Sodexo-Studie zur Arbeitswelt von heute – Wünsche, Wandel und Erwartungen

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Der Arbeitsplatz von morgen muss modern und bedürfnisorientiert gestaltet sein – egal ob im Büro oder in der Produktion. Aber worauf kommt es dabei genau an? Was hat sich in Bezug auf Anforderungen nach drei Jahren Pandemie verändert? Vor diesem Hintergrund hat das Meinungsforschungsinstitut YouGov Deutschland im Auftrag von Sodexo eine Online-Befragung unter 1.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Deutschland durchgeführt. Die Besonderheit: Zielgruppe waren sowohl Produktionsangestellte („Blue Collar Worker“) als auch Büroangestellte („White Collar Worker“). Die Ergebnisse der Studie geben Auskunft darüber, welche Erwartungen und Wünsche Beschäftigte in Unternehmen an die Arbeitswelt und die damit verbundene Infrastruktur haben.

„Wer als Arbeitgeber im Wettbewerb um die besten Talente attraktiv bleiben will, muss handeln und sich konsequenter als je zuvor an den Anforderungen der Mitarbeitenden ausrichten. Die von uns durchgeführte Studie gibt Einblick, was Angestellte im Büro oder in der Produktion brauchen, um in der Gestaltung der Arbeitswelt von morgen gezielte Lösungen anbieten zu können. Mit unserem neuen Ansatz ‚Vital Spaces‘ ist Sodexo in diesem Prozess zunehmend Berater. Durch unsere Services direkt vor Ort beim Kunden tragen wir schon seit Jahrzehnten dazu bei, Räume zu Orten der Begegnung zu machen“, sagt Renato Salvatore, CEO Corporate Services bei Sodexo Deutschland. 

Krisenreiche Zeiten: Was Arbeitnehmende aktuell beschäftigt

Das Jahr 2022 war von vielen Krisen geprägt. Dennoch hat Covid seinen Schrecken laut Umfrage verloren. Nur noch ein Viertel der Befragten sorgt sich vor einer Ansteckung am Arbeitsplatz. Inflation und Energiekrise beschäftigen alle Angestelltenmilieus: 22 Prozent geben an, Angst zu haben, deswegen den Job zu verlieren und 29 Prozent haben Schwierigkeiten, ihre Lebenshaltungskosten zu bezahlen. Mehr als die Hälfte aller Befragten (54 %) sagt, sie muss ihren Lebensstil einschränken.

„In der heutigen Zeit prasselt so Einiges auf Arbeitnehmende ein. Die Auswirkungen der Krisen der letzten Monate treiben Beschäftigte um – und das auf allen Ebenen. Auch wenn die Sorgen bei Produktionsangestellten laut unserer Studie größer sind, weichen die Werte bei Büromitarbeitenden nur unwesentlich davon ab. Umso wichtiger ist es, dass Personalverantwortliche und Führungskräfte nahbar sind, hinhören und ihren Mitarbeitenden lösungsorientiert zur Seite stehen – auch in Bezug auf die Frage, wie der Arbeitsplatz gestaltet ist und wie gearbeitet wird“, rät Uta Schröder, Country President und HR Director von Sodexo Deutschland.

White- oder Blue Collar: Wo gibt es die größten Unterschiede?

Ob Büro-Angestellte:r oder gewerbliche:r Arbeiter:in in Fertigung, Service oder Handwerk – der Arbeitsalltag unterscheidet sich zum Teil erheblich. Als IFM-Experte ist es für Sodexo entscheidend, wie stark sich Erwartungen, Positionen und Wünsche zu bestimmten Thematiken zwischen den beiden Gruppen unterscheiden. Überraschendes Ergebnis der Studie: Die Unterschiede in Bezug auf Wünsche und Erwartungen sind im Subgruppenvergleich in vielen Punkten geringer als erwartet. Während sich White Collar-Beschäftigte beim Thema Zusatzleistungen von ihrem Unternehmen viel stärker mobiles Arbeiten (49 % vs. 10 %) und Kostenerstattungen für Fahrtwege (40 % vs. 31 %) wünschen, setzen Blue Collar-Beschäftigte eher auf Prämien (66 % vs. 53 %). Auch das Angebot eines Betriebsrestaurants (55 % vs. 46 %) und insbesondere von Snackautomaten spielt für die Gruppe der Arbeiter:innen eine größere Rolle (56 % vs. 36 %). Neben nicht verwunderlichen Unterschieden zur Priorität von Büroreinigung oder technischer Unterstützung am Arbeitsplatz, herrscht ein Konsens zum Wunsch nach einer Kaffeeküche mit Snacks (Blue Collar 71 % vs. White Collar 79 %).

