Dehoga: Landgasthöfe-Sterben hat Folgen für touristische Struktur

| Gastronomie Gastronomie

Die wegen der Corona-Pandemie befürchtete Pleitewelle bei den Landgasthöfen könnte nach Auffassung des Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga Niedersachsen für das Tourismusland Niedersachsen fatale Folgen haben. «Wenn die Landgastronomie wegfällt, bricht auch die touristische Infrastruktur zusammen», sagte Geschäftsführerin Renate Mitulla. 

Der Verband rechnet damit, dass in der nächsten Zeit wegen der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie 7000 Betriebe im Bundesland schließen werden. «Der größte Teil davon sind Landgasthöfe und getränkeorientierte Betriebe wie Diskotheken und Bars», so Mitulla. 

Das kann Hartmut Meyer, bestätigen, der als Unternehmensberater für die Dehoga Niedersachsen Gastronomen in der Krise berät. Von den 60 Mandanten, die er zurzeit unterstütze, seien 35 Landgasthöfe. «Von diesen überlegen vier, dicht zu machen. Weitere drei sind in die Insolvenz in Eigenverwaltung gegangen», so Meyer. Den Landgasthöfen fehle die Planungssicherheit. Sie lebten von etwa Hochzeiten oder Winterbällen. Es werde oft nicht bedacht, dass Gasthöfe in der ländlichen Region große Arbeitgeber geworden seien. Diese Arbeitsplätze seien nicht zu ersetzen. «Es sind die Mitarbeiter, die jetzt weinen, weil sie schon wieder in Kurzarbeit geschickt werden.» (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Eat Happy Group und Hana Europe verhandeln über eine Fusion mit dem Ziel, eine europäische Plattform für asiatische Fertiggerichte aufzubauen. Die Umsetzung steht unter Vorbehalt von Genehmigungen und Betriebsratsanhörungen.

Das 39. Schleswig-Holstein Gourmet Festival verzeichnete rund 2.420 Gäste und über 12.700 servierte Speisen. Neben kulinarischen Schwerpunkten durch 22 Gastköche stand ein Charity-Dinner zugunsten des Kinderschutzbundes im Mittelpunkt der Saison.

Spitzenköche mit insgesamt 26 Michelin-Sternen trafen sich Ende März in Kitzbühel zum Wettbewerb Koch-Legenden am Hahnenkamm. Neben einem Skirennen standen handwerkliche Prüfungen und der fachliche Austausch im Mittelpunkt.

Die Berliner Restaurant-Reservierungsplattform Quandoo wird ihren Betrieb einstellen. Das Unternehmen teilte auf seiner Webseite mit, die Plattform bis Ende Dezember 2026 „in einem geplanten und geordneten Prozess“ abzuwickeln.

Klüh Catering kooperiert mit der TU Dortmund und dem Universitätsklinikum Essen im Projekt Green Hospital Food. Die Initiative strebt eine klimaneutrale und gesundheitsfördernde Verpflegung im Krankenhaussektor bis 2027 an.

Eine aktuelle Bitkom-Studie belegt, dass die Mehrheit der Deutschen voreingestellte Trinkgeldoptionen an Kartenterminals ablehnt. Vor allem mangelndes Vertrauen in die Weiterleitung der Beträge und die Beeinflussung der Trinkgeldbeträge durch feste Prozentsätze sorgen für Skepsis.

Das Münchner Gastronomiekonzept „Kneipe 80“ soll nach Angaben des Unternehmens künftig auch außerhalb der Stadt umgesetzt werden. Erste neue Standorte sind in Augsburg und am Tegernsee geplant.

Bayerisches Bier ist auch in den USA sehr beliebt. Texaner müssen dafür künftig nicht mehr unbedingt über den großen Teich fliegen. Auch in einer Kleinstadt bei Dallas heißt es bald «O zapft is».

L’Osteria hat ihren ersten Standort in Halle an der Saale eröffnet. Im ehemaligen Kaufhof am Marktplatz bietet das Restaurant Platz für insgesamt 369 Gäste im Innen- und Außenbereich.

Ruff’s Burger expandiert in das Rhein-Main-Gebiet und eröffnet am 3. April einen neuen Standort in der Wiesbadener Altstadt. Das Konzept setzt auf eine Kombination aus klassischen Burger-Varianten und einer Kooperation mit einem regionalen Weingut.