Dehoga-Rheinland-Pfalz startet Corona-App

| Gastronomie Gastronomie

Der rheinland-pfälzische Hotel- und Gaststättenverband Dehoga will am 1. September eine App starten, um Kontaktpersonen im Corona-Fall schnell zu ermitteln. Die App erfasst Name und Adresse digital. Das Projekt solle an diesem Freitag vorgestellt werden, berichtete die «Rhein-Zeitung» (Mittwochausgabe).

Demnach lädt sich jeder Gast die App auf sein Handy und legt sich eine digitale Visitenkarte an. Beim nächsten Besuch scannt er mit dem Telefon einen sogenannten QR-Code. Dabei werden persönliche Daten erfasst, «in einem externen Rechner gespeichert und nach vier Wochen automatisch gelöscht», sagte Dehoga-Präsident Gereon Haumann.

Im Gastronomiebetrieb sehe keiner die Daten. Entschlüsselt würden diese «in einem virtuellen Vieraugenprinzip» nur, wenn das Gesundheitsamt die Namen von Kontaktpersonen brauche. Für Gäste ohne Handy gebe es zwei Möglichkeiten, sagte Haumann der «Rhein-Zeitung»: Sie füllen weiter einen Zettel aus oder nutzen ein Gerät des Lokals.

Es gehe um ein Joint Venture des Dehoga mit «jungen, talentierten Programmierern», sagte Haumann dazu der Deutschen Presse-Agentur. «Wir haben während der Corona-Zeit gesehen, dass viel Digitalisierung möglich ist - auch im Gastgewerbe.» Da seien Papierzettel nicht mehr zeitgemäß. «Die Jugend programmiert, wir vertreiben, und die Gäste profitieren», meinte der Präsident des Dehoga Rheinland-Pfalz. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Michelin Guide hat elf verbreitete Irrtümer rund um Sterne, Inspektoren und Bewertungsverfahren aufgegriffen. Die Organisation erläutert dabei ihre Kriterien für die Auszeichnung von Restaurants und die Arbeitsweise ihrer Prüfer.

Das Berliner Zwei-Sterne-Restaurant Facil startet zum 25-jährigen Jubiläum eine sechsteilige Podcastreihe mit Reiner Veit. Das Audioformat beleuchtet ab dem 24. Juni 2026 die Geschichte und die personelle Kontinuität des Gastronomiebetriebs.

Bei den Frankfurter Gastro Talent Awards 2026 wurden Liv Geller als Kochtalent und Mihail Zaiat als Bartalent ausgezeichnet. Die Veranstaltung kehrte nach einer dreijährigen Pause als Teil des Rahmenprogramms der Michelin-Gala zurück.

Am Dienstag gibt der Guide Michelin in Frankfurt am Main die neuen Sterne für Deutschland bekannt. Bereits eine Woche zuvor hatte der Restaurantführer zehn neue Bib-Gourmand-Auszeichnungen veröffentlicht.

Starbucks Korea hat nach einem Werbe-Skandal sämtliche der über 2.000 Filialen in Südkorea vorzeitig geschlossen. Die Cafés wurden am Nachmittag dichtgemacht, damit Mitarbeiter an einer verpflichtenden Geschichtsschulung teilnehmen können.

Der Dresdner Historiker Andreas Rutz sieht Restaurants, Kneipen und gemeinsames Essen als wichtige Bestandteile des gesellschaftlichen Lebens. Zugleich beobachtet er einen Wandel der Esskultur durch Fast Food, To-go-Angebote und veränderte Lebensgewohnheiten.

Der Wirt Alexander Egger bleibt bei einer Klage gegen die Zeltvergabe auf dem Oktoberfest erneut erfolglos. Das Verwaltungsgericht wies seinen Eilantrag ab. Das letzte Wort ist aber nicht gesprochen.

Lidl hat in Dundonald bei Belfast seinen ersten Pub eröffnet. Hintergrund sind besondere Regelungen des nordirischen Alkoholrechts, die dem Discounter den Verkauf alkoholischer Getränke in einer Gaststätte ermöglichen.

Die Zelte für das Münchner Oktoberfest können trotz eines Gerichtsstreits aufgebaut werden. Das Bayerische Oberste Landesgericht lehnte den Eilantrag eines Wirtes ab, wonach die Betreiber zweier Festzelte zunächst nicht zur Wiesn zugelassen werden sollten.

Partner für Berlin hat zum 30-jährigen Jubiläum der Berliner Meisterköche die Nominierungen für das Jahr 2026 verkündet. Eine Jury wählte aus rund 150 Vorschlägen die Finalisten in sechs Kategorien aus, deren Gewinner im November gekürt werden.