Welche Rolle spielen russische Gäste im Deutschland-Tourismus?

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Das Ausbleiben russischer Gäste wird viele Nobelherbergen an den bekannten Reisezielen in Deutschland treffen. Insgesamt gesehen, betrug der Anteil von russischen Gästen allerdings nur 0,9 Prozent der gut 31,0 Millionen Gästeübernachtungen aus dem Ausland in Deutschland. Besonders gerne reisen Russen nach Bayern und Berlin.

Rund 267 900 Übernachtungen von Gästen aus Russland haben die Beherbergungsbetriebe 2021 in Deutschland gezählt. Das entspricht einem Anteil von 0,9 Prozent der gut 31,0 Millionen Gästeübernachtungen aus dem Ausland insgesamt, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Unter den häufigsten Herkunftsländern aller Gäste aus dem Ausland lag die Russische Föderation im Jahr 2021 auf Rang 23.

Die Covid-19-Pandemie hat sich in den vergangenen beiden Jahren erheblich auf den internationalen Tourismus ausgewirkt – auch in Deutschland. So sank die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland insgesamt von 89,9 Millionen im Jahr 2019 um rund zwei Drittel auf 32,0 Millionen im Jahr 2020 und auf 31,0 Millionen im Jahr 2021.

Bayern, Berlin und Nordrhein-Westfalen bei Gästen aus Russland am beliebtesten

Die meisten Übernachtungen von Gästen aus Russland verzeichneten die Beherbergungsbetriebe 2021 deutschlandweit in Bayern mit 82 300. An zweiter Stelle stand Berlin (46 000 Übernachtungen), gefolgt von Nordrhein-Westfalen (27 700).

EU-Vergleich: Griechenland beliebtestes Reiseziel bei Gästen aus Russland

Gemessen an der Zahl der Übernachtungen war Griechenland im Jahr 2019, vor Ausbruch der Pandemie, das beliebteste Reiseziel von Gästen aus Russland innerhalb der Europäischen Union (EU). Gut 6,6 Millionen oder 17,7 % aller EU-weiten Übernachtungen von Gästen aus Russland in der EU wurden in Griechenland gezählt.

Außerhalb der EU war nur die Türkei bei Gästen aus Russland beliebter – mit 31,1 Millionen Übernachtungen im Jahr 2019.

Unter den 27 EU-Mitgliedstaaten lag Deutschland 2019 mit einem Anteil von 5,4 % bei den Übernachtungen aus Russland auf Rang 7.

Fast viermal so viele Gäste aus dem Ausland in Deutschland wie in Russland

Der aus dem Ausland kommende Tourismus spielt in Russland eine geringere Rolle als in Deutschland. Die Welttourismusorganisation UNWTO zählte im Jahr 2019, vor Ausbruch der Corona-Pandemie, in Russland insgesamt 10,9 Millionen Gäste aus dem Ausland. Zum Vergleich: Deutschland besuchten im Jahr 2019 laut UNWTO rund 39,6 Millionen Gäste aus dem Ausland. Gezählt wird hier jeweils die Gesamtzahl der Gäste aus dem Ausland, nicht die Zahl der Übernachtungen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Österreichische Hotelvereinigung hat die größte Praktikums-Umfrage der Branche durchgeführt. Mehr als 1.200 Schüler nahmen an der Befragung teil, die bereits zum vierten Mal stattfand. Die Ergebnisse für das Jahr 2025 zeigen gute Bewertungen für die Praktikumsbetriebe. Optimierungspotenzial sehen die Schüler bei Kommunikation und Dienstzeiten.

Die Gewinner des Deutschen Nachhaltigkeitspreises in den Kategorien Hotellerie und Gastronomie zeigen, wie ökologische und soziale Verantwortung in der Praxis umgesetzt werden kann. Das Hotel Luise in Erlangen und die Obermühle Görlitz werden für ihren Einsatz für Kreislaufwirtschaft, faire Arbeitsbedingungen und regionale, umweltschonende Konzepte gewürdigt.

Die Krise in der Wirtschaft hinterlässt deutliche Spuren auf dem Ausbildungsmarkt. Die Zahl neu abgeschlossener Ausbildungsverträge ist in diesem Jahr auf rund 476.000 zurückgegangen, ist war der zweite Rückgang in Folge.

Die Bereitschaft von Fachkräften in Deutschland, während der Weihnachtsfeiertage und des Jahreswechsels für dienstliche Anfragen erreichbar zu sein, hat einen neuen Tiefstand erreicht. Insgesamt haben 71 Prozent der Berufstätigen über die Feiertage Urlaub.

Die wirtschaftspolitischen Verwerfungen treffen die Unternehmen in Deutschland weiter hart. Bonitäts-Schlusslicht bleibt das Gastgewerbe. Auch wenn sich die Lage seit Corona leicht gebessert hat, bleibt die Kreditwürdigkeit bei Gastronomen deutlich eingeschränkt.

Das kommende Jahr 2026 bringt für Unternehmen in Deutschland im Durchschnitt 2,4 Arbeitstage mehr als das laufende Jahr 2025. Dies teilt das Statistische Bundesamt mit. Bundesweit wird die durchschnittliche Zahl der Arbeitstage 250,5 erreichen.

Neue Studienergebnisse zeigen einen deutlichen Wandel im Trinkgeldverhalten der Deutschen. Während es im Restaurant stabil bleibt, sinkt die Bereitschaft in anderen Dienstleistungsbereichen massiv.

Deutschland zählt so viele Firmenpleiten wie seit 2014 nicht - und trotz Konjunkturhoffnungen gibt es keine Entwarnung für das kommende Jahr. Die zahlenmäßig meisten Insolvenzen entfielen auf das Dienstleistungsgewerbe.

Die Zuversicht der Verbraucher in Deutschland bezüglich ihrer eigenen finanziellen Lage stagniert. Das aktuelle Postbank Stimmungsbarometer beleuchtet die Hauptsorgen der Bevölkerung und zeigt auf, wie die gestiegenen Kosten die Spar- und Konsumpläne beeinflussen.

Aktuelle Daten des Statistischen Bundesamts zeigen, dass die Niedriglohnquote in Deutschland konstant bei 16 Prozent liegt. Besonders betroffen ist das Gastgewerbe, wo über die Hälfte der Jobs dem Niedriglohnsektor zuzuordnen sind.