11 Prognosen: Pierre Nierhaus veröffentlicht Gastro-Trendreport 2021/2

| Gastronomie Gastronomie

Pierre Nierhaus, Berater und Trendexperte für die internationale Hospitality Branche, gibt in seinem Gastro-Trendreport 2021/2 (PDF) einen Überblick über die Trends für die Gastronomie aus konzeptioneller und unternehmerischer Sicht. Zusätzlich beleuchtet er die wichtigsten Entwicklungen in anderen Bereichen und Branchen, in denen F&B eine Schlüsselrolle spielt wie die Hotellerie, das Backbusiness und den Handel.

Nierhaus skizziert den Einfluss der veränderten Mega-Trends auf Konsum- und Ausgehverhalten und damit auf den Außer-Haus-Markt. Er prognostiziert eine Rückkehr der Gastronomie, stärker als vorher. Aber vieles wird anders sein: Generell bleiben Hygiene, Verpackung, Belüftung sowie Terrassen als Sicherheitsfaktoren relevant. Outdoor ist der neue Lifestyle.

In 11 Prognosen hat Nierhaus seine Beobachtungen für die Gastronomie zusammengefasst: Erlebnis wird wichtiger als Konsum. Rückkehr zu Einfachheit und Echtheit. Digitale Transformation geht weiter. Mittags wird gesnackt. Nachhaltiger Lifestyle gewinnt weiter an Bedeutung. Internationale Foodtrends ersetzen Urlaubsreise. Getränketrends sind Alkohol light oder zero Alkohol. Craft bleibt Trend, denn Manufaktur-Qualität überzeugt dauerhaft. Delivery und To Go bleiben als zusätzliches Standbein. Im Umgang mit den Mitarbeitern zählen Wertschätzung und ein neuer Führungsstil. Design wird nachhaltig und gemütlich. Ein neuer Trend ist Dining Alone Together.

Für den Tourismus prognostiziert Nierhaus die Aufwertung der Gastronomie zur Attraktion und Lifestyle-Faktor. Der Trend zum Hotel als Lebensraum und Hotspot bleibt. Aber alles in den Hotels wird digitaler und sicherer. Der Handel nutzt die Gastronomie als Zugpferd und bietet Einkaufen mit Erlebnis. Forciert durch Homeoffice und mehr Zeit zuhause werden Stadtteil-Bäcker gastro-lastiger und zum „drittten Ort“. Die Betriebsgastronomie hingegen sucht nach neuen Konzepten. Sobald Veranstaltungen und Feiern wieder erlaubt werden, werden Event-Caterer durchstarten.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Im Münchner Innenstadtgebäude Herzog Max hat das neue Gastronomiekonzept Super* eröffnet und vervollständigt damit die fünfjährige Transformation des ehemaligen Karstadt Sports. Das Konzept kombiniert Restaurant, Bar und Ladenflächen.

Das Sternerestaurant bi:braud von Alina Meissner-Bebrout zieht im Sommer 2026 aus der Ulmer Büchsengasse in das neue Maison Meissner direkt am Ulmer Münster um. Gemeinsam mit ihrem Mann Steffen Meissner entwickelt die Köchin das historische Gebäude „Bäumle“ zu einem Hotel mit 15 Zimmern sowie Restaurant- und Barkonzept.

Die Zeltvergabe auf dem Oktoberfest ist jetzt auch ein Fall für die Justiz. Gastronom Alexander Egger wehrt sich per Eilantrag gegen die Ablehnung seiner Bewerbung für das Volkssängerzelt «Schützenlisl» auf der Oidn Wiesn.

Die Schützenlisl auf der Oidn Wiesn bekommt zur Wiesn 2026 neue Betreiber. Der Münchner Stadtrat hat dem Wirte-Trio Michael Bietsch, Florian Fendt und Manfred Kneifel den Zuschlag für das Volkssängerzelt erteilt.

Laut dem aktuellen Bericht von Brand Finance erreichen die 25 wertvollsten Restaurantmarken weltweit zusammen einen Markenwert von 190,1 Milliarden US-Dollar. McDonald’s führt das Ranking erneut an, während Chick-fil-A das stärkste Wachstum verzeichnet.

Clara Schoper von der «Zephyr Bar» in München holt den Sieg beim renommierten Cocktailwettbewerb «Made in GSA». Ihr Drink scheint ein alter Bekannter: «Rum-Cola». Es sei jedoch ein Nachbau anno 2026.

Die Berliner Burgerkette Burgermeister expandiert nach Polen. Das Unternehmen plant nach eigenen Angaben mindestens 20 Standorte innerhalb von drei Jahren und strebt mittelfristig einen Jahresumsatz von bis zu 100 Millionen Euro an.

Das Hamburger Frühstückscafé kropkå von Katrin Koch hat die Aktion „Lokalhelden gesucht“ von VistaPrint und Cornelia Poletto gewonnen. Die Auszeichnung ist laut Veranstalter mit 20.000 Euro Preisgeld verbunden.

Schampusduschen verboten, Blasmusik schon eine Stunde früher und -mal wieder - Streit um die Zeltvergabe: Noch ist nicht mal Sommer, da zurrt München die Planung für die Wiesn im Herbst fest.

35 Jahre Jeunes Restaurateurs (JRE) Deutschland stehen nicht nur für kulinarische Entwicklung, sondern auch für den Wandel innerhalb der Spitzengastronomie. Warum diese heute mehr leisten muss als gutes Essen, erklärt Oliver Röder, Präsident der JRE-Deutschland.