Drei-