Bier und Radler werden teurer

| Gastronomie Gastronomie

Der Durchschnittspreis für einen halben Liter Bier ist einer Datenanalyse des Finanztechnologie-Unternehmens SumUp zufolge in größeren baden-württembergischen Städten spürbar gestiegen – von 3,86 Euro zu Beginn des Sommers 2025 auf zuletzt 4,88 Euro.

Besonders hervorzuheben sei ein Preissprung von rund 20 Prozent zwischen Oktober und November 2025 - von 3,90 auf 4,69 Euro. In Freiburg liegt der Durchschnittspreis für Bier den Angaben zufolge seit November über 5 Euro, mit einem starken Anstieg von Oktober auf November sowie etwa 20 Prozent im Zeitraum von Juni 2025 bis März 2026. In Mannheim hingegen blieb der Preis mit 3,80 Euro im November und einem leichten Rückgang auf 3,73 Euro im März vergleichsweise stabil, wie das Unternehmen mitteilte.

Unternehmen SumUp ermittelt Durchschnittspreise

Eine Reihe von Großbrauern und kleinere Brauereien in Deutschland hatten in der Vergangenheit an der Preisschraube gedreht. Der Bierabsatz ist seit Jahren unter Druck. Es werde weniger Alkohol in der Gastronomie getrunken, davon sei auch Bier betroffen, sagte ein Sprecher des Branchenverbandes Dehoga Baden-Württemberg. Es gebe einen Trend weg vom Alkohol.

SumUp bietet unter anderem Kartenlesegeräte für Unternehmen an, um Zahlungen anzunehmen und das Geschäft zu verwalten. Analysiert wurde nach eigenen Angaben der durchschnittliche Preis von Bier in Baden-Württemberg in der Gastronomie im Zeitraum von Juni 2025 bis März 2026 sowie in ausgewählten größeren Städten der Region. Die Daten sind nicht repräsentativ und wurden bei Kunden des Unternehmens erhoben. Ihre Anzahl wurde nicht mitgeteilt. 

In Ludwigsburg werden aktuell oftmals 5,80 Euro für die Halbe verlangt, wie ein Vergleich von Getränkekarten im Internet zeigt, in Pforzheim sind es zwischen 4,50 Euro und 5,10 Euro. Gaststätten in Ulm verlangen zwischen 4,60 Euro und 4,90 Euro. In Konstanz sind es 4,90 Euro. Rund um den Schlossplatz in Stuttgart kostet die Halbe zwischen 5,30 und 5,50 Euro laut telefonischer Auskunft. 

Radler günstiger als Bier

Radler liegt preislich unter Bier. Das beliebte Biermischgetränk, das oft zu gleichen Teilen aus Bier und Zitronenlimonade besteht, weist der Datenanalyse zufolge jedoch ebenfalls eine moderate Aufwärtsentwicklung auf. Im Durchschnitt kostete ein Radler im Südwesten 3,52 Euro im Juni 2025 und 3,85 Euro im März 2026. Das sei ein Preisanstieg von rund 9 Prozent. 

So verlangen Gastronomen in Ulm zwischen 4,60 und 4,90 Euro, Konstanz 4,90 Euro und in Ludwigsburg wird um die 5,80 Euro aufgerufen, wie ein Blick auf die Getränkekarten im Internet zeigt.

Spritz-Preise bleiben stabil

Die Preise für das Mischgetränk Aperol Spritz bleiben dagegen stabil. SumUp zufolge sind die Preise in größeren Städten Baden-Württembergs in den vergangenen Monaten weitgehend gleich geblieben. «Die Durchschnittspreise bewegen sich überwiegend in einer Spanne von etwa 7,40 bis 7,80 Euro und unterliegen nur geringen Schwankungen», heißt es in der Datenanalyse. 

Im Juni 2025 lag der Preis demnach bei durchschnittlich 7,49 Euro, im Januar 2026 bei 7,82 Euro und im März 2026 bei 7,52 Euro. Ein klarer Aufwärtstrend sei nicht erkennbar. 

