Michelin Guide startet mit zahlreichen Auszeichnungen in Neuseeland

| Gastronomie Gastronomie

Der Michelin Guide ist erstmals in Neuseeland vertreten und markiert damit den offiziellen Start der Publikation in Ozeanien. Im Zuge der Premiere zeichneten die Inspektoren insgesamt 110 Restaurants in den vier Regionen Auckland, Wellington, Christchurch und Queenstown aus. Mit dem Essence in Queenstown unter der Leitung von Executive Chef Paul Froggatt erhielt ein Haus zwei Michelin-Sterne, während weitere 14 Betriebe mit einem Stern bedacht wurden.

Vier Regionen bilden Auftakt für erste Auswahl

Die kulinarische Bewertung deckt ein breites Spektrum an gastronomischer Qualität ab. Neben den insgesamt 15 prämierten Sternerestaurants wurden 35 Betriebe mit einem Bib Gourmand für ein besonders gutes Preis-Leistungs-Verhältnis ausgezeichnet. Weitere 60 Restaurants nahm die Redaktion als Michelin Selected in den offiziellen Guide auf. Gwendal Poullennec, International Director des Michelin Guide, hob hervor, dass eine derart hohe Zahl an Sternen bei einer Landespremiere selten sei. Die Inspektionen hätten eine moderne kulinarische Landschaft offenbart, die durch regionale Terroirs und eine starke Verbindung zur Natur geprägt sei.

Die Verteilung der 14 mit einem Michelin-Stern ausgezeichneten Häuser zeigt eine regionale Vielfalt. In Auckland wurden das Ahi, Mudbrick, Paris Butter, Tala und The Estate prämiert. In Wellington erhielten das Jano Bistro, Logan Brown sowie das Ortega die Auszeichnung. Die Stadt Christchurch ist mit Inati und Tussock Hill im Guide vertreten, während in Queenstown neben dem mit zwei Sternen bedachten Essence auch Amisfield, Kika, Rata und Sherwood einen Stern erhielten.

Regionale und natürliche Produkte

Die neuseeländische Gastronomie zeichne sich nach Einschätzung der Tester durch eine außergewöhnliche Reinheit der Küche aus. Im Fokus stehe dabei die Verwendung hochwertiger, saisonaler Zutaten. Das Prinzip Tiakitanga, ein Begriff aus der Kultur der Māori für Fürsorge und Naturschutz, spiele in der lokalen Küchenphilosophie eine zentrale Rolle. Dies zeige sich etwa im Restaurant Ahi in Auckland, das Wert auf lückenlose Rückverfolgbarkeit seiner Erzeugnisse lege. Auch das Prinzip Manaakitanga, das für Gastfreundschaft und Großzügigkeit stehe, präge die Branche, wie etwa die Auszeichnung von Stina Persen vom Wellingtoner Restaurant Graze mit dem Michelin Guide Service Award unterstreiche.

René de Monchy, Chief Executive von Tourism New Zealand, erklärte, dass die Auszeichnungen die Menschen, die Natur und die Kultur würdigen würden, die das Erlebnis in Neuseeland so besonders machten. Das Land lade Gäste aus aller Welt ein, diese kulinarische Vielfalt zu entdecken, die von den Weinregionen bis zu den Küstengebieten reiche. Auch nach der ersten Ausgabe der Publikation bleibe das kulinarische Potenzial des Landes nach Einschätzung von Branchenvertretern hoch.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Bayerische Oberste Landesgericht hat die Vergabe der Festzelte Paulaner und Schottenhamel für das Oktoberfest 2026 bestätigt. Ein Wirt hatte eine europaweite Ausschreibung gefordert.

Vier Gastronomiebetriebe haben das Finale der Uber Eats Awards 2026 erreicht und treten am 26. Oktober 2026 in Berlin gegeneinander an. Eine Jury um Tim Raue entscheidet über die Vergabe von insgesamt 55.000 Euro Preisgeld.

Der Leaders Club Deutschland besteht seit 25 Jahren und zählt inzwischen mehr als 450 Mitglieder aus über 230 Unternehmen. Das Jubiläum wird am 13. November 2026 im Rahmen des Leaders Club Award in Hamburg gefeiert.

Die Althoff Hotels starten mit dem Althoff Eats Club ein kostenfreies Angebot rund um Kulinarik, Wein und Reisen. Grand Chef Joachim Wissler teilt Restaurantempfehlungen und stellt Produzenten sowie kulinarische Entdeckungen vor.

Pizza Pilgrims kündigt sein erstes deutsches Restaurant für den 2. November 2026 in München an. Ein zweiter Standort soll im Januar 2027 folgen; insgesamt strebt die Marke bis zu 50 Standorte in Deutschland an.

Bayerns Gastronomie verzeichnete im August 2026 einen realen Umsatzrückgang von 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Beherbergung erzielte dagegen preisbereinigt ein Plus von 2,6 Prozent.

Die Deutsche Kreditbank (DKB) hat gemeinsam mit Sodexo den neuen Campus „Upbeat“ in der Berliner Europacity eröffnet. Sodexo übernimmt die gastronomische Versorgung sowie weitere Bewirtungsleistungen am Standort.

Das Bristol Berlin hat am Kurfürstendamm das Restaurant Flaneur eröffnet. Die Brasserie bietet französisch geprägte Küche und verfügt über 120 Plätze im Innenbereich sowie 86 Terrassenplätze.

Das Hotel der Stern in Bad Hersfeld kündigt die Schließung des L’étable zum 2. Januar 2027 an und nennt fehlende Gäste als Grund. Küchenchef, Restaurantleiter und Mitarbeiter würden im Haus bleiben und an einem neuen gastronomischen Konzept mitarbeiten.

An einer Tankstelle in München kann man sich von einem Kochroboter Käsespätzle, Kaiserschmarrn oder eine asiatische Tom-Kha-Gai-Suppe kochen lassen. In etwa fünf Minuten bereitet der autonome Koch eine warme Mahlzeit zu.