Berliner Gastronomie: Giffey plant längere Öffnungszeiten für Außenbereiche

| Gastronomie Gastronomie

In Berlin sollen Gastronomiebetriebe ihre Gäste bald länger draußen bewirten können. Das sagte Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey am Morgen im RBB-«Inforadio». «Wir wollen es nach dem Vorbild von Brandenburg machen, das heißt: werktags Außengastro bis 23 Uhr generell in Berlin und freitags, samstags und vor Feiertagen bis 24 Uhr», sagte die SPD-Politikerin. 

Die Regelungen sollen in allen Bezirken gleichermaßen gelten. Wenn es Probleme mit Anwohnerinnen und Anwohnern gebe, soll es die Möglichkeit für Einzelfallregelungen geben, die die Öffnungszeit im Außenbereich einschränken. 

Giffey hofft auf längere Öffnungen noch im kommenden Sommer

Derzeit ist die Situation im Kern genau umgekehrt: Gastronomiebetriebe dürfen in ihren Außenbereichen in der Regel bis 22.00 Uhr Gäste bewirten, darüber hinaus sind Sondergenehmigungen nötig.

Giffey hofft darauf, dass die Änderung für die Berlinerinnen und Berliner noch diesen Sommer spürbar wird. Der Senat werde die Pläne im Februar beschließen, das Abgeordnetenhaus nach aktuellem Zeitplan noch vor der Sommerpause. Direkt nach dem Parlamentsbeschluss soll das Gesetz Giffey zufolge in Kraft treten. 

Die Ausweitung der Bewirtungsmöglichkeiten in Außenbereichen ist Teil des geplanten Berliner Gaststättengesetzes. Im Gegensatz zu zahlreichen anderen Bundesländern hat Berlin ein solches bisher nicht. Die Rechtsgrundlage ist derzeit das Bundesgaststättengesetz aus dem Jahr 1971. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Hamburger Foodservice Preis 2026 ehrt Karls Erlebnis-Dörfer und Haferkater für ihre wirtschaftlichen Erfolge. Der diesjährige Ehrenpreis ging an Henry McGovern, der über drei Jahrzehnte die Entwicklung der Restaurantgruppe AmRest beeinflusste.

Die Initiative „Lokalhelden gesucht“ startet in die zweite Runde: Kleine Gastronomiebetriebe können ab sofort ein Preisgeld von 20.000 Euro sowie Sachleistungen gewinnen, um ihre wirtschaftliche Zukunft zu sichern.

Das Althoff Seehotel Überfahrt schließt die Neugestaltung der Überfahrer Bar ab. Neben einem neuen Designkonzept setzt Barchef Christian Chilla auf eine Mischung aus Klassikern und monatlich wechselnden Eigenkreationen.

Im Terminal 1 des BER hat die neue Bar Adler & Bär eröffnet. Auf 210 Quadratmetern bietet Betreiber Casualfood Klassiker mit regionalem Bezug, die in Form von kleinen Portionen oder Zwischenmahlzeiten serviert werden.

Das Kölner Restaurant NOI sichert sich den Deutschen Gastro-Gründerpreis 2026 auf der Internorga. Das Konzept überzeugt durch die Verbindung von italienischer Tradition, Gemeinschaftsgefühl und effizienter Datenanalyse per KI.

Das frühlingshafte Wetter lockt Menschen in die Eisdielen. Neben neuen Sorten warten dort mancherorts auch erneut gestiegene Preise. Doch es gibt auch Möglichkeiten zum Sparen.

16 Köche kämpfen in der Münchener Allianz Arena um den Einzug in das Finale des „Koch des Jahres“. Der Wettbewerb setzt 2026 auf ein neues Konzept rund um Kindheitserinnerungen und internationale Vielfalt.

Mit der Eröffnung im Mandarin Oriental Conservatorium bringt Yotam Ottolenghi sein Gastronomiekonzept erstmals nach Amsterdam. Das Restaurant setzt auf regionale Produkte, ein pflanzenfokussiertes Menü und ein Design des langjährigen Partners Alex Meitlis.

Wegen Sanierungen im Nassauer Hof zieht das Wiesbadener Sternerestaurant Ente ab März 2026 vorübergehend in das Kloster Eberbach um. Das bewährte Team um Küchenchef Michael Kammermeier bleibt erhalten und setzt künftig verstärkt auf regionale Produkte im historischen Pfortenhaus.

Das Hamburger Start-up goodBytz liefert mit SAM eine vollautomatische Containerküche an die U.S. Army nach Südkorea. Das System ermöglicht die frische Zubereitung von bis zu 30 Mahlzeiten in wenigen Minuten – und das unabhängig von lokaler Kücheninfrastruktur.