New Work: Mythen im Check

„Niemand braucht heute noch einen festen Schreibtisch. Wer ins Büro kommt, will den Flex-Desk.“ – Ein Mythos, der sich hartnäckig verbreitet. Die Pandemie hat die Einrichtung von Homeoffice-Möglichkeiten seitens der Arbeitgeber beschleunigt. Obwohl die Mehrheit der Befragten hybrides Arbeiten bevorzugt, wünschen sich laut Umfrage zwei Drittel (68 %) weiterhin einen festen Arbeitsplatz – selbst diejenigen, die unregelmäßig vor Ort sind. Vor der Pandemie lag dieser Anteil lediglich vier Prozentpunkte höher.

Ahmed Hasnivon Sodexo Deutschland betont: „In diesem Winter sehen wir erstmals durch den Wegfall der Covid-Restriktionen, wie die neue Normalität aussehen wird. Das spiegelt unsere Umfrage wider. Wir empfehlen, nun bewusster und langfristiger zu planen, als das bislang möglich war. In vielen Branchen herrscht Fachkräftemangel. Investition in die Attraktivität der Arbeitsumgebung ist ein notwendiger Faktor im Kampf um die besten Talente. Das sehen auch 74 Prozent der Führungskräfte so. Das Gebäude ist ein Objekt, das repräsentiert, wer Unternehmen als Arbeitgeber, als Kunde oder Dienstleister sein wollen. Es ist ein Aushängeschild – die Menschen, die es betreten, sind Botschafter. Und die haben Vorstellungen von guter Ausstattung, Design und Services.“

Der Mythos „Beschäftigte bleiben im Homeoffice, während sich Führungskräfte diese zurück in die Büros wünschen“ wurde durch die Studie ebenfalls widerlegt: Die flexible Einteilung von Homeoffice- und Office-Tagen ist sowohl von einem Fünftel der White Collar-Beschäftigten als auch der Vorgesetzten erwünscht. Den Angaben zufolge bieten beide Arbeitsorte ihre Vorteile: ungestörtes Arbeiten im Homeoffice (69 % vs. 5 % am Arbeitsplatz) oder der persönliche Austausch während Office-Tagen (64 % vs. 9 % im Homeoffice). Zutreffend ist laut Umfrage hingegen die Annahme, dass die Work-Life-Balance noch immer an Bedeutung gewinnt. Bei der Wahl des Arbeitgebers zählt der Ausblick auf ein ausgewogenes Verhältnis von Arbeits- und Privatleben (86 %).

Welchen Stellenwert nimmt Nachhaltigkeit bei Befragten ein?

Mitarbeitende erwarten heute mehrheitlich (57 %) von ihren Arbeitgebern, dass sie Nachhaltigkeit tatsächlich leben. Eine interessante Erkenntnis für Sodexo: 42 Prozent der Befragten finden eine vegane oder vegetarische Essensauswahl wichtig, 40 Prozent aller Mitarbeitenden legen Wert auf Bio-Angebote in der Kantine und 55 Prozent finden es wichtig, dass Zutaten aus der Region kommen.

Während Büroangestellte Wert auf die Nutzung von Ökostrom (53 %), eine umweltfreundliche Büroeinrichtung (46 %) und nachhaltiges Reiseverhalten (53 %) legen, kommt es den Produktionsmitarbeitenden vor allem auf Abfallvermeidung in allen Bereichen (79 %) und eine Nutzung von nachhaltiger Berufskleidung aus Bio-Baumwolle (31 %) an.


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