Gastgewerbe erreicht Vorkrisenniveau bei Beschäftigung – offene Stellen bleiben deutlich darunter

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Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Gastgewerbe hat im Januar 2026 wieder das Niveau vor der Corona-Pandemie erreicht. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit lag die Beschäftigtenzahl bei 1.067.300 Personen und damit nur 0,1 Prozent unter dem Wert von Januar 2020. Gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht dies einem Anstieg um 7.112 Beschäftigte beziehungsweise 0,7 Prozent.

Entwicklung der Beschäftigung

Wie aus den Arbeitsmarktzahlen der Bundesagentur für Arbeit hervorgeht, bewegte sich die Beschäftigung im Gastgewerbe im Verlauf des Jahres 2025 überwiegend über dem Niveau des Vergleichsjahres 2020. Im Januar 2026 wurde das Vorkrisenniveau nahezu wieder erreicht .

Parallel dazu zeigen die Daten zu geringfügig Beschäftigten laut Mitteilung eine weiterhin erhöhte Zahl im Vergleich zu 2019, wobei diese Werte nur quartalsweise veröffentlicht werden.

Offene Stellen deutlich unter Vorkrisenniveau

Im März 2026 wurden laut Bundesagentur für Arbeit 19.063 offene Stellen im Gastgewerbe gemeldet. Das entspricht einem Anstieg um rund 700 Stellen gegenüber dem Vormonat.

Im Vergleich zu den Jahren vor der Pandemie liegt die Zahl der gemeldeten Stellen jedoch deutlich niedriger. Laut den vorliegenden Daten fehlen im Vergleich zu März 2019 rund 20.000 gemeldete Stellen.

Unterschiedliche Entwicklung bei Arbeitslosenzahlen

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Gastgewerbe zeigt ein differenziertes Bild. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit lag die Zahl der Arbeitslosen im März 2026 in der Hotellerie bei 32.671 Personen, was einem Anstieg um 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

In der Gastronomie sank die Zahl der Arbeitslosen dagegen leicht um 0,2 Prozent auf 62.029 Personen. In der Speisenzubereitung wurde ein Rückgang um 0,6 Prozent auf 126.426 Personen verzeichnet.

Gesamtwirtschaftliche Lage bleibt angespannt

Auch gesamtwirtschaftlich liegt die Arbeitslosigkeit weiterhin über der Marke von drei Millionen. Im März 2026 waren nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit 3.021.230 Menschen arbeitslos, was einem Anstieg um 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Im Vergleich zum Februar 2026 ging die Zahl der Arbeitslosen jedoch um 48.712 Personen beziehungsweise 1,6 Prozent zurück. Die Bundesagentur für Arbeit führt dies auf eine saisonale Belebung im Frühjahr zurück, weist jedoch zugleich darauf hin, dass diese Entwicklung aufgrund der konjunkturellen Lage verhalten ausfällt.

Entwicklung der Zugänge in Arbeitslosigkeit

Die Daten zeigen zudem die Entwicklung der Zugänge in Arbeitslosigkeit aus Beschäftigung im Gastgewerbe. Im März 2026 wurden laut Bundesagentur für Arbeit 12.000 Zugänge registriert, was einem Anstieg um 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Bereits in den Monaten zuvor zeigte sich eine schwankende Entwicklung, mit Rückgängen im Februar 2026 und Anstiegen in den Monaten davor.


 

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