Bußgeld, Platzverweis, Schließung: Polizei greift bei Verstößen gegen Auflagen hart durch

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Die Polizei hat in Mannheim nach schweren Verstößen gegen die Corona-Auflagen eine Gaststätte geschlossen. Die Kneipe war am Freitagabend mit etwa 80 Gästen überfüllt, es wurde getanzt und Masken wurden nicht getragen, wie die Beamten am Samstag mitteilten. Zudem waren die Kontaktlisten nur in wenigen Fällen ausgefüllt worden - und wenn, dann waren die Daten unvollständig. Die Beamten haben daraufhin die Gaststätte geschlossen und Platzverweise an die Gäste ausgesprochen. Der Wirt muss nun mit einem «empfindlichen Bußgeld» rechnen, so die Beamten.

Die Polizei Mannheim kontrollierte am Freitagabend zusammen mit der Stadt schwerpunktmäßig Gaststätten, da es zuvor zu Verstößen gegen die neuen Auflagen gekommen war. Im Großteil der Kneipen wurden nur vereinzelte Verstöße festgestellt.


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«Es geht uns nicht darum, möglichst viele Bußgelder zu erheben», erklärt Andreas Stenger, Präsident des Polizeipräsidiums Mannheim. «Wer aber meint, sich über die Corona-Regeln hinwegsetzen zu können und damit sich und vor allem auch andere gefährdet, den werden wir konsequent zur Kasse bitten.» Der Polizei gehe es darum, einen erneuten «Lockdown» zu verhindern. Die Stadt plant daher weitere Kontrolle.

Auch in anderen Städten im Südwesten haben sich Wirte nicht an lokale Auflagen gehalten. In Ulm hat ein Gastwirt seine Kneipe länger betrieben als erlaubt: Am frühen Samstagmorgen saßen noch mehr als 20 Gäste in der Kneipe, obwohl das Lokal bereits um 23.00 Uhr schließen sollte. Die Stadt Ulm hatte zuvor eine Sperrzeit ab 23.00 Uhr für Gaststätten angeordnet. Gegen den Inhaber wird nun wegen der Ordnungswidrigkeit ermittelt. In Ludwigsburg wurden ebenfalls Gaststätten kontrolliert. Vielerorts wurden die Vorschriften nicht eingehalten, so die Beamten. Die Inhaber müssen nun mit weiteren Kontrollen rechnen. (dpa)
 

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