Pincho Nation sichert sich vierten deutschen Standort in Lübeck

| Gastronomie Gastronomie

Das schwedische Gastronomieunternehmen Pincho Nation baut seine Präsenz auf dem deutschen Markt weiter aus und plant für das zweite Quartal 2027 ein Objekt in Lübeck. Nach den Eröffnungen in Kiel und Bremen im Januar sowie Karlsruhe im Juni bildet die Hansestadt die vierte bestätigte Niederlassung bundesweit und den dritten Standort im norddeutschen Raum. Die drei bereits bestehenden Restaurants der Kette verzeichnen im laufenden Jahr zusammen eine Besucherzahl von ungefähr 80.000 Gästen.

Saniertes Bürgerhaus in der Innenstadt

Für den neuen Betrieb mietet die Kette ein unter Denkmalschutz stehendes Gebäude in der Breiten Straße. Die Räumlichkeiten erstrecken sich über eine Fläche von mehr als 600 Quadratmetern und erlauben eine Kapazität von ungefähr 180 Sitzplätzen. Der Standort befindet sich in zentraler Innenstadtlage gegenüber dem Rathaus an der Kreuzung zur Beckergrube. Das Objekt verbleibt im Eigentum der Kayser Unternehmensgruppe, welche derzeit die Sanierungs- und Umbauarbeiten durchführt.

Immobilienprojektentwickler Philipp Hentschel betreut das Bauprojekt, das in Abstimmung mit Archäologen sowie der örtlichen Denkmalschutzbehörde umgesetzt wird. Zur finanziellen Unterstützung der Erhaltungsmaßnahmen liegen Förderanträge bei der Possehl Stiftung und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz vor. Die Verantwortlichen beziffern das Investitionsvolumen für die Baumaßnahmen auf einen Betrag von mehr als 1,6 Millionen Euro.

Norddeutschland Schwerpunkt der Expansion

Die Kette beabsichtigt, die Lübecker Filiale zu Beginn in Eigenregie zu führen. Eine spätere Übergabe an einen Franchisepartner bleibe als Option bestehen. In Deutschland kombiniert die Unternehmung eigenbetriebene Niederlassungen mit Standorten von Franchisenehmern. Die erste Expansionsphase im süddeutschen Raum erfolgte mit der Niederlassung in Karlsruhe, während das Unternehmen den Schwerpunkt derzeit auf norddeutsche Zielmärkte legt. Als vorrangige Standorte gelten Osnabrück, Münster, Bielefeld und Hamburg, gefolgt von Hannover und Rostock.

Zur Steuerung des weiteren Wachstums berief die Gesellschaft im Juni 2026Oliver Klösel zum Expansion Manager Deutschland. In dieser Funktion übernimmt er die Auswahl neuer Objekte und betreut die Kooperation mit Vermietern sowie Franchisepartnern. Henrik Fischer, Head of Expansion bei Pincho Nation, bezeichnet die Kombination aus der örtlichen Nachfragebasis, dem touristischen Aufkommen und der ansässigen Gastronomie als Grund für die Standortwahl. Lübeck verzeichnet 220.000 Einwohner, ein Einzugsgebiet von etwa 280.000 Menschen sowie jährlich ungefähr 15 Millionen Tagesgäste, zwei Millionen Übernachtungen und 12.000 Studierende.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Berliner Traditionsmarke Rogacki soll zunächst mit einem Kochbuch zurückkehren. Die Crowdfunding-Kampagne stößt auf LinkedIn auf überwiegend positive Reaktionen. Eine Wiedereröffnung des Stammhauses zum Jubiläum 2028 bleibt ein weitergehendes Ziel.

Was im Sommer 2011 mit einem einzigen Restaurant an der Linzer Promenade begann, ist heute ein Netzwerk von 17 Restaurants in ganz Österreich geworden. Anlässlich des Jubiläums lud L'Osteria Österreich nun zu einer Feier an genau jenen Ort, an dem alles begann.

Waschbär mit Rotwein-Preiselbeersoße? In Weimar schafft ein Kochkurs für Jäger neue Geschmackserlebnisse. Was beim Zubereiten und bei der Kontrolle des Fleisches besonders zu beachten ist.

Ein Restaurantbesuch des Gastro-Influencers Kemal Üres bei Timberjacks in Bannewitz bei Dresden hat sich zu einem öffentlichen Schlagabtausch entwickelt. Üres kritisierte das Essen der Restaurantkette in einem Instagram-Video​​​​​​​ massiv. Timberjacks widerspricht seiner Darstellung. Inzwischen hat die Auseinandersetzung auch eine rechtliche Ebene erreicht.

Mitchells & Butlers verlängert den Mietvertrag für das Alex Dortmund um 15 Jahre, schließt den Standort Ende August 2026 jedoch für einen zweijährigen Umbau. Nach der Neugestaltung soll der Betrieb 2028 mit vergrößerter Fläche und neuem Konzept wiedereröffnen.

Die Akzeptanz für digitales Trinkgeld steht und fällt mit dem passenden Setup. Ein Viertel der Restaurantgäste in Deutschland fühlt sich durch die automatischen Vorschläge schlicht unter Druck gesetzt, mehr zu geben als eigentlich geplant.

Burgermeister expandiert nach Tschechien und eröffnet Anfang 2027 eine neue Filiale am Prager Wenzelsplatz. Der Standort im Stadtbezirk Prag 1 bildet den Auftakt für ein geplantes Wachstum im tschechischen Markt.

Der Koch und Gastronom Jörg Müller ist im Alter von 79 Jahren gestorben. Müller starb am vergangenen Wochenende nach längerer, schwerer Krankheit. Der gebürtige Freiburger führte seit 1988 sein eigenes Restaurant in Westerland auf Sylt.

Das 38. Maschseefest in Hannover verzeichnet rund 2,3 Millionen Besucher und schließt an das Niveau der Vorjahre an. Trotz wetterbedingter Einschränkungen an einzelnen Tagen ziehen Veranstalter, Gastronomie und Sicherheitskräfte eine überwiegend positive Bilanz.

Zocken am Automaten ist einer Untersuchung zufolge praktisch flächendeckend in NRW möglich. Mit Sorgen blickt die Suchtprävention vor allem auf die Geldspielgeräte in Gaststätten.