DEHOGA in Niedersachsen hofft auf Heizpilze

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Der DEHOGA Niedersachsen hofft auf ein Einsehen der Politik bei den umstrittenen Heizpilzen. «Es ist ein sehr sensibles Thema, überall versucht man Emissionen herunterzufahren», sagte Hauptgeschäftsführer Rainer Balke der Deutschen Presse-Agentur. Es solle kein Dauerzustand sein, sondern zunächst für Herbst und Winter gelten. «Es ist in der Diskussion und wir hoffen, dass man über seinen politischen Schatten springt und uns unterstützt.» Gasbetriebene Heizpilze und elektrische Heizstrahler verbrauchen zusätzliche Energie.

Gastronomen müssten ihren Teil beitragen und die Hygienemaßnahmen nicht zu lax handhaben. «Da sind wir auf einem guten Weg», betonte Balke. Die Gefahr eines zweiten Lockdowns gehe angesichts steigender Infektionszahlen in der Pandemie trotzdem um. «Zweidrittel des Gastgewerbes halten sich für existenzbedroht, ein Lockdown könnte zur Schließung führen. Das wollen wir vermeiden.»


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Einen genauen Überblick über die Regelungen mit Gas-Heizpilzen und Elektro-Wärmestrahlern hat der DEHOGA nicht - zu regional seien die Regelungen auf öffentlichem Grund. In vielen Gemeinden sei man für Kompromisse bereit, das sei Ausdruck des Verständnisses, dass es dem Gastgewerbe schlecht gehe. In Hannover sei der Bezirksverband in der Diskussion mit der Stadt - bisher gilt ein Verbot.

Auch in Lüneburg sind die Wärmespender von öffentlichen Flächen aus Umweltschutzgründen verbannt. Ein Dringlichkeitsantrag der SPD im Wirtschaftsausschuss für eine Genehmigung von Heizstrahlern führte dazu, dass das Thema am nächsten Dienstag auf der Tagesordnung für die Ratssitzung der Hansestadt steht. Beantragt wird das Aufstellen von Heizpilzen bis Ende April und eine Erweiterung der Außengastronomie bis Ende 2021 mit der Möglichkeit, Zelte zu errichten.

Die teilweise verbotenen Wärmespender sollen in der Corona-Krise gar vom Bund gefördert werden. «Auch in den Herbst- und Wintermonaten ist eine funktionierende Außengastronomie ein Teil der Lösung», sagte der Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU). «Deshalb möchten wir Heizpilze nicht nur ermöglichen, sondern in den laufenden Überbrückungshilfen II wird die Anschaffung sogar finanziell unterstützt.» Damit solle der «stark gebeutelten» Gastronomie geholfen werden. (dpa)
 

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