Barkeeper wird Seelsorger: Tresengespräche jetzt auch am Telefon

| Gastronomie Gastronomie

Die Kneipe Goldene Krone in Darmstadt bietet jeden Freitag für ihre Gäste eine Telefonsprechstunde an. Barkeeper Dennis Pomplitz hat für jeden ein offenes Ohr und sitzt bis tief in die Nacht am Telefon, um für seine Gäste da zu sein. Ursprünglich als Werbeaktion geplant, hilft er so einsamen Menschen aus der Langeweile.

„Ruft uns an und erzählt eure beste Club/Kneipen Geschichte. Fragt uns, was ihr wollt! Chattet mit uns! Trinkt mit uns zusammen!“ – Damit warb die Goldene Krone während des Lockdowns für ihre Kneipe. Wie der Stern berichtet, wollte Pomplitz ursprünglich nur eine Stunde lang telefonieren, doch es riefen immer mehr Menschen an. Die Goldene Krone sei für viele ein Anlaufpunkt. Vor allem für „alleinstehende Menschen um die 40“ sei es ein Problem, dass die Bar nun wegfalle, sagte er der FAZ. Es sei hart mitzubekommen, wie das die Leute herunterziehe.

Mittlerweile haben sich seine Tresengespräche am Freitagabend rumgesprochen und der Barkeeper ist nicht nur Gesellschafter, sondern auch Seelsorger. „Ich bin kein Therapeut, der versucht etwas zu ändern. Ich gebe einfach meine Meinung weiter. Und die Gäste wissen, dass ihre Themen nicht nach außen getragen werden“, erklärte Pomplitz, der sich freut, dass er einen Weg gefunden hat, um mit seinen Kunden in Kontakt zu bleiben. Es sei zwar nicht dasselbe. Aber es komme nah dran.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Im Münchner Innenstadtgebäude Herzog Max hat das neue Gastronomiekonzept Super* eröffnet und vervollständigt damit die fünfjährige Transformation des ehemaligen Karstadt Sports. Das Konzept kombiniert Restaurant, Bar und Ladenflächen.

Das Sternerestaurant bi:braud von Alina Meissner-Bebrout zieht im Sommer 2026 aus der Ulmer Büchsengasse in das neue Maison Meissner direkt am Ulmer Münster um. Gemeinsam mit ihrem Mann Steffen Meissner entwickelt die Köchin das historische Gebäude „Bäumle“ zu einem Hotel mit 15 Zimmern sowie Restaurant- und Barkonzept.

Die Zeltvergabe auf dem Oktoberfest ist jetzt auch ein Fall für die Justiz. Gastronom Alexander Egger wehrt sich per Eilantrag gegen die Ablehnung seiner Bewerbung für das Volkssängerzelt «Schützenlisl» auf der Oidn Wiesn.

Die Schützenlisl auf der Oidn Wiesn bekommt zur Wiesn 2026 neue Betreiber. Der Münchner Stadtrat hat dem Wirte-Trio Michael Bietsch, Florian Fendt und Manfred Kneifel den Zuschlag für das Volkssängerzelt erteilt.

Laut dem aktuellen Bericht von Brand Finance erreichen die 25 wertvollsten Restaurantmarken weltweit zusammen einen Markenwert von 190,1 Milliarden US-Dollar. McDonald’s führt das Ranking erneut an, während Chick-fil-A das stärkste Wachstum verzeichnet.

Clara Schoper von der «Zephyr Bar» in München holt den Sieg beim renommierten Cocktailwettbewerb «Made in GSA». Ihr Drink scheint ein alter Bekannter: «Rum-Cola». Es sei jedoch ein Nachbau anno 2026.

Die Berliner Burgerkette Burgermeister expandiert nach Polen. Das Unternehmen plant nach eigenen Angaben mindestens 20 Standorte innerhalb von drei Jahren und strebt mittelfristig einen Jahresumsatz von bis zu 100 Millionen Euro an.

Das Hamburger Frühstückscafé kropkå von Katrin Koch hat die Aktion „Lokalhelden gesucht“ von VistaPrint und Cornelia Poletto gewonnen. Die Auszeichnung ist laut Veranstalter mit 20.000 Euro Preisgeld verbunden.

Schampusduschen verboten, Blasmusik schon eine Stunde früher und -mal wieder - Streit um die Zeltvergabe: Noch ist nicht mal Sommer, da zurrt München die Planung für die Wiesn im Herbst fest.

35 Jahre Jeunes Restaurateurs (JRE) Deutschland stehen nicht nur für kulinarische Entwicklung, sondern auch für den Wandel innerhalb der Spitzengastronomie. Warum diese heute mehr leisten muss als gutes Essen, erklärt Oliver Röder, Präsident der JRE-Deutschland.