Berliner Sternerestaurant Bonvivant ab sofort komplett vegan

| Gastronomie Gastronomie

Das Berliner Sternerestaurant Bonvivant verfolgt konsequent seine Strategie der nachhaltigen Weiterentwicklung. Wie der Betrieb bekanntgab, wurde das gesamte kulinarische Angebot nun vollständig auf eine rein pflanzliche Basis umgestellt. Nachdem das Abendmenü bereits seit Januar 2025 vegan gestaltet ist, umfasst dieser Schritt nun auch das Brunch-Angebot sowie die Getränkekarte. Damit verzichtet das Restaurant in allen Bereichen auf tierische Produkte.

Fokus auf Eigenständigkeit statt Ersatzprodukte

Küchenchef Nikodemus Berger betont, dass die Entscheidung für eine 100 Prozent vegane Ausrichtung primär aus Gründen des Geschmacks, der Kreativität und der Klimafreundlichkeit getroffen wurde. Der Prozess der Umstellung von vegetarisch auf vegan wurde über einen längeren Zeitraum vollzogen, um die kulinarische Qualität ohne Kompromisse sicherzustellen.

In der Küche des Bonvivant werden keine industriellen Ersatzprodukte verwendet. Laut Berger gehe es nicht darum, Fleisch oder andere tierische Erzeugnisse nachzuahmen. Das Ziel sei die Schaffung eigenständiger Innovationen, die durch spezifische Texturen, Präsentationen und Nuancen überzeugen. „Für uns ist die vegane Ausrichtung eine Entscheidung für besten Geschmack, höchste Kreativität und Klimafreundlichkeit“, erklärt der Küchenchef.

Positionierung im Berliner Gastronomiemarkt

Mit der vollständigen Umstellung setzt das Bonvivant einen bewussten Gegenpunkt zur aktuellen Marktentwicklung in der Hauptstadt, in der zuletzt einige vegane Gastronomiekonzepte schließen mussten. Inhaber Jules Winnfield sieht in der veganen Ernährung eine zukunftsweisende Form der Genusskultur. Das Restaurant möchte mit diesem Schritt die entstandene Marktlücke im Premium-Segment füllen.

Das Konzept soll laut Betreiber ohne Dogmen auskommen und alle Gästegruppen ansprechen, unabhängig von deren individuellen Ernährungsvorlieben. Winnfield versteht die Entscheidung auch als Signal an die Branche, das Thema Nachhaltigkeit und zeitgemäße Gastronomie trotz der Herausforderungen im Markt weiter voranzutreiben. Das Team möchte beweisen, dass eine vegane Sterneküche sowohl ökologisch als auch ökonomisch ein Gewinn sein kann. „Aufgeben war doch noch nie eine gute Option“, so der Inhaber.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Sternerestaurant bi:braud von Alina Meissner-Bebrout zieht im Sommer 2026 aus der Ulmer Büchsengasse in das neue Maison Meissner direkt am Ulmer Münster um. Gemeinsam mit ihrem Mann Steffen Meissner entwickelt die Köchin das historische Gebäude „Bäumle“ zu einem Hotel mit 15 Zimmern sowie Restaurant- und Barkonzept.

Die Zeltvergabe auf dem Oktoberfest ist jetzt auch ein Fall für die Justiz. Gastronom Alexander Egger wehrt sich per Eilantrag gegen die Ablehnung seiner Bewerbung für das Volkssängerzelt «Schützenlisl» auf der Oidn Wiesn.

Die Schützenlisl auf der Oidn Wiesn bekommt zur Wiesn 2026 neue Betreiber. Der Münchner Stadtrat hat dem Wirte-Trio Michael Bietsch, Florian Fendt und Manfred Kneifel den Zuschlag für das Volkssängerzelt erteilt.

Laut dem aktuellen Bericht von Brand Finance erreichen die 25 wertvollsten Restaurantmarken weltweit zusammen einen Markenwert von 190,1 Milliarden US-Dollar. McDonald’s führt das Ranking erneut an, während Chick-fil-A das stärkste Wachstum verzeichnet.

Clara Schoper von der «Zephyr Bar» in München holt den Sieg beim renommierten Cocktailwettbewerb «Made in GSA». Ihr Drink scheint ein alter Bekannter: «Rum-Cola». Es sei jedoch ein Nachbau anno 2026.

Die Berliner Burgerkette Burgermeister expandiert nach Polen. Das Unternehmen plant nach eigenen Angaben mindestens 20 Standorte innerhalb von drei Jahren und strebt mittelfristig einen Jahresumsatz von bis zu 100 Millionen Euro an.

Das Hamburger Frühstückscafé kropkå von Katrin Koch hat die Aktion „Lokalhelden gesucht“ von VistaPrint und Cornelia Poletto gewonnen. Die Auszeichnung ist laut Veranstalter mit 20.000 Euro Preisgeld verbunden.

Schampusduschen verboten, Blasmusik schon eine Stunde früher und -mal wieder - Streit um die Zeltvergabe: Noch ist nicht mal Sommer, da zurrt München die Planung für die Wiesn im Herbst fest.

35 Jahre Jeunes Restaurateurs (JRE) Deutschland stehen nicht nur für kulinarische Entwicklung, sondern auch für den Wandel innerhalb der Spitzengastronomie. Warum diese heute mehr leisten muss als gutes Essen, erklärt Oliver Röder, Präsident der JRE-Deutschland.

Das mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnete Restaurant-Hotel Obauer in Werfen wird Ende Oktober 2026 schließen. Karl, Rudi und Angelika Obauer beenden den Familienbetrieb nach mehr als 47 Jahren und treten in den Ruhestand.