Auch beim Spritz-Preis gilt: Lage, Lage, Lage

Je nach Stadt fällt die Rechnung deutlich anders aus. Während ein Aperol Spritz im März in Karlsruhe 5,82 Euro kostet, liegen die Preise in Stuttgart (7,49 Euro), Mannheim (7,75 Euro) und Freiburg (7,77 Euro) deutlich darüber, wie es von SumUp hieß.

In kleineren Städten ist der Drink teils deutlich günstiger. In Pforzheim reicht die Preisspanne aktuell von 6,80 Euro und 8,20 Euro, wie ein Blick in die Internet-Speisekarten zeigt. In Ludwigsburg hingegen werden zwischen 7,90 und 8,50 Euro fällig, so wie in der Ulmer Innenstadt. Will man seinen Spritz am Bodensee in Konstanz genießen, sind auch schon mal 9,50 Euro fällig.

Für die Gastronomie ist das Mix-Getränk aus Bitterlikör, Prosecco und Soda ein Verkaufsschlager. Es sei ein populäres Getränk, sagte der Dehoga-Sprecher in Stuttgart. Vor allem in der Außengastronomie, die nun bald wieder verstärkt starte, spiele das Getränk eine wichtige Rolle.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Mit der Eröffnung in der Düsseldorfer Kämmerei setzt La Maison du Pain sein neues Designkonzept um. Trotz hoher Nachfrage zum Start fokussiert sich das Unternehmen bereits auf die nächste Expansion in Hamburg.

Die Partnerschaft zwischen der Alten Oper Frankfurt und Kuffler bleibt langfristig bestehen: Nach einer Ausschreibung wurde der Gastronomie-Vertrag vorzeitig bis zum Jahr 2037 verlängert.

In Sachsen-Anhalts Kleinstädten hat mehr als jede dritte Kneipe seit 2010 dicht gemacht. Das das soziale Leben vor Ort leide darunter, kritisiert die Linken-Fraktion im Landtag.

In Köln trafen sich die besten Nachwuchstalente zum 16. Teamcup der Systemgastronomie. In einem simulierten Betriebsszenario kämpften 27 Teams um den Sieg und bewiesen Fachwissen von der Inventur bis zur Produktentwicklung.

Rund eine Woche nach dem Start eines Bürgerbegehrens für ihre Zulassung zum Oktoberfest, hat die Giesinger Brauerei mehr als 5.000 Unterschriften gesammelt. Ziel ist die Erzwingung eines Bürgerentscheids über die Zulassung.

«Redo» hat es mit seinen XXL-Restaurants zu lokaler Berühmtheit gebracht. Seit einiger Zeit startet der Gastronom als Influencer durch. Über einen Nimmermüden mit einem bescheidenen Traum.

Mit Tim Mälzer und Lukas Mraz bewirbt WienTourismus die kulinarische Vielfalt der österreichischen Hauptstadt. Die Kampagne ist Vorbote für das Themenjahr 2026 und rückt sowohl die klassische Wirtshauskultur als auch die Sterne-Gastronomie in den Fokus.

Sternekoch Alexander Herrmann startet im Wirsberger Bistro „Oma & Enkel“ das Projekt „Knallhart Oma“. Neun Großmütter aus Oberfranken bringen ihre Originalrezepte ohne gastronomische Veränderung auf die Speisekarte des Posthotels – den Auftakt macht Stockfisch aus dem Landkreis Hof.

Auf der Internorga 2026 kämpfen 18 junge Kochtalente um den zehnten Next Chef Award. Unter den Augen einer prominenten Jury um Johann Lafer und Tim Mälzer messen sich die Teilnehmer in der Hamburger Messehalle. Dem Gewinner winken ein eigenes Kochbuch und eine Kooperation mit der Lufthansa.

Pressemitteilung

Mit innovativen Produktkonzepten, modularen Systemlösungen und einem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit entwickelt Sander das Sortiment konsequent entlang der Anforderungen von Hotellerie, Gastronomie und Eventcatering weiter. Ob flexible Baukasten- und 2-in-1-Konzepte, ressourcenschonende Refill-Lösungen, kreative Dessert- und Garnierkomponenten oder zeitgemäße vegane und internationale Trendgerichte – alle Neuheiten sind darauf ausgelegt, kreative Freiheit, Prozesssicherheit und wirtschaftliches Arbeiten im gastronomischen Alltag optimal zu verbinden.