Anklage erhoben nach Angriff auf Wirt von jüdischem Restaurant in Chemnitz

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Rund zweieinhalb Jahre nach dem Angriff auf den Wirt eines jüdischen Restaurants in Chemnitz ist Anklage gegen einen 29 Jahre alten mutmaßlichen Rechtsextremisten erhoben worden. Wie die Generalstaatsanwaltschaft Dresden mitteilte, stammt er aus Stade. Dem Mann werden gefährliche Körperverletzung, schwerer Landfriedensbruch und Sachbeschädigung vorgeworfen. Das Gesetz sieht im Falle einer Verurteilung dafür eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu 10 Jahren vor. Der Mann sei zum Teil einschlägig vorbestraft, hieß es. Er habe sich bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Der 29-Jährige soll am späten Abend des 27. August 2018 in Chemnitz gemeinsam mit mindestens neun weiteren Menschen Schottersteine und eine Bierflasche in Richtung des Wirtes geworfen haben, der vor seinem Restaurant stand (Tageskarte berichtete). Der Restaurantbesitzer soll aus der Gruppe der Angreifer heraus zudem antisemitisch beschimpft worden sein. «Einer der Schottersteine traf den Wirt an der Schulter, wodurch er mehrere Tage Schmerzen erlitt. Weitere Steinwürfe führten zu Sachbeschädigungen an dem Restaurant», hieß es. Der Sachschaden habe bei 500 Euro gelegen.

Ende August und im September 2018 war es in Chemnitz zu schweren Ausschreitungen gekommen. Hintergrund war der gewaltsame Tod eines 35 Jahre alten Deutschen am Rande des Chemnitzer Stadtfestes. Für die Tat wurden Asylbewerber verantwortlich gemacht. Ein Syrer wurde im August 2019 wegen Totschlags und schweren Körperverletzung zu neuneinhalb Jahren Haft verurteilt.

Wegen der Gewaltexzesse, an denen Rechtsextreme aus ganz Deutschland teilnahmen, war Chemnitz international in die Schlagzeilen geraten. Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft wurden in diesem Zusammenhang bisher 18 Straftäter unter anderem wegen Landfriedensbruchs, Bedrohung und Körperverletzung verurteilt. (dpa)


 

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