„Bollette in Vetrina“: Wirte in Italien hängen Stromrechnungen ins Fenster

| Gastronomie Gastronomie

Die steigenden Strom- und Gaskosten machen auch vor Italiens Wirten nicht halt. Die Sorge, nicht über den Herbst und Winter zu kommen, ist groß. Um auf ihr Leid aufmerksam zu machen, schließen sich immer mehr Wirte der Aktion „Bollette in Vetrina“ an und hängen ihre Stromrechnungen in die Schaufenster.

Wie die FAZ berichtet, muss allein das Gaststättengewerbe in den nächsten zwölf Monaten fast zwei Milliarden Euro mehr für Energie und Gas ausgeben als in den vorangegangenen zwölf Monaten. „Die Rechnungen, die wir im Juni und Juli erhalten haben, weisen Steigerungen von bis zu 400 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf. Ein Schlag, der allein rund 30.000 Gastronomiebetriebe in den Ruin treiben könnte“, warnt der Verband für selbstständige Geschäftsleute Confesercenti.

Auch bei Eissalons und Konditoreien seien die Rechnungen im letzten Jahr um durchschnittlich 300 bis 350 Prozent gestiegen. Confesercenti hat daher gemeinsam mit anderen Verbänden die Initiative „Bollette in Vetrina“ (Stromrechnungen ins Schaufenster) ins Leben gerufen. Damit sollen die Kunden und auch die Öffentlichkeit auf die prekäre Lage aufmerksam gemacht werden.

Für die Verbände ist unterdessen klar, dass die Betriebe dringend weitere Hilfen vom Staat benötigen. Ob diese kommen wird, ist noch unklar.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Berliner Gastronomin Marie-Anne Wild hat zum achten Mal den MAW Ladies Lunch im Restaurant Tim Raue ausgerichtet. Im Mittelpunkt des Austausches stand die Sichtbarkeit von Frauen in verschiedenen Berufsfeldern.

Zum zehnjährigen Jubiläum feiern die HeimWerk Restaurants ihr Bestehen mit einer Aktionswoche und plant für den Sommer 2026 die Eröffnung eines weiteren Standorts in Leipzig.

Eine neue Umfrage zeigt, wie viel Gäste für Kaffee in Restaurants und Cafés ausgeben würden. Gleichzeitig verdeutlichen die Ergebnisse, dass steigende Preise das Kaufverhalten vieler Verbraucher zunehmend beeinflussen.

Nach vielen Jahren hat die bekannte «Mokka-Milch-Eisbar» wieder geöffnet und Hunderte Gäste angezogen. Warum das Kult-Lokal schon kurz darauf wieder schließt – und wann die Rückkehr geplant ist.

Mit dem Joseph’s eröffnet Anfang Juni ein neues Restaurant im Titlis Tower auf mehr als 3.000 Metern Höhe. Das gastronomische Angebot ist Teil eines Investitionsprojekts der Titlis Bergbahnen, das bis 2029 umgesetzt werden soll.

Pincho Nation eröffnet Mitte Juni einen neuen Standort in Karlsruhe. Es ist der erste Restaurantbetrieb der Marke in Deutschland, der von einem Franchise-Partner geführt wird.

Der Gastronom Giovanni Massimino hat in Hamburg-Uhlenhorst ein neues Lokal eröffnet, das italienische Speisen mit einem Barkonzept verbindet. Entgegen der Namensgebung steht keine heiße Schokolade auf der Karte.

Finland startet die Kampagne Finland’s Official Tasting Table, bei der Interessierte an exklusiven Degustationsmenüs in Lappland sowie an der Küste teilnehmen können. Die Auswahl der 16 Gäste erfolgt über ein Bewerbungsverfahren bis Juni 2026.

Nach vielen Jahren hat die bekannte «Mokka-Milch-Eisbar» wieder geöffnet und Hunderte Gäste angezogen. Warum das Kult-Lokal schon kurz darauf wieder schließt – und wann die Rückkehr geplant ist.

Der Gastronomiekritiker und Journalist Jürgen Dollase hat die Zusammenarbeit mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) nach eigenen Angaben mit sofortiger Wirkung beendet. Wie Dollase mitteilte, habe er die Zusammenarbeit „fristlos gekündigt“.