Sorge vor Inflation und Rezession: GfK-Konsumklima sinkt

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Die Furcht vor einer weiter steigenden Inflation auf der einen und vor einer Rezession in der Wirtschaft auf der anderen Seite lässt die Stimmung der deutschen Verbraucher sinken. Vor allem die Erwartungen hinsichtlich Einkommen und Konjunktur seien zuletzt wieder zurückgegangen, stellte das Konsumforschungsunternehmen GfK in seiner am Mittwoch vorgestellten Studie zum Konsumklima im Juni fest. Die Nürnberger Wissenschaftler stellen monatlich ihre Erkenntnisse zum Konsum in Deutschland in einer Studie vor.

«Die aktuelle Entwicklung der Verbraucherstimmung deutet darauf hin, dass die Konsumenten wieder stärker verunsichert sind», sagte GfK-Konsumexperte Rolf Bürkl. «Das zeigt sich unter anderem darin, dass die Sparneigung in diesem Monat wieder zunimmt», betonte er. In den vergangenen acht Monaten war das Konsumklima jeweils leicht gestiegen. In der Juni-Studie prognostiziert die GfK dagegen erstmals wieder einen leichten Rückgang.

«Nach wie vor hohe Inflationsraten von derzeit etwa sechs Prozent knabbern spürbar an der Kaufkraft der Haushalte und verhindern, dass der private Konsum seinen positiven Beitrag leisten kann», sagte Bürkl. Auch die aktuelle Diskussion um das Heizungsgesetz schade, weil sie Investitionen an anderer Stelle bremse. Allerdings sei die Inflation auf dem Rückmarsch. Dies könnte für die kommenden Monate zu einem Lichtblick werden.

Die privaten Haushalte gingen davon aus, dass sie in diesem Jahr angesichts der anhaltend hohen Inflation reale Einkommenseinbußen hinnehmen müssten. Die Annahme sei, dass diese voraussichtlich nicht vollständig durch tarifliche Lohn- und Gehaltssteigerungen ausgeglichen werden können. Hinzu komme ein deutlich gestiegener Pessimismus hinsichtlich der Konjunktur. Die kräftigen Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank unterfütterten die Verunsicherung. Die Menschen hätten Angst, dass die hohen Zinsen Investitionen abwürgen und Deutschland in eine Rezession rutsche.

GfK befragt für die Studie monatlich rund 2000 Menschen. Die Ergebnisse sind ein Auszug aus der Studie GfK-Konsumklima MAXX im Auftrag der EU-Kommission. (dpa)


 

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