Wie der Apfelwein nach Hessen kam

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Heute kennt man Apfelwein als typisch hessische Spezialität mit dem Kerngebiet Frankfurt und Rhein-Main-Gebiet. Doch das war nicht immer so: Im Mittelalter herrschte laut Bundesfruchtweinverband in Frankfurt noch der klassische Weinbau vor.

Erst im 16. Jahrhundert entwickelten sich die Stadt und die Region zum Zentrum der Apfelweinherstellung, nachdem der Rat der Stadt die Errichtung neuer Rebanlagen verboten hatte. Rebkrankheiten und Missernten sollen der Grund dafür gewesen sein, erklärt der Bundesfruchtweinverband.

So wurde statt Wein mehr Obst angebaut und man begann, 

zunächst für den Eigenbedarf, Apfelwein zu keltern. Später wurde das erfrischende Getränk in sogenannten Heckenwirtschaften auch für andere ausgeschenkt. Zur Mitte des 18. Jahrhunderts sollen in Frankfurt-Sachsenhausen bereits eine Million Liter Apfelwein pro 
Jahr gezapft worden sein. 

Apfelwein gab es allerdings bereits in der Antike. Griechen und Römer kannten ihn ebenso wie die Germanen. Der erste historische Beleg für die Apfelweinherstellung in Deutschland stammt von Kaiser Karl dem Großen (742-814).

In einer lateinisch verfassten Anweisung zur Bewirtschaftung seiner Landgüter, zu denen damals auch Frankfurt gehörte, ordnete er an, «dass jeder Richter unter seinem diensttuenden Personal tüchtige Meister habe». Darunter auch solche, die berauschende Getränke, wie Bier oder eben Apfelwein herstellen können. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Gastronomie und die Hotellerie in Deutschland haben im April 2026 preisbereinigt jeweils 7,4 Prozent weniger umgesetzt als im Vorjahresmonat. Für das Gastgewerbe insgesamt weist das Statistische Bundesamt ein reales Minus von 7,1 Prozent aus.

Deutschland liegt laut einer internationalen Studie beim Einsatz KI-generierter Spesenbelege an der Spitze. Jeder zehnte Beschäftigte nutzt solche Belege regelmäßig, während jeder Fünfte angibt, Ausgaben grundsätzlich falsch darzustellen.

Eine Umfrage des Verbands Deutsches Reisemanagement zeigt für 2026 ein überwiegend stabiles Geschäftsreiseaufkommen. Gleichzeitig berichten viele Unternehmen von wachsender Unsicherheit durch Preissteigerungen, geopolitische Risiken und Einschränkungen im Luftverkehr.

Urlaub ist in Zeiten der Inflation eine teure Sache. Selbst mit Tarifvertrag bekommen längst nicht alle Beschäftigten einen Zuschuss. Eine Studie zeigt, wer mit Geld für die Reisekasse rechnen kann.

Eine Umfrage zeigt, dass ein Drittel der Deutschen im Alltag durch digitale Technologien überfordert ist. Neben Senioren betrifft dies auch jeden vierten Erwachsenen unter 50 Jahren, weshalb der Ruf nach staatlichen Bildungsangeboten wächst.

Wer sich eine Auszeit nehmen möchte, um Zeit mit seinem Kind zu verbringen, kann Elternzeit beantragen. Gehalt gibt es für die Zeit zwar nicht, doch es greifen währenddessen andere Vorteile – darunter auch ein umfangreicher Kündigungsschutz.

Im März 2026 haben die deutschen Amtsgerichte 2.308 beantragte Unternehmensinsolvenzen registriert. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, waren das 15,8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Am stärksten betroffen waren die Bereiche Verkehr, Lagerei und Gastgewerbe.

Hilton hat eine Untersuchung zur Zukunft der Arbeitsplatzkultur veröffentlicht. Demnach bestimmen trotz des technologischen Wandels vor allem menschliche Faktoren die Produktivität und die Zufriedenheit im Beruf.

Die Beschäftigung im Gastgewerbe liegt weiterhin über dem Niveau vor der Corona-Pandemie. Gleichzeitig geht die Zahl der gemeldeten offenen Stellen zurück, während sich die Arbeitsmarktentwicklung in einzelnen Branchenbereichen unterschiedlich zeigt.

Die Thüringer halten in der Konjunkturflaute ihr Geld zusammen und gehen seltener essen oder buchen Hotelübernachtungen. Das macht die Lage im Gastgewerbe nicht leichter.