DEHOGA Bayern: "Dunkelrote Ampel führt zum dauerhaften Stillstand des Gastgewerbes"

| Gastronomie Gastronomie

Hinsichtlich der durch die Bayerische Staatsregierung angekündigten Verschärfung der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung, die künftig zusätzlich eine dunkelrote Warnstufe mit weiteren Einschränkungen vorsieht, nimmt Dr. Thomas Geppert, Landesgeschäftsführer des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes DEHOGA Bayern, wie folgt Stellung:

„Wenn die Sperrstunde in der geplanten Form und ohne Kompensation kommt, sehe ich hier für das bayerische Gastgewerbe auch dunkelrot: Ohne wenn und aber: Die Gesundheit unserer Mitarbeiter und Gäste steht an oberster Stelle, wir nehmen Corona sehr, sehr ernst. Wir versuchen Entgegenkommen zu zeigen, wo es nur geht. Die nunmehr beschlossenen Änderungen bedeuten aber für das bayerische Gastgewerbe einen Quasi-Lockdown, der unverhältnismäßig ist und sich nicht mehr nachvollziehen lässt. Die Zahlen belegen es: Das ordentlich arbeitende, konzessionierte Gastgewerbe stellt keine Gesundheitsgefahr dar. Es gibt funktionierende Hygienekonzepte, die einen sicheren Betrieb ermöglichen. Wenn Einzelne sich nicht an Regeln halten, dann müssen diese einzeln zur Verantwortung gezogen werden“, erklärt Geppert. Das, was nun geschehe, setze aber die Existenz des gesamten Gastgewerbes aufs Spiel.


Anzeige

Gegen Corona-Viren: Professionelle Luftreinigung für Restaurants und Tagungsräume

Die High-Tech-Plasma-Technologie des Aircleaners beseitigt neben infektiösen Aerosolen auch Pollen, Allergene und Gerüche. Geeignet für bis zu 150m² Fläche. Leiser Betrieb dank Plasma-Technologie. Schon ab 189 Euro Leasing-Gebühr pro Monat. Tageskarte-Leser werden bevorzugt beliefert.
Jetzt mehr erfahren


Geppert erläutert den Widerspruch der Regelungen: „Wenn ich die Öffnungszeiten in der geschützten Gastronomie, in der Hygienekonzepte nachweislich erfolgreich umgesetzt und Gäste registriert werden, verkürze, dränge ich diejenigen, die nicht um neun Uhr ins Bett wollen, zwangsläufig zu privaten Zusammenkünften, bei denen dann weder Hygienekonzepte angewendet, noch Mindestabstände und maximale Teilnehmerzahlen eingehalten werden, geschweige denn eine Gästeregistrierung stattfindet. Zudem bedeutet für die Hotellerie eine Sperrstunde um neun Uhr, dass es künftig nicht mehr möglich sein wird, die Gäste des Hauses in zwei „Schichten“ Abend essen zu lassen. Dies trägt derzeit maßgeblich zur Entzerrung der Gästenachfrage bei und schafft Raum für Abstände zwischen den Tischen.“

Geppert: „Ich halte die Verschärfungen für kontraproduktiv und in höchstem Maße existenzgefährdend.“

Für gastgewerbliche Betriebe in Lockdown-Gebieten brauchen wir umgehend die von Ministerpräsident Markus Söder in seiner Regierungserklärung angekündigten Soforthilfen: „Ohne schnelle Entschädigungen für die unverschuldeten Schließungen unserer Betriebe werden viele den Lockdown und die Folgen daraus nicht überstehen. Als zusätzliche branchenübergreifende Rettungsmaßnahme benötigen wir einen Tilgungszuschuss. Nur so kann die Zahlungsfähigkeit von der Pandemie besonders betroffener Betriebe auch im nächsten Jahr mittelfristig gesichert werden.“
 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Stadt Mainz bleibt bei ihrem Verbot für das Oktoberfest. Daran änderte auch die Vorlage neuer Unterlagen nichts, die der Veranstalter gemeinsam mit dem Gaststättenverband Dehoga am Mittwoch eingereicht hatte.

Tim Raue und der Berliner Unternehmer Nils Hölterhoff starten das Pizza-Konzept "Spizza Pizza" für Flughäfen und Bahnhöfe. Die erste Filiale soll im Dezember am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) eröffnen.

Subway führt ab 2027 ein neues Restaurant- und Markenkonzept in der EMEA-Region ein. „Blueprint“ umfasst neue Restaurantgestaltungen, Bestellwege sowie zusätzliche Angebote für Morgen, Tag und Abend.

Frédéric Prinz von Anhalt blieb mit einer Rechnung von 38.000 Euro allein am Tisch zurück. Was die Frage aufwirft: Muss man wirklich alles zahlen, wenn andere die Zeche prellen? Ein Anwalt klärt auf.

Die Nutzung des Festzeltes ist von der Stadt untersagt worden wegen fehlender Unterlagen. Nun präsentierten Veranstalter und Dehoga Papiere zu Standsicherheit und Brandschutz.

Das Landesumweltamt NRW hat Geruchsmessungen an Holzkohlegrillanlagen in der Gastronomie beauftragt. Ein Forschungsbericht im Auftrag des Umweltbundesamtes untersucht die Emissionen gewerblicher Grills und die Wirksamkeit von Abgasreinigungssystemen.

 

Sechs Köche treten am 16. November in München im Finale von „Koch des Jahres“ an. In fünf Stunden müssen sie ein Drei-Gänge-Menü zubereiten, das anschließend von einer zwölfköpfigen Jury bewertet wird.

Das Posthotel Alexander Herrmann in Wirsberg verändert seine Gastronomie. Im Mittelpunkt stehen das auf 172 Abende begrenzte AURA unchained 172 und die Umwandlung des Bistros „oma & enkel“ in ein fränkisches Wirtshaus.

Laut YouGov ist der Anteil der Alkoholtrinker in Deutschland innerhalb von zehn Jahren von 78 auf 68 Prozent gesunken. Der Barmanager der Hamburger Skyline Bar 20up berichtet zugleich von steigender Nachfrage nach alkoholfreien Cocktails – ihr Anteil am Cocktailverkauf liege bei rund 30 Prozent.

Uber hat den Kauf der US-Cateringplattform ezCater für 2,3 Milliarden US-Dollar vereinbart. Mit der geplanten Übernahme soll Catering in das Angebot von Uber Eats eingebunden werden; der Abschluss steht noch unter Vorbehalt.