Baden-Württemberg verschärft Maskenpflicht in Restaurants

| Gastronomie Gastronomie

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie verschärft die grün-schwarze Landesregierung die Maskenpflicht in Gaststätten. Wer in Restaurants nicht auf einem Platz sitzt, sondern etwa zu einem Tisch oder zur Toilette geht, muss ab 30. September einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Die Maskenpflicht gilt dann auch in Freizeitparks und Vergnügungsstätten in geschlossenen Räumen und in Wartebereichen. «Es gibt ein Zutritts- und Teilnahmeverbot bei Verstoß gegen die Maskenpflicht», teilte die Landesregierung am Dienstagabend in Stuttgart mit. Veranstaltungen mit mehr als 500 Teilnehmern bleiben untersagt. Zugleich wurde Corona-Verordnung des Landes bis zum 30. November verlängert.

Bei einem Verstoß gegen die neue Regelung kann ein Bußgeld fällig werden. Der Bußgeldkatlog müsse noch aktualisiert werden. Der Rahmen wird sich zwischen 50 und 250 Euro bewegen, wie das Sozialministerium mitteilte. Bisher gilt lediglich, dass eine Maskenpflicht für die Mitarbeiter in den Gaststätten und Restaurants bei direktem Kundenkontakt besteht. Aber oftmals mussten bislang auch schon Gäste eine entsprechende Bedeckung tragen, wenn sie auf dem Weg zur Toilette sind oder zum Tisch hinlaufen. «In der Praxis ist häufig zu beobachten, dass viele Gaststättenbetreiber die Maskenplicht von ihren Kundinnen und Kunden einfordern, was im Wege des Hausrechts auch zulässig ist», sagte eine Sprecherin des Sozialministeriums weiter.

Der baden-württembergische Hotel- und Gaststättenverband steht hinter den neuen Vorgaben. Über Verschärfungen freue sich keiner, sagte ein Sprecher und betonte aber: «Alles was zur Eindämmung von Corona medizinisch notwendig ist tragen wir mit.» Entscheidend sei nun vor allem, wie gehe es im Herbst und Winter weiter. Wichtig sei, dass die Gäste den Betrieben die Treue hielten. Die Lage in der Branche sei weiterhin sehr angespannt. «Diskotheken und Clubs sind weiterhin geschlossen. Sie brauchen dringend eine Öffnungsperspektive.»

Der Sprecher sagte weiter, viele Betriebe in der Branche hätten immer noch Mitarbeiter in Kurzarbeit. Die Corona-Auflagen führten zu deutlichen Einschränkungen. So koste der Mindestabstand 40 Prozent der Sitzplatzkapazität. Er lobte ausdrücklich die Unterstützung der Hotels- und Gaststätten durch die grün-schwarze Landesregierung.

Diese stellte finanzielle Hilfe in Höhe von 330 Millionen Euro für das Hotel- und Gaststättengewerbe bereit. Davon sei rund ein Drittel der Mittel bereits abgerufen, wie eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums erklärte.  «Nach einem vielerorts umsatzfreundlichen Sommer in der Außengastronomie und im Binnentourismus geht das Programm mit einem Restvolumen von 70 Prozent in eine schwierige Herbst- und Wintersaison.» Vor diesem Hintergrund wurde auch die Antragsfrist für das Programm verlängert. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Wenige Wochen vor dem Oktoberfest muss die Stadt München kurzfristig einen neuen Betreiber für die Fläche der Münchner Stubn finden. Nach dem Rückzug von Alexander Egger läuft die Suche unter engem Zeitplan – ein möglicher Nachrücker steht bereits im Fokus.

Ministerpräsident Boris Rhein und DEHOGA Hessen haben in Bensheim die besten Dorfgasthäuser Hessens 2026 ausgezeichnet. Beide hoben die Bedeutung der Betriebe als Treffpunkte, Arbeitgeber und Bestandteile des gesellschaftlichen Lebens in ländlichen Regionen hervor.

Frittenwerk hat sein 50. Restaurant in Deutschland eröffnet. Der neue Standort im Halle Leipzig The Style Outlets bietet rund 80 Sitzplätze und schafft etwa 20 Arbeitsplätze.

Der Michelin Guide ist erstmals in Neuseeland vertreten und markiert damit den offiziellen Start der Publikation in Ozeanien. Im Zuge der Premiere zeichneten die Inspektoren insgesamt 110 Restaurants in den vier Regionen Auckland, Wellington, Christchurch und Queenstown aus.

Das Regensburger Restaurant Storstad stellt seine kulinarische Führung neu auf. Mit Simone Kubitzek und Hella Eggers übernimmt eine Doppelspitze das Kommando in der Küche.

Ein Forschungsteam der Stanford University hat ein KI-Modell entwickelt, das Burger nach Geschmack, Nachhaltigkeit und Nährwert optimiert. Im Blindtest schnitten einzelne KI-Burger ähnlich gut oder besser ab als ein Big Mac. Ein öffentlich zugängliches Online-Werkzeug steht nun zur Verfügung, das personalisierte Burger-Rezepte erstellen kann.

Die Getränkebestellungen in der Gastronomie verändern sich. Während Kaffee und Bier ihre Spitzenpositionen behaupten, gewinnen Matcha, neue Spritz-Varianten und Premium-Getränke nach einer Auswertung von orderbird an Bedeutung.

Die britische Restaurantkette Loungers erwägt den Schritt auf den deutschen Markt. Das Unternehmen plant nach eigenen Angaben für die zweite Jahreshälfte 2026 die Suche nach einem ersten Standort.

Die Wirtschaftskammer Wien hat die Preisträger der diesjährigen Branchenpreise Goldener Schani und Goldene Jetti bekannt gegeben. Mit diesen Auszeichnungen werden Betriebe gewürdigt, die durch ihre Außenbereiche oder Freizeitkonzepte zur Attraktivität der Stadt beitragen.

Nach einem juristischen Krimi läuft nun der Oktoberfest-Aufbau. Wie auf Münchens größter Baustelle die Wiesn-Mini-Stadt wird – und was München-Besucher wissen müssen.