„Bollette in Vetrina“: Wirte in Italien hängen Stromrechnungen ins Fenster

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Die steigenden Strom- und Gaskosten machen auch vor Italiens Wirten nicht halt. Die Sorge, nicht über den Herbst und Winter zu kommen, ist groß. Um auf ihr Leid aufmerksam zu machen, schließen sich immer mehr Wirte der Aktion „Bollette in Vetrina“ an und hängen ihre Stromrechnungen in die Schaufenster.

Wie die FAZ berichtet, muss allein das Gaststättengewerbe in den nächsten zwölf Monaten fast zwei Milliarden Euro mehr für Energie und Gas ausgeben als in den vorangegangenen zwölf Monaten. „Die Rechnungen, die wir im Juni und Juli erhalten haben, weisen Steigerungen von bis zu 400 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf. Ein Schlag, der allein rund 30.000 Gastronomiebetriebe in den Ruin treiben könnte“, warnt der Verband für selbstständige Geschäftsleute Confesercenti.

Auch bei Eissalons und Konditoreien seien die Rechnungen im letzten Jahr um durchschnittlich 300 bis 350 Prozent gestiegen. Confesercenti hat daher gemeinsam mit anderen Verbänden die Initiative „Bollette in Vetrina“ (Stromrechnungen ins Schaufenster) ins Leben gerufen. Damit sollen die Kunden und auch die Öffentlichkeit auf die prekäre Lage aufmerksam gemacht werden.

Für die Verbände ist unterdessen klar, dass die Betriebe dringend weitere Hilfen vom Staat benötigen. Ob diese kommen wird, ist noch unklar.


 

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