Details zum «La Vie» von Thomas Bühner in Taipeh

| Gastronomie Gastronomie

Knapp fünf Jahre nach der Schließung des Drei-Sterne-Restaurants «La Vie» in Osnabrück meldet sich Spitzenkoch Thomas Bühner (60) mit einem Restaurant ähnlichen Namens zurück. Das hatte Tageskarte bereits berichtet. Das «La Vie by Thomas Bühner» eröffnet im ersten Halbjahr 2023 im taiwanesischen Taipeh, wie seine PR-Agentur am Mittwoch mitteilte. Der Gourmettempel biete Platz für 27 Gäste.

Die Aufgabe des Küchenchefs übernimmt der aus Hongkong stammende Xavier Yeung. Bühner fungiere als Konzeptgeber, konzipiere die Speisekarte und werde viermal im Jahr für zwei bis drei Wochen vor Ort sein. Bühner hatte sein vom Michelin-Guide mit drei Sternen ausgezeichnetes Restaurant in Osnabrück im Sommer 2018 schließen müssen. Der Betreiber, das Stahlunternehmen Georgsmarienhütte-Gruppe, wollte es nicht länger finanzieren.

Der aus Hongkong stammende Küchenchef Yeung hat bereits bei Joël Robuchon und Richard Ekkebus Erfahrungen gesammelt und bringt damit die besten Voraussetzungen für das neue „La Vie by Thomas Bühner" mit. Er hat zuvor bereits mit Thomas Bühner zusammengearbeitet, denn zuletzt war Yeung  Küchenchef des Restaurants Majesty im Kaohsiung Marriott Hotel, das Thomas Bühner bis Ende Oktober 2022 beraten hat.

Im neuen La Vie wird es eine europäische Küche mit den besten taiwanesischen Produkten angeboten. Bühner-Fans dürfen sich dabei auf Gerichte freuen, die in einigen Bereichen sicherlich auch an das erste la vie in Osnabrück erinnern werden. Denn die über fast drei Jahrzehnte entwickelte Küchenphilosophie des Spitzenkochs ist sozusagen Teil seiner DNA: Eine avantgardistische Aromenküche, die sich grundsätzlich am Eigengeschmack eines jeden Produktes orientiert und sich durch Bühners Vorliebe für das Niedertemperaturgaren und die große Spannbreite eines Menüs auszeichnet. Puristische Gerichte wechseln sich immer mit spielerisch angerichteten Tellern ab und erzeugen dadurch eine sinnliche Dramaturgie. Insgesamt wird das „La Vie by Thomas Bühner" 27 Gästen einen Platz bieten. Und das in atemberaubendem Ambiente, für das Interior Designer Olaf Kitzig verantwortlich zeichnet.

Mit dem neuen Restaurant befindet sich Bühner in bester Gesellschaft, denn die Millionenstadt Taipeh zählt derzeit rund 31 Restaurants, die vom Guide Michelin mit mindestens einem Stern und bis zu drei Sternen ausgezeichnet sind. Zu den bekanntesten gehören dabei sicherlich die Zwei-Sterne-Restaurants L'Atelier de Joël Robuchon, das RAW von André Chiang, und das Restaurant Taïrroir. Letztere befinden sich in direkter Nachbarschaft zum neuen „La Vie by Thomas Bühner". Denn dieses eröffnet in der modernen Noke Mall - einem neu entwickelten Einkaufszentrum mit diversen Restaurants, einer Kunstausstellung, Shops internationaler Luxusmarken und einer Eislaufarena. 

Betrieben wird das neue „La Vie" von Bühners taiwanesischem Partner Genesis Lavie unter der Leitung von Ray Wu. Bühner selbst fungiert als Konzeptgeber und Patron des Projektes. Er zeichnet also nicht nur für die Besetzung der Position des Küchenchefs verantwortlich, sondern wird auch die Speisekarte konzipieren, das Team vor Ort trainieren und mindestens vier Mal im Jahr für zwei bis drei Wochen persönlich vor Ort sein. Für Bühner kein ungewöhnlicher Weg, denn in den vergangenen Jahren hat sich der Wahl-Osnabrücker beruflich noch einmal ganz neu aufgestellt: Statt ein Restaurant zu führen und täglich hinter dem Herd zu stehen, ist Bühner zum international gefragten Berater und Gastkoch avanciert. Dabei ist der asiatische Markt für ihn einer der wichtigsten geworden. Bereits 2019 hat Bühner im Süden von Taiwan das Majesty Restaurant im Kaohsiung Marriott Hotel eröffnet - und bis Ende Oktober 2022 als kulinarischer Berater begleitet. (mit dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

ATLANTIC Hotels hat Details zur 20 High Skyline Bar im neuen Atlantic Hotel Frankfurt vorgestellt. Die Bar soll mit der Hoteleröffnung im September 2026 den Betrieb aufnehmen und wird von Mo Kaba geleitet.

Tim Raue eröffnet gemeinsam mit der Heidelberger Bliss-Group ein zeitlich begrenztes Restaurant im ehemaligen Commissary des Patrick-Henry-Village. Das Konzept mit dem Titel Taste of the Dragon umfasst ein Fünf-Gänge-Menü.

Der Aufbau des Oktoberfests läuft auf Hochtouren, der berühmte Paulaner-Turm steht - aber die Kellnerinnen-Parade des Künstlers Emil Kneiß ist kopflos geworden: Eine schwarze Folie verhüllt die Gesichter. Über den Hintergrund herrscht Rätselraten.

Burger King will die in den vergangenen Jahren wegen Pandemie und Inflation aufgeschobene Expansion in Deutschland nun nachholen. «Alle Zeichen stehen auf Wachstum», sagte Deutschland-Chef Andreas Bork zum 50. Jahrestag der Eröffnung des ersten deutschen Burger-King-Restaurants.

Die Landeshauptstadt Hannover zieht nach dem Abschluss des 497. Schützenfestes eine positive Bilanz der zehntägigen Veranstaltung. Nach Angaben der Stadtverwaltung kamen rund 900.000 Besucher auf den Schützenplatz.

Die peruanische Hauptstadt Lima richtet am 4. November erstmals die Verleihung der The World’s 50 Best Restaurants aus. Wie der Veranstalter mitteilt, finde die Preisverleihung damit zum ersten Mal in Südamerika statt.

Für die insolvente Hamburger Gastronomie TamTam hat der vorläufige Insolvenzverwalter die Investorensuche gestartet. Ob und wann der Betrieb wieder aufgenommen wird, hängt nach seinen Angaben von einer erfolgreichen Übernahme ab.

Der frühere Profifußballer Lukas Podolski betreibt schon eine ganze Dönerkette. Auch Schauspieler Frederick Lau plant nun in Berlin einen Dönerladen. Allerdings ganz ohne Fleisch.

Der Betreiber des TamTam im Hamburger Hanseviertel hat Insolvenz beantragt. Der aktuelle Betrieb war erst im Oktober 2025 gestartet. Zuvor hatte das frühere Le Big TamTam im September 2025 geschlossen.

Der Koch Markus Stöckle will im Herbst 2026 ein neues Restaurant in der Zürcher Altstadt eröffnen. Das Lokal entsteht an der Glockengasse 7 im Kreis 1, wo früher das Restaurant Kaiser’s Reblaube ansässig war. Stöckle gehe das Projekt gemeinsam mit seiner Partnerin Elif Oskan an, berichtet der Gastroführer GaultMillau.