Welche Kündigungsfrist gilt beim Jobwechsel?

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Die Kündigungsfrist kann manchmal darüber entscheiden, ob es mit einem Jobwechsel tatsächlich klappt oder nicht. Zum Teil wissen Beschäftigte aber gar nicht genau, welche Frist für sie gilt. Was sind die Regeln?

Fristen werden nach Beschäftigungszeiten gestaffelt

Zunächst sind im Gesetz Fristen zur Kündigung von Arbeitsverhältnissen festgelegt, erklärt Juristin Anke Marx von der Arbeitskammer des Saarlandes. Kündigt ein Arbeitnehmer oder eine Arbeitnehmerin selbst, beträgt die Frist demnach in der Regel vier Wochen zum 15. Kalendertag oder zum Ende eines Kalendermonats.

Gleiches gilt für Kündigungen, die der Arbeitgeber ausspricht - bei einer Beschäftigungszeit von bis zu zwei Jahren. Nach diesen zwei Jahren verlängert sich die Frist für den Arbeitgeber auf einen Monat zum Monatsende. Wie die Juristin erklärt, erfolgen weitere Verlängerungen gestaffelt je nach Beschäftigungszeiten von fünf, acht, zehn, zwölf, 15 und 20 Jahren. In der Probezeit beträgt die beiderseitige Kündigungsfrist in der Regel zwei Wochen.

Abweichende Fristen in Arbeits- oder Tarifverträgen

Im Arbeitsvertrag können aber auch abweichende Fristen vereinbart sein. «Allerdings darf die Frist für den Arbeitnehmer nie länger sein als die Frist, die für den Arbeitgeber gilt», so Marx. Auch im Tarifvertrag können vom Gesetz abweichende Regelungen zu Kündigungsfristen getroffen sein. Tarifverträge können sowohl kürzere als auch längere als die gesetzlichen Kündigungsfristen enthalten.

Geht es um die Berechnung der Kündigungsfrist sollten Beschäftigte beachten: «Für die Kündigung ist nicht das Datum des Kündigungsschreibens und auch nicht die Aufgabe zur Post relevant, sondern der Zugang der Kündigung beim Arbeitgeber beziehungsweise beim Arbeitnehmer.»

Wann muss die Kündigung zugestellt werden?

Der Tag des Zugangs werde bei der Berechnung der Frist nicht mitgerechnet. Wie die Juristin erklärt, zählt erst der darauffolgende Tag. Sonn- und Feiertage werden als normale Tage mitgezählt. Die Kündigung muss dem Empfänger also so rechtzeitig zugehen, dass bis zum Ablauf der Frist die jeweiligen vereinbarten Wochen oder Monate noch eingehalten werden können. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Inflation in Deutschland hat zum Jahresbeginn 2026 wieder an Fahrt gewonnen. Nach Daten des Statistischen Bundesamtes lag die Inflationsrate im Januar bei 2,1 Prozent. Für das Gastgewerbe zeigt die amtliche Statistik eine spezifische Entwicklung: Das Preisniveau für Speisen in der Gastronomie blieb im Vergleich zum Vormonat stabil.

Nach einer Abmahnung ist das Arbeitsverhältnis nicht immer final zerrüttet. Wer jetzt das Gespräch sucht und eine klare Strategie zeigt, gewinnt in jedem Fall. Was beachtet werden muss.

Präzision am Herd und Souveränität am Gast: Bei den Saarländischen Jugendmeisterschaften 2026 setzte sich der gastronomische Nachwuchs gegen starke Konkurrenz durch. In Spiesen-Elversberg wurden die besten Azubis in den Kategorien Küche, Restaurant und Hotel gekürt.

Zu wenig Lohn, zu lange Arbeitszeit, fehlende Stundenzettel: Nach Erkenntnissen des Zolls verletzen Tausende Arbeitgeber die Vorgaben zum gesetzlichen Mindestlohn. Im Gast- und Hotelgewerbe kam es laut Finanzministerium zu besonders vielen Verstößen.

Sofa, neue Winterjacke oder Restaurantbesuch? Eine Umfrage zeigt, bei welchen Ausgaben sich Verbraucherinnen und Verbraucher besonders beschränken. Lebensmittel sind es nicht.

Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) unterstützt kleine Betriebe mit dem Kompetenzzentrenmodell und digitalen Werkzeugen bei der Umsetzung des Arbeitsschutzes. Das Angebot richtet sich an Unternehmen mit bis zu 20 Beschäftigten.

Die Bilanz für Bayerns Gastgewerbe im Jahr 2025 fällt ernüchternd aus: Während die Preise die nominalen Umsätze stützen, sinken die realen Erlöse und die Beschäftigtenzahlen in der gesamten Branche. Nur wenige Sparten wie Campingplätze verzeichnen noch ein echtes Wachstum.

Die deutsche Tourismusbranche vermeldet für das Jahr 2025 einen neuen Übernachtungsrekord von 497,5 Millionen Gästen. Während die Hotellerie leichte Einbußen verzeichnete, boomte insbesondere das Camping-Segment.

Die Vergütungen für angehende Fachkräfte im Gastgewerbe steigen: Mit durchschnittlich 1.229 Euro liegen die dreijährigen Ausbildungsberufe der Branche über dem Gesamtschnitt aller dualen Berufe von 1.209 Euro. Eine Auswertung des DEHOGA beleuchtet zudem die Unterschiede zwischen Handwerk, öffentlichem Dienst und tarifgebundenen Betrieben.

Warnstreiks im öffentlichen Dienst können berufstätige Eltern und Pendler vor Probleme stellen. Wer zu spät kommt, riskiert mehr als nur Ärger. Warum frühzeitige Absprachen wichtig sind.