Auch in Hessen sterben die Gasthöfe

| Gastronomie Gastronomie

Nicht nur in Bayern sterben die Wirtshäuser, auch in Hessen schließen immer mehr Gasthöfe für immer ihre Pforten. Ganz im Gegensatz zur Autoindustrie würden Hotels und Gaststätten aber mit ihren Problemen allein gelassen, kritisierte DEHOGA-Hessen-Präsident Gerald Kink nun in der Frankfurter Neuen Presse. Kink betreibt zusammen mit seiner Ehefrau das Hotel Oranien in Wiesbaden und ist Präsident des hessischen Dehoga-Landesverbandes. So zählte der Verband vor zehn Jahren noch 3.000 Gasthäuser, mittlerweile sind es nur noch 1.200. Betroffen ist in erster Linie der ländliche Raum. Und ein Ende sei laut Kink nicht in Sicht. Darunter leiden vor allem die Gäste, die nach gutbürgerlicher Küche Ausschau halten. So sei es etwa bei einem Ausflug in den Taunus ratsam, sich vorher schlau zu machen und genau zu planen. Schließlich seien die Gasthöfe heutzutage rar gesät. 

Für die Anwohner bedeutet der Verlust ihres Gasthauses immer auch ein Verlust an Lebensqualität. Die Gründe sind die gleichen wie überall: Probleme mit der Nachfolge, Fachkräftemangel, finanzielle Engpässe und die Bürokratie. Um die Probleme zu lösen, forderte Kink größere Unterstützung durch die Landesregierung. Da sind ihm die Bayern allerdings schon weit voraus

Zurück

Vielleicht auch interessant

Nach fünf Jahren Planung und Sanierung ist der Berggasthof Streichen im Chiemgau wieder geöffnet. Das Haus bietet 90 Plätze im Gasthof, 140 Sitzplätze im Biergarten und elf Gästezimmer; neuer gastronomischer Partner ist Augustiner-Bräu.

Nach wochenlangem Hickhack ist nun auch die Vergabe für ein letztes Wiesnzelt geklärt: Der Gastronom Klaus Bartl bekommt doch noch sein Wiesnzelt – und muss jetzt im Rekordtempo aufbauen. Der Grundsatzstreit um die Zeltvergabe ist dennoch nicht beigelegt.

Das Berliner Hotel Luc ersetzt sein bisheriges Gastronomiekonzept Heritage durch das neue Angebot You. Das Restaurant und Bar-Konzept soll künftig flexibler auf urbane Gästeanforderungen reagieren.

YouLend und Just Eat Takeaway.com haben eine Zwischenbilanz ihrer Kooperation vorgelegt. Seit dem Start der Partnerschaft im Jahr 2022 wurden demnach europaweit Finanzierungen in einer Gesamthöhe von mehr als 150 Millionen Euro an Gastronomiebetriebe vermittelt.

Die Mehrheit der Deutschen befürwortet Adults-only-Gastronomie – und würde lieber ihren Vierbeiner mitnehmen als den Nachwuchs des Tischnachbarn zu tolerieren. Die Zustimmung zu Angeboten nur für Erwachsene unterscheidet sich der Umfrage zufolge deutlich nach Altersgruppen.

Klagen, Rücktritte, geplatzte Träume: Ein Münchner Wirt sorgt für Wirbel auf dem Oktoberfest. Was steckt hinter dem überraschenden Rückzug – und wer könnte profitieren?

Der Dehoga Bayern hat die Sieger des Wettbewerbs zum Lieblingsbiergarten 2026 bekannt gegeben. Mehr als 16.300 Gäste stimmten über insgesamt 72 teilnehmende Betriebe in drei Größenkategorien ab.

Mitchells & Butlers hat in der Augsburger Innenstadt eine neue Filiale ihrer Marke Alex eröffnet. In die Zusammenlegung und den aufwändigen Umbau der zwei ehemaligen Gewerbeflächen investierte das Unternehmen rund 1,7 Millionen Euro.

Wenige Wochen vor dem Oktoberfest muss die Stadt München kurzfristig einen neuen Betreiber für die Fläche der Münchner Stubn finden. Nach dem Rückzug von Alexander Egger läuft die Suche unter engem Zeitplan – ein möglicher Nachrücker steht bereits im Fokus.

Ministerpräsident Boris Rhein und DEHOGA Hessen haben in Bensheim die besten Dorfgasthäuser Hessens 2026 ausgezeichnet. Beide hoben die Bedeutung der Betriebe als Treffpunkte, Arbeitgeber und Bestandteile des gesellschaftlichen Lebens in ländlichen Regionen hervor.