Billy Wagner: „Deutschland braucht eine deutsche Esskultur“

| Gastronomie Gastronomie

Billy Wagner vom Nobelhart & Schmutzig hat einen Vortrag zum Thema „Deutschland braucht eine deutsche Esskultur“ an der Technischen Universität in Berlin gehalten. Deutschland brauche dringend eine Revolution, eine Lebensmittelrevolution, sagt Wagner.
 

Wagner eröffnete im Jahr 2015 in Berlin sein eigenes Restaurant „Nobelhart & Schmutzig“ und setzt wie kaum ein andere auf einen lokalen Ansatz. Das Restaurant ist mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet.

Jetzt macht er den nächsten Schritt von der Hauptstadt ins ganze Land und versucht, die Menschen daran zu erinnern, was längst vergessen ist. Er will das Gute und Böse neu definieren, indem er sich einfach selbst in Frage stellt: Wie schätzen wir Lebensmittel? Wie erziehen wir junge Generationen zu einem vernünftigen Verständnis von Ernährung? Und welche Rolle spielt das Essen für unsere kulturelle Identität? Deutschland brauche dringend eine Revolution, eine Lebensmittelrevolution.

Billy Wagner ist Sommelier des Jahres und Gastgeber in seinem Restaurant Nobelhart & Schmutzig (The World's 50 Best Restaurants 88 of 100) / 1* Guide Michelin / 16 Punkte im Gault Millau) in Berlin.

Nach Stationen im Nürnberger Restaurant Essigbrätlein, Dieter Kaufmanns Zur Traube in Grevenbroich, Claudia Sterns Vintage in Köln und dem Monkey's Plaza in Düsseldorf kam er 2008 nach Berlin, um Gastgeber und Sommelier in der Weinbar Rutz zu sein.

Seine Leidenschaft endet nicht bei Weinen aus Trauben und anderen Früchten. Handwerkliche Biere, hochwertige Kaffees und Tees aus einer Hand, klassische Cocktails und fein gekochte Speisen prägen auch sein Herz.

Mit seinem „Nobelhart & Schmutzig“ möchte er seine Gäste über das vielfältige Angebot in Berlin und seiner Umgebung informieren. Er sieht es als seine persönliche Verpflichtung an, die Produzenten in Berlin und Umgebung zu unterstützen und so diese Produkte aus ihrer Anonymität zu befreien.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Wenn Kneipen schließen, fehlen nach Ansicht des Politikwissenschaftlers Oliviero Angeli wichtige Orte für Austausch und Verständnis. Das hat auch Auswirkungen auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Die Supreme Sports Hospitality GmbH übernimmt künftig die gastronomische Versorgung des Musikfestivals World Club Dome in Frankfurt am Main. Wie das Unternehmen mitteilt, wurde mit der World Club Dome GmbH ein Vertrag über fünf Jahre geschlossen.

Thomas Bühner sucht Mitarbeiter für ein neues Gastronomieprojekt im Münsterland. Der ehemalige Drei-Sterne-Koch kündigt damit eine Rückkehr zu seinen westfälischen Wurzeln an und macht zugleich ein bislang unbekanntes Restaurantvorhaben öffentlich.

Wie erwartet: Das Bier auf dem Oktoberfest wird teurer. Dreieinhalb Monate vor dem Anstich hat die Stadt München die Preise bekanntgegeben. Ist der Anstieg moderat?

Die Deutsche Bahn aktualisiert ihr Angebot an Weinen in ICE- und Intercity-Zügen. Unterstützt durch das Deutsche Weininstitut wurden vier neue Produkte in die Bordgastronomie aufgenommen.

Die Berliner Gastronomin Marie-Anne Wild hat zum achten Mal den MAW Ladies Lunch im Restaurant Tim Raue ausgerichtet. Im Mittelpunkt des Austausches stand die Sichtbarkeit von Frauen in verschiedenen Berufsfeldern.

Zum zehnjährigen Jubiläum feiern die HeimWerk Restaurants ihr Bestehen mit einer Aktionswoche und plant für den Sommer 2026 die Eröffnung eines weiteren Standorts in Leipzig.

Eine neue Umfrage zeigt, wie viel Gäste für Kaffee in Restaurants und Cafés ausgeben würden. Gleichzeitig verdeutlichen die Ergebnisse, dass steigende Preise das Kaufverhalten vieler Verbraucher zunehmend beeinflussen.

Nach vielen Jahren hat die bekannte «Mokka-Milch-Eisbar» wieder geöffnet und Hunderte Gäste angezogen. Warum das Kult-Lokal schon kurz darauf wieder schließt – und wann die Rückkehr geplant ist.

Mit dem Joseph’s eröffnet Anfang Juni ein neues Restaurant im Titlis Tower auf mehr als 3.000 Metern Höhe. Das gastronomische Angebot ist Teil eines Investitionsprojekts der Titlis Bergbahnen, das bis 2029 umgesetzt werden soll.