Corona-Alkoholverbot: Aschaffenburger Bistro erringt Teilerfolg vor Gericht

| Gastronomie Gastronomie

Ein Bistro in Aschaffenburg ist wegen der Corona-bedingten Alkoholverbote vor Gericht gezogen und hat einen Teilerfolg erzielt. Der Bayrische Verwaltungsgerichtshof entschied, dass bei zukünftigen Betriebsschließungen über Ausnahmen nachgedacht werden müsse.

Wie der Bayrische Rundfunkt berichtet, zog die Besitzerin des kleinen Bistros „Malibu“ in Aschaffenburg mit ihrem Anwalt vor Gericht. Der Grund: Weil ihr Bistro ursprünglich als Schankwirtschaft genehmigt wurde, war sie von den Betriebsschließungen betroffen, während Speisewirtschaften weiter betrieben werden durften, auch wenn diese ausschließlich Getränke verkauften. Laut Anwalt unterscheide die Verordnung nur zwischen der ursprünglichen Genehmigung, nicht aber zwischen dem tatsächlichen Alltagsbetrieb. Das habe zur Folge, dass Betriebe mit identischem Angebot unterschiedlich von den Maßnahmen betroffen seien. Für den Anwalt ist damit klar, dass es keinen sachlichen Grund gebe, der diesen Unterschied rechtfertige. Auch das Infektionsrisiko sei seiner Meinung nach identisch hoch.

Weil der Antrag, das Bistro „Malibu“ mit Ausnahmegenehmigung wiederzueröffnen, abgelehnt worden war, kam es schließlich zum Eilverfahren vor dem Bayrischen Verwaltungsgerichtshof. Ab dem 19. September dürfen Schankwirtschaften nun wieder ihren Betrieb aufnehmen.

Obwohl das Eilverfahren abgelehnt wurde, erklärte das Gericht, dass gerade durch die lange Geltungsdauer des Bewirtungsverbotes in Zukunft über Ausnahmen nachgedacht werden müsse. Dies sei auch bei zukünftigen Verordnungen zu Betriebsschließungen im Rahmen der Corona-Pandemie zu berücksichtigen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Taco Bell bereitet den Markteintritt in Polen vor. Die Eröffnung des ersten Standortes ist für das vierte Quartal 2026 geplant. Für die Umsetzung der Expansionspläne kooperiert die Marke mit dem Unternehmen AmRest

Warum professionelle Lebensmittelsicherheit gerade in der Bio-Gastronomie eine zentrale Rolle spielt, erklärt Dennis Gasper. Er ist zertifizierter Experte für Bio-Gourmet-Ernährung und Gesundheitsprävention und leitet seit 2024 die Küche im „Kesslers Walsereck“.

Eine Umfrage im Auftrag von OpenTable zeigt eine hohe Nachfrage nach Außengastronomie im Sommer 2026. Besonders Biergärten, Public Viewing und hundefreundliche Angebote beeinflussen laut den Daten die Restaurantwahl.

Sollen die Wiesn-Zelte wirklich europaweit ausgeschrieben werden? Mit einem entsprechenden Vorstoß sorgt ein Münchner Wirt für Wirbel. Im ersten Anlauf ist er gescheitert. Doch der Streit ist keineswegs beendet. 

Svea Marie Kropp aus dem Hamburger Hotel The Fontenay hat den Rudolf Achenbach Preis 2026 gewonnen. Das Finale des Nachwuchswettbewerbs fand in der Frankfurter Naxoshalle statt.

Die internationale Themenwoche „Türkische Küche“ ist mit einem Auftaktdinner für rund 120 Gäste in Berlin gestartet. Die Veranstalter nutzen die Initiative, um die kulinarische Tradition der Türkei und deren historische Entwicklung vorzustellen.

Die Vereinigung Jeunes Restaurateurs Deutschland feiert ihr 35-jähriges Bestehen. Das Netzwerk setzt neben dem internen Wissensaustausch verstärkt auf politische Präsenz im Deutschen Bundestag und die Förderung von Jugendprojekten.

Zum Mittagessen eine Currywurst mit Pommes und Mayo? Die einen finden das lecker, die anderen ungesund. Einer Statistik zufolge sank Jahr für Jahr das Interesse an diesem Klassiker-Gericht. Bis jetzt.

Ob Fischstäbchen, Rinderroulade oder Linsensuppe: In Zeiten des demografischen Wandels sieht sich der deutsche Tiefkühlkost-Caterer Apetito langfristig auf Wachstumskurs. Der Fachkräftemangel ist Rückenwind für das Tiefkühlgeschäft.

Im Frankfurter Zoo haben die Bauarbeiten für ein neues, barrierefreies Zoorestaurant begonnen, das Ende 2027 eröffnen soll. Das zweigeschossige Gebäude entsteht zentral am Spielplatz und wird auch für externe Veranstaltungen nutzbar sein.