Auch in Hessen sterben die Gasthöfe

| Gastronomie Gastronomie

Nicht nur in Bayern sterben die Wirtshäuser, auch in Hessen schließen immer mehr Gasthöfe für immer ihre Pforten. Ganz im Gegensatz zur Autoindustrie würden Hotels und Gaststätten aber mit ihren Problemen allein gelassen, kritisierte DEHOGA-Hessen-Präsident Gerald Kink nun in der Frankfurter Neuen Presse. Kink betreibt zusammen mit seiner Ehefrau das Hotel Oranien in Wiesbaden und ist Präsident des hessischen Dehoga-Landesverbandes. So zählte der Verband vor zehn Jahren noch 3.000 Gasthäuser, mittlerweile sind es nur noch 1.200. Betroffen ist in erster Linie der ländliche Raum. Und ein Ende sei laut Kink nicht in Sicht. Darunter leiden vor allem die Gäste, die nach gutbürgerlicher Küche Ausschau halten. So sei es etwa bei einem Ausflug in den Taunus ratsam, sich vorher schlau zu machen und genau zu planen. Schließlich seien die Gasthöfe heutzutage rar gesät. 

Für die Anwohner bedeutet der Verlust ihres Gasthauses immer auch ein Verlust an Lebensqualität. Die Gründe sind die gleichen wie überall: Probleme mit der Nachfolge, Fachkräftemangel, finanzielle Engpässe und die Bürokratie. Um die Probleme zu lösen, forderte Kink größere Unterstützung durch die Landesregierung. Da sind ihm die Bayern allerdings schon weit voraus

Zurück

Vielleicht auch interessant

Biertreber als Appetizer, Futter nach Geheimrezept: Auf Gut Karlshof leben die Ochsen, die bald auf der Wiesn verspeist werden. Warum einer Sebastian heißt - und wie seine Haut zur Schürze wird.

Frans Zimmer, bekannt unter dem Künstlernamen Alle Farben, tritt beim Festival Chefs in Town 2026 in Düsseldorf mit zwei kulinarischen Formaten an. Gemeinsam mit Florian Conzen und Mike Süsser gestaltet der Musiker ein Restaurant-Takeover sowie ein Angebot am Foodtruck.

Beim Auswärts-Essen kommt am Ende die Rechnung, und viele geben netten Bedienungen dann auch etwas mehr. Das geht nicht nur bar. Verbraucherschützer kritisieren «Design-Tricks» bei digitalen Optionen.

Die Eat Happy Group führt mit Mrs. Yumami eine neue Marke für koreanische Lebensmittel ein. Zum Start kommt Korean Style Fried Chicken in den Sorten Sweet & Spicy und Soy & Garlic in deutsche Supermärkte.

Lufthansa nimmt ab September fünf warme Speisen in das Onboard-Delights-Angebot auf. In der Economy Class können Passagiere unter anderem Currywurst von Dönninghaus und einen Cheeseburger von Hans im Glück vorbestellen.

​​​​​​​Der Kochberuf scheint bei jungen Menschen wieder stärker gefragt zu sein. In Dresden beginnen in diesem Sommer 186 Nachwuchskräfte eine Ausbildung zum Koch oder zur Köchin. Der Beruf gewinnt nach Einschätzung des Tourismusverbandes wieder an Attraktivität.

Feinkost Käfer baut seine Aktivitäten in Japan aus. In Fukuoka hat die erste Käfer Alps Kitchen eröffnet. Das Engagement des Münchner Unternehmens in Japan reicht bis 1992 zurück – und bereits 2016 gab es Pläne für eine eigene Coffee-Shop-Kette.

Bei den Uber Eats Awards 2026 wurden durch ein öffentliches Online-Voting 16 Betriebe als Bundesland-Gewinner für das Halbfinale ermittelt. Eine Jury um Sternekoch Tim Raue kürt im Finale in Berlin den Sieger des mit 40.000 Euro dotierten Titels.

Das Gastronomiekonzept The Dawn eröffnet einen neuen Standort mit 250 Sitzplätzen auf dem Dach des Kalle Neukölln in Berlin. Neben ganztägigem Frühstück setzt der Betrieb auch auf kulturelle Veranstaltungen.

Das Berlin Food Network ist mit rund 100 Gästen in der Hauptstadt gestartet. Der neue Verein will Akteure der gesamten Food-Branche vernetzen, ihre Sichtbarkeit erhöhen und sie auch bei politischen Terminen vertreten. Eine GRW-Förderung für den weiteren Aufbau ist bereits bewilligt.