Mit Restaurantbesuch dem Virus trotzen

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Die Vereinigung der Jeunes Restaurateurs JRE beobachtet die aktuelle Entwicklung im Umfeld des Coronavirus mit wachsender Sorge. Vor allem in den Regionen, die vom Virus stärker betroffen sind, leiden die Betriebe unter dem starken Rückgang der Gästezahlen. Ausfallende Messen und Großveranstaltungen wirken sich ebenfalls negativ auf die Geschäfte der Gastronomen aus.

JRE-Präsident Alexander Huber warnt vor einem zu starken Rückzug ins Private: „Natürlich müssen wir alle auf das Corona Virus reagieren, auf Hygiene achten und insgesamt etwas vorsichtiger sein. Wir sollten uns von Corona aber nicht das Leben diktieren lassen. Soziale Kontakte wie ein Restaurantnesuch tragen in Krisenzeiten zu einer funktionierenden Gesellschaft bei“.

Sollte sich der Erreger in ähnlicher Form ausbreiten wie beispielsweise in Italien, dann muss nach Ansicht der JRE die Politik in Deutschland schnell und umfassend reagieren. Huber: „Eine gewisse Zeit können die Gastronomen in Deutschland mit dieser Situation umgehen. Sollte sich die Krise verschärfen, brauchen wir Unterstützung“. Die Vereinigung ruft deshalb auch die anderen Branchenverbände dazu auf, schon jetzt auf die kritische Situation hinzuweisen und Unterstützung einzufordern.

Einen positiven Aspekt sehen die Spitzenköche in den Reihen der Jeunes Restaurateurs trotz allem auch in dieser Krise. Weil die Ausbreitung des Virus und die Auswirkungen auf Produktions- und Lieferprozesse eng mit der Globalisierung verknüpft sind, könnten regionale Produzenten von dieser Entwicklung profitieren. „Wir weisen schon seit vielen Jahren darauf hin, dass es gerade bei Lebensmitteln uanbdingbar ist, die kleinen regionalen Erzeuger zu stärken. Vielleicht hilft die aktuelle Entwicklung dabei, diesen Trend zu verstärken.“


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Rund 8,70 Euro für eine Tasse Cappuccino - dieser Preis an einer Raststätte in Österreich sorgte zuletzt für Aufsehen. Doch anderswo in Europa werden vereinzelt zweistellige Preise für Kaffee verlangt. Wie leistbar ist das Getränk in europäischen Ländern? Ein Überblick

Die erweiterte Verdienstungleichheit in Deutschland stagniert. Laut aktuellem Bericht des Statistischen Bundesamtes liegt der Gender Gap Arbeitsmarkt weiterhin bei 37 Prozent, wobei erhebliche Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland bestehen bleiben.

Das deutsche Gastgewerbe kämpft weiterhin mit den Folgen der Krise. Im Jahr 2025 lagen die realen Umsätze fast 15 Prozent unter dem Niveau von 2019. Steigende Kosten und eine schwache Konsumstimmung belasten die Betriebe trotz nominaler Zuwächse.

Die aktuelle Dehoga-Umfrage zum Jahresauftakt 2026 belegt eine anhaltende Flaute im Gastgewerbe. Hohe Personalkosten und bürokratische Hürden belasten die Betriebe nach dem sechsten Verlustjahr in Folge massiv.

Die neue DIN 33463 definiert erstmals bundesweite Mindeststandards für Tagungspauschalen. Die Norm soll für mehr Transparenz im MICE-Markt sorgen und die Vergleichbarkeit von Hotelangeboten bei Veranstaltungen signifikant erleichtern.

Zwei Krankschreibungen ohne Unterbrechung – gibt das erneut für sechs Wochen Lohnfortzahlung? Ein Gericht stellt klar: Nur unter bestimmten Voraussetzungen.

Die Generation Z leidet laut einer aktuellen Swiss-Life-Studie doppelt so häufig unter Stress wie die Babyboomer. Während 82 Prozent der Deutschen über stressbedingte Beschwerden klagen, offenbaren sich bei der Akzeptanz von Homeoffice und flexibler Arbeit tiefe Gräben zwischen den Generationen und Defizite in der betrieblichen Vorsorge.

Der Zoll zieht Bilanz: Im Jahr 2025 führt das Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe die Statistik der eingeleiteten Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren an. Mit einer Gesamtschadenssumme von 675 Millionen Euro und neuen digitalen Befugnissen verschärft die Finanzkontrolle Schwarzarbeit ihr Vorgehen gegen illegale Beschäftigungsstrukturen.

Ein Arbeitnehmer kündigt und wird zwei Wochen vor Arbeitsende krankgeschrieben. Darf das einen Arbeitgeber stutzig machen und dazu bringen, keinen Lohn mehr zu zahlen?

Die Erhöhung des Mindestlohns zum Jahreswechsel hinterlässt deutliche Spuren im Gastgewerbe: Die Löhne stiegen im Januar 2026 um 6,1 Prozent. Gleichzeitig verzeichnet die Branche mit einem Minus von 3,2 Prozent den stärksten Beschäftigungsrückgang im gesamten deutschen Mittelstand.