Berlin Food Week und Berliner Senat starten Kampagne zur Ausbildungsförderung

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Im Rahmen der diesjährigen Berlin Food Week vom 10. bis 16. Oktober 2022 findet erstmals die Kampagne "Gönn dir Gastro" statt. Die Aktion soll junge Menschen für eine Ausbildung in der Gastronomie begeistern.

Im Kern steht dabei das praktische Ausprobieren: Ein eigens kuratiertes und organisiertes Programm mit über 20 Workshops in mehr als 20 Betrieben im Laufe der Woche lädt potentielle Auszubildende ein, in den Job reinzuschnuppern. Die Teilnahme an den Workshops ist gratis. Die Themen wurden vom Team der Berlin Food Week gemeinsam mit Gastronomen entwickelt. Sie zeigen, dass eine Ausbildung in der Gastronomie mehr sein kann als Teller tragen oder Gemüse schnippeln. Die Workshop-Angebote reichen von der Zubereitung von Crêpes Suzette “am Gast” in der Brasserie Ganymed am Schiffbauerdamm, einem Bar-Workshop mit Fokus auf alkoholfreien Drinks inklusive Insights frisch ausgelernter Azubis im Bonvivant Cocktail-Bistro in Schöneberg bis hin zu einem Sensorik-Workshop im BRLO BRWHOUSE am Gleisdreieck-Park.

Interessierte können sich ab sofort anmelden auf der Website www.gönndirgastro.de. Die Workshops finden vor allem nachmittags und am Wochenende statt, so dass sie mit der freien Zeit von vor allem Schüleren vereinbar sind. Auf der Aktionsseite gibt es zudem Zusatzinformationen und hilfreiche Links rund um die Ausbildung in Gastronomie und Hotellerie, dazu kooperieren die Macher mit dem DEHOGA und der IHK. Finanziert wird die Kampagne von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe. 

Stephan Schwarz, Senator vor Wirtschaft, Energie und Betriebe: „Berlins Gastronomie ist genauso bunt und spannend wie die Stadt selbst - von der beliebten Curry-Bude bis zum angesagten Gourmet-Restaurant. Eine echte Foodie-Stadt, die auch international viel Beachtung findet und das hat auch für die Wirtschaftskraft der Stadt große Bedeutung. Diese Entwicklung stärken wir gezielt mit unserem Neustartprogramm und wollen so mehr Menschen für eine Ausbildung in der Gastronomie gewinnen, denn der Mangel an Fachkräften ist inzwischen die größte Herausforderung der Branche. Mit der Initiative Gönn dir Gastro zeigt die Berlin Food Week welche vielseitigen Möglichkeiten die Gastronomie bietet und spricht Nachwuchskräfte kreativ und praxisorientiert an. Das ist ein vielversprechender Ansatz, den wir als Wirtschaftsverwaltung sehr gerne unterstützen.”

Neben der Idee, in Workshops ganz praktisch zu zeigen, wie vielfältig die Gastronomie ist, soll die Kampagne auch grundsätzlich aufklären und begeistern für eine Ausbildung in der Branche. “Durch die Arbeit an unserem Food-Festival erleben wir seit vielen Jahren, wie viel Herzblut und Kreativität in der Gastronomie unserer Stadt steckt. Die ganze Welt sieht das schon länger. Aber junge Leute hier vor Ort, die vielleicht keinen Bezug zum Thema Essengehen haben, nehmen die Branche nach unserer Meinung schlechter wahr, als sie ist. Das wollen wir ändern, denn wir sind davon überzeugt, dass eine Ausbildung in der Gastro – und auch der spätere Job – abwechslungsreicher und spannender ist, als man denkt.”, so Alexandra Laubrinus, Kuratorin des Workshop-Programms und Geschäftsführerin der Berlin Food Week GmbH. 

“Wir wollen die Generation Z dort abholen, wo sie sich aufhält. Mit der Tonalität, die sie anspricht. Das ist aus unserer Sicht ein Potential, das bisher von anderen Kampagnen zur Ausbildungsförderung noch nicht ausgeschöpft wurde. So kam der Titel der Kampagne und das Visual zustande. Und deswegen setzen wir bei der Kommunikation der Kampagne auf die Kanäle TikTok und Instagram, Kooperationen mit Influencer*innen und digitale Displays, beispielsweise in Spätis.”, ergänzt Michael Hetzinger, Verantwortlicher für die Kommunikation und Geschäftsführer der Berlin Food Week GmbH. 

Die Berlin Food Week findet in diesem Jahr vom 10. bis 16. Oktober statt. Neben Berlin sind auch Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart Schauplätze des Programms. Abwechslung von jenseits der Grenze liefert Länderpartner Österreich. Das Alpenland zeigt sich von einer frischen und ungewöhnlichen Seite. Lust auf nachhaltiges Reisen machen die neun Bundesländer und ihre einzigartigen Gerichte, Produzenten und Gastronomen. Neben einer Berliner Interpretation eines typischen Frühschoppen in der Weinbar Freundschaft steht Alpensushi im Restaurant Weinlobbyist, ein Workshop mit dem Wiener Restaurant JOLA und mehr auf dem Eventplan. 

Das Stadtmenü hat in diesem Jahr das Motto Vom Rinde verweht (Tageskarte berichtete). Beim Restaurant-Happening servieren Restaurants in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart Menüs, in denen alternative Proteinquellen sowie Fleischersatzprodukte – auch genannt New Meat– die Hauptrolle spielen. Kooperationspartner ist das israelische Unternehmen Redefine Meat. Das Orania Restaurant in Berlin tischt Carpaccio von Wildpilzen mit Enokipilzen und Shizo als Vorspeise und Redefine Meat Flanksteak mit Rosenkohl und Johannisbeeren als Hauptgang auf. Auf der Karte des SchmitZ&CO, ebenfalls in Berlin, steht zum Stadtmenü Kürbis, Burrata, Tomate sowie Rosenkohl, Cashewnuss, Zwiebel auf der Karte. Weitere Zusagen gibt es beispielsweise von den Restaurants Wir Komplizen und Margarete in Frankfurt, togather, nineOfive, Birdie Deli und Hans Kebab in München, Landhaus Scherrer, Heimatjuwel, Hobenköök sowie 100/200 kitchen in Hamburg sowie Bonvivant, Kochu Karu, 12seasons, Estelle Dining, Brasserie Colette Tim Raue, Cordo, Brikz, Schneeweiss und Eins44 in Berlin. 


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