. Den Trend sieht das Ifo auch im Handel. Im Dienstleistungssektor und im Tourismus trübte sich das Geschäftsklima hingegen ein.

Dass simple Passwörter nicht sicher sind, hat wohl fast jeder schon einmal gehört - hält aber viele nicht davon ab, leichtsinnige Zugangsdaten zu verwenden. Eine Auswertung - und wie es besser geht.

Manchmal stellt einen das Universum hart auf die Probe: Man hat einen neuen Arbeitsvertrag gerade unterschrieben, aber plötzlich kommt ein noch besseres Angebot. Was tun? Lässt sich in diesem Fall das Arbeitsverhältnis beenden, bevor der Job überhaupt angefangen hat?

Die Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns auf 13,90 Euro zum 1. Januar 2026 hat branchenübergreifend Auswirkungen, trifft jedoch das Gastgewerbe in besonderem Maße. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ist fast jeder zweite Arbeitsplatz in dieser Branche von der neuen Lohnuntergrenze betroffen.

Der aktuelle DATEV Mittelstandsindex belegt eine weiterhin schwierige Lage für mittelständische Betriebe. Während die Umsätze im Dezember erneut sanken und das Weihnachtsgeschäft im Handel schwach ausfiel, setzt sich insbesondere in der Gastronomie der personelle Rückbau fort.

Der Umgang mit Alkohol verändert sich in Deutschland. Viele verzichten einer Umfrage zufolge inzwischen ganz oder teilweise darauf, vor allem Jüngere.