Caterer Do&Co zurück in den schwarzen Zahlen

| Gastronomie Gastronomie

Der Großcaterer DO & CO hat die Ergebnisse für die ersten drei Quartale des Geschäftsjahres 2020/2021 bekanntgegeben. Ein weltweiter Konjunktureinbruch und die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie belasten den Umsatz und das Ergebnis weiterhin schwer. Der Konzern erzielte in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2020/2021 einen Umsatz von 189,91 Millionen Euro. Dies stellt einen Umsatzeinbruch von 75 Prozent im Vergleich zum Vorjahr dar.

Das Konzernergebnis verringerte sich in den ersten drei Quartalen um knapp 57 Millionen Euro. Die Umsatz- und Ergebnisreduktion seien einzig und allein auf die Auswirkungen der COVID-19 Pandemie zurückzuführen, wie das Unternehmen mitteilte.

Während das erste Quartal des Geschäftsjahres vom absoluten Stillstand und massiven Restrukturierungsmaßnahmen geprägt war, kam es im zweiten Quartal zu einer ersten langsamen Erholung und Wiederaufnahme des Geschäftes. "Die vom Vorstand beschlossenen Maßnahmen haben Wirkung gezeigt und Umsatz und Ergebnis konnten bereits im zweiten Quartal im Vergleich zum ersten Quartal des Geschäftsjahres 2020/2021 signifikant gesteigert werden", so Do&Co. Auch im dritten Quartal konnten trotz erneuter Lockdowns und Unsicherheiten aufgrund der Pandemie der Umsatz auf demselben Niveau gehalten werden. 

Die Marge stieg aufgrund von Sondereffekten im dritten Quartal sogar auf 25,5 Prozent. So erreichte das Unternehmen trotz der Krise auch ein positives Konzernergebnis im dritten Quartal.

Airline-Catering

An den Airline Catering Standorten ist die Geschäftsentwicklung durch die Pandemie, die zu einer starken Einschränkung des weltweiten Flugverkehrs geführt hat, in den ersten drei Quartalen signifikant rückläufig. Umsatz und Ergebnis konnten jedoch im zweiten und dritten Quartal im Vergleich zum ersten Quartal gesteigert werden.

Nach dem ersten COVID-19-Schock und den Shutdowns haben in den einzelnen Ländern immer mehr Fluglinien wieder begonnen, Essen an Bord und auch Lounge Services am Boden anzubieten, da die Unzufriedenheit der Passagiere, insbesondere in den Premiumklassen, bereits sehr groß wurde.

Nach der erfolgreichen Übernahme des Caterings für alle Langstreckenflüge der British Airways an Flughafen London Heathrow Mitte Mai 2020, wurden am 15. September 2020 auch alle Kurzstreckenflüge übernommen. Im Zusammenhang mit der Übernahme wurde auch die größte Küche Europas mit über 34.000 Quaftatmetern Fläche in London eröffnet und in Betrieb genommen.

Trotz Krise konnten zudem neue Geschäftsbeziehungen geknüpft werden. Ab 16. März 2021 wird DO & CO für die nächsten 10 Jahre der alleinige Hub-Caterer von Delta Air Lines in Detroit sein und übernimmt damit die Verantwortung für das gesamte Bordservice auf allen Kurz- und Langstreckenflügen. Mit mehr als 400 täglichen Abflügen im Jahr 2019 ist Detroit einer der größten und wichtigsten Hubs der Fluglinie in den USA. Die vertragliche Partnerschaft stellt daher einen entscheidenden Meilenstein in der Umsetzung der US-Expansionspläne dar. Außerdem hat DO & CO in Seoul Air Premia als Kunden gewonnen.

Auch die Zusammenarbeit mit langjährigen Kunden konnte gestärkt werden. DO & CO gewann Etihad in Los Angeles und Chicago. Zudem übernimmt das Unternehmen ab 1. März 2021 das Catering von Qatar Airways in Madrid und hat somit neben der Iberia, Iberia Express den dritten Kunden am Standort Madrid. Darüber hinaus wurde in London der Vertrag mit Gulf Air für weitere vier Jahre verlängert.

Dennoch erlitt die Abteilung Airline Catering aufgrund des eingetrübten Marktumfeldes einen massiven Umsatzrückgang von 74,9 Prozent. Der Umsatz in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres betrug lediglich 134,5 Millionen Euro.

Internationales Event-Catering

In der Division "International Event Catering" ist das Geschäft, insbesondere im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2020/2021, wieder angelaufen. Trotz erneuter Lockdowns konnte der Umsatz im dritten Quartal gehalten werden. Umsatz und Ergebnis jedoch sind in den ersten drei Quartalen durch die Auswirkungen der COVID-19 Pandemie stark belastet.

Im ersten Quartal wurden alle Formel 1-Grands Prix aufgrund der COVID-19-Pandemie abgesagt und der Saisonstart auf das zweite Quartal verschoben. Bis auf den Grand Prix in Portugal wurden alle 17 Rennen der Formel 1-Saison 2020 ohne Zuschauer im VIP-Bereich abgehalten. DO & CO konnte sich jedoch für die ersten sechs Rennen das Team Catering für sämtliche Formel 1-Teams sowie das Formel 1-Management sichern. Neben der kulinarischen Versorgung der einzelnen Teams mit einem an COVID-19 angepassten Gesamtkonzept war DO & CO auch für die Bereitstellung der gesamten Eventinfrastruktur der einzelnen Hospitality-Bereiche verantwortlich. 

Nachdem im ersten Quartal alle Fußballspiele des FC Bayern München, FK Austria Wien und FC Red Bull Salzburg abgesagt wurden oder ohne Zuschauer stattgefunden haben, wurden im zweiten und dritten Quartal wieder einige Spiele kulinarisch betreut. Auch im Olympiapark München fanden wieder einige kleinere Veranstaltungen statt. Zudem hat DO & CO zum ersten Mal die gesamte kulinarische Verpflegung für das Filmfestival am Rathausplatz in Wien, das von 4. Juli bis 6. September 2020 stattgefunden hat, übernommen.

Auch beim ATP Tennisturnier in Wien vom 24. Oktober bis 1. November 2020 konnte das Unternehmen zeigen, dass es selbst unter strengsten Auflagen möglich ist, ein Event zu veranstalten. Insgesamt wurden mehr als 4.500 Gäste im VIP Bereich kulinarisch versorgt.

Restaurants, Lounges & Hotel

Die Division "Restaurants, Lounges & Hotel" umfasst die Geschäftsbereiche Restaurants und Cafés, Lounges, Hotel, Mitarbeiterrestaurants, Retail und Airport Gastronomie.

Da aufgrund der COVID-19 Pandemie bereits gegen Ende des Geschäftsjahres 2019/2020 in mehreren Ländern weltweit Restaurants und Hotels geschlossen werden mussten und gemeinsam mit dem Flugverkehr auch der Betrieb von Airline und Airport Lounges eingestellt werden musste, waren der Umsatz und die Ergebnisse auch in dieser Division signifikant rückläufig.

Seit Mitte Mai bis Anfang November 2020 waren alle DO & CO Restaurants in Wien wieder geöffnet. Erfreulicherweise konnten während der Wiedereröffnungsphase die Umsätze aus dem Vergleichszeitraum des Vorjahres übertroffen werden. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2020/2021 wurde auch das Demel Café in Wien mit einer neuen COVID-19 freundlichen Verkaufsraumgestaltung und einem neuen kulinarischen Konzept wiedereröffnet. Ab 15. Oktober 2020 wurde mit dem DO & CO ONYX Restaurant ein neues asiatische Konzept mit Contemporary Japanese Cuisine am Wiener Stephansplatz eröffnet, welches sich großer Nachfrage erfreute.

Da in Österreich aber ab November 2020 erneut ein Lockdown für die Gastronomie beschlossen wurde, mussten die Restaurants wieder geschlossen werden. In dieser Zeit wurde für den Demel in Wien ein "Kaiserschmarrn-to-go" Konzept entwickelt, welches an mehreren Standorten großen Anklang und in Medien sowie vor allem auf Social-Media-Kanälen großen Zuspruch fand. Pro Tag werden mehr als 1.500 Portion der österreichischen Spezialität verkauft.

Außerdem wurden am 6. Dezember 2020 das neue DO & CO Hotel, das Restaurant und die Gastwirtschaft in Kooperation mit FC Bayern München unweit des Münchner Marienplatzes fertiggestellt. Auf Grund der Verlängerung des Lockdowns in Deutschland musste jedoch die Eröffnung hier ebenso verschoben werden.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das internationale Festival Pizza Village feiert Ende Mai 2026 seine Deutschlandpremiere im Berliner Napoleon Komplex. Zehn Pizzerien aus Italien präsentieren dort neapolitanische Pizzakultur und Handwerk bei freiem Eintritt.

Das Boutiquehotel Sonne Küsnacht-Zürich eröffnet am 10. Juni 2026 das neue Restaurant Pavillon. Das Restaurant entstand nach Angaben des Hotels aus der früheren „Sonnengalerie“, die gemeinsam mit Küchel Architects neu gestaltet wurde.

Pressemitteilung

Viele Gastronomiebetriebe nutzen Spülmaschinen im Standardprogramm – oft mit unnötig hohem Energie- und Wasserverbrauch. EcoPilot von Winterhalter setzt auf KI, erkennt Stoßzeiten und passt Programme automatisch an. So sinkt der Energieverbrauch um bis zu 17 %, CO₂ wird reduziert und Ressourcen geschont – ohne Einbußen bei Hygiene oder Spülergebnis.

L’Osteria eröffnet im Sommer das erste Restaurant in Dänemark und setzt damit die internationale Wachstumsstrategie fort. In Zusammenarbeit mit einem lokalen Partner plant das Unternehmen mittelfristig den Aufbau von bis zu 15 Standorten.

Am Flughafen Düsseldorf sind neue Gastronomie- und Einzelhandelskonzepte gestartet. Betreiber Lagardère Travel Retail Deutschland baut damit sein Angebot am Standort weiter aus.

In Stockholm wird ein Café-Konzept erprobt, bei dem die Künstliche Intelligenz Mona die operative Leitung übernimmt. Medienberichte deuten auf eine signifikante Reduzierung des Personaleinsatzes hin, zeigen jedoch auch technische Grenzen bei individuellen Kundenwünschen auf.

Das Berliner Restaurant Nobelhart & Schmutzig hat seine Regeln zur Smartphone-Nutzung im Gastraum erläutert. Hintergrund ist die Stornierung eines Gastes, der die Praxis kritisierte. Parallel haben sich mehrere Betriebe der Spitzengastronomie zu ähnlichen Fragen geäußert. Die Fotoregeln des Restaurants werden seit Jahren diskutiert.

VistaPrint und Cornelia Poletto haben fünf Finalisten für die Auszeichnung zum Lokalhelden 2026 nominiert. Bis zum 10. Mai kann die Öffentlichkeit über den Gewinner eines Preisgeldes von 20.000 Euro abstimmen.

Von schwarzem Sesam über Erdbeer-Matcha-Latte bis zu Käsekuchen mit Pistazie und Ingwer mit Zitronenschale - die Berliner Gelato Week lockt Eisfreunde erneut mit ungewöhnlichen Kreationen. Etwa 50 Eisdielen in ganz Berlin nehmen teil.

Trotz steigender Lebenshaltungskosten priorisieren viele Verbraucher Restaurantbesuche als „kleinen Luxus“. Laut einer SumUp-Umfrage planen über 30 Prozent der Menschen hierfür feste monatliche Budgets ein.