Burgermeister ändert Expansionspläne – CEO Robert Fügert scheidet aus

| Gastronomie Gastronomie

Bei Burgermeister gibt es einen Wechsel in der Geschäftsführung. Gründer Cebrail Karabelli übernehme künftig die Rolle des alleinigen Geschäftsführers. Der bisherige CEO Robert Fügert scheide aufgrund strategischer Änderungen der Expansionspläne aus dem Unternehmen aus.

Unter Karabelli wolle Burgermeister den Fokus künftig noch stärker auf gesundes Wachstum sowie den Ausbau der Präsenz in Deutschland und Europa richten. Im Mittelpunkt stünden ausgewählte Standorte, starke Partner und ein Wachstum, das zur Marke und ihren Wurzeln passe.

Burgermeister hatte im August konkrete Pläne zur Expansion kommuniziert

Noch im August hatte Burgermeister Pläne für die weitere Expansion kommuniziert. Die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) berichtete am 10. August 2026, die Zahl der Filialen solle noch in diesem Jahr verdoppelt werden. Erste Standorte in Österreich und Großbritannien sollten demnach 2026 eröffnen. Weitere Länder seien geplant, darunter skandinavische Staaten und möglicherweise Spanien.

In dem NZZ-Beitrag wurde Fügert als „Expansionsmanager“ bezeichnet. Die Zeitung beschrieb die damalige Arbeitsteilung zwischen Karabelli und Fügert so, dass sich Karabelli mit dem Produkt beschäftige und das Geschäft seinem Geschäftspartner überlasse. Fügert erklärte gegenüber der NZZ zu seinem Einstieg bei Burgermeister im Jahr 2021: „Cebrail hatte die Vision. Ich habe ihm gezeigt, wie man sie umsetzt.“

Zwei Tage nach Erscheinen des NZZ-Artikels griff Burgermeister den Bericht auf der eigenen Internetseite auf. Das Unternehmen erklärte am 12. August 2026, Deutschland sei der Anfang gewesen und Polen bereits Teil der Unternehmensgeschichte. Die nächsten internationalen Märkte stünden auf der Agenda. Burgermeister verwies dabei auf die von der NZZ dargestellten Ambitionen für Großbritannien und die USA.

Burgermeister stellte erste Standorte in den USA für 2028 in Aussicht

Auch Pläne für die Vereinigten Staaten wurden im NZZ-Bericht beschrieben. Die Suche nach einem geeigneten Produktionsstandort in den USA schreite voran, erklärte Fügert damals. Aufgrund der Entfernung müsse Burgermeister dort lokal produzieren.

Sollten die Pläne wie vorgesehen umgesetzt werden, sollten 2028 erste Burgermeister-Standorte in den USA eröffnen. Fügert hatte dabei insbesondere New York im Blick. Gegenüber der NZZ erklärte er auf die Frage, wie oft er an Amerika denke: „Jeden Tag.“

Welche konkreten Änderungen Burgermeister nun an den im August dargestellten Expansionsplänen vornimmt, geht aus den aktuellen Angaben nicht hervor. Das Unternehmen teilt mit, dass Fügert aufgrund der strategischen Änderungen der Expansionspläne ausscheide und unter Karabelli gesundes Wachstum, ausgewählte Standorte und starke Partner im Mittelpunkt stehen sollen.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Frank Buchholz übergibt sein Mainzer Bootshaus zum 1. September an das Gastronomieunternehmen Cuisyn. Küchenchef Lucas Kriesel und Betriebsleiter Slim Ennakhla bleiben im Restaurant und übernehmen Verantwortung für den Betrieb.

Hackbällchen in Tomatensoße im Sternerestaurant: Das Berliner Nobelhart & Schmutzig serviert Polpette nach einem Familienrezept. Das Gericht ist Teil der Reihe „Wir kochen Heimat“.

Die schwedische Gastronomiekette Pincho Nation kündigt für 2027 die Eröffnung eines neuen Standorts in Lübeck an. Das Unternehmen mietet dazu ein denkmalgeschütztes Bürgerhaus in der Innenstadt und setzt seine Expansion in Norddeutschland fort.

Die Berliner Traditionsmarke Rogacki soll zunächst mit einem Kochbuch zurückkehren. Die Crowdfunding-Kampagne stößt auf LinkedIn auf überwiegend positive Reaktionen. Eine Wiedereröffnung des Stammhauses zum Jubiläum 2028 bleibt ein weitergehendes Ziel.

Was im Sommer 2011 mit einem einzigen Restaurant an der Linzer Promenade begann, ist heute ein Netzwerk von 17 Restaurants in ganz Österreich geworden. Anlässlich des Jubiläums lud L'Osteria Österreich nun zu einer Feier an genau jenen Ort, an dem alles begann.

Waschbär mit Rotwein-Preiselbeersoße? In Weimar schafft ein Kochkurs für Jäger neue Geschmackserlebnisse. Was beim Zubereiten und bei der Kontrolle des Fleisches besonders zu beachten ist.

Ein Restaurantbesuch des Gastro-Influencers Kemal Üres bei Timberjacks in Bannewitz bei Dresden hat sich zu einem öffentlichen Schlagabtausch entwickelt. Üres kritisierte das Essen der Restaurantkette in einem Instagram-Video​​​​​​​ massiv. Timberjacks widerspricht seiner Darstellung. Inzwischen hat die Auseinandersetzung auch eine rechtliche Ebene erreicht.

Mitchells & Butlers verlängert den Mietvertrag für das Alex Dortmund um 15 Jahre, schließt den Standort Ende August 2026 jedoch für einen zweijährigen Umbau. Nach der Neugestaltung soll der Betrieb 2028 mit vergrößerter Fläche und neuem Konzept wiedereröffnen.

Die Akzeptanz für digitales Trinkgeld steht und fällt mit dem passenden Setup. Ein Viertel der Restaurantgäste in Deutschland fühlt sich durch die automatischen Vorschläge schlicht unter Druck gesetzt, mehr zu geben als eigentlich geplant.

Burgermeister expandiert nach Tschechien und eröffnet Anfang 2027 eine neue Filiale am Prager Wenzelsplatz. Der Standort im Stadtbezirk Prag 1 bildet den Auftakt für ein geplantes Wachstum im tschechischen Markt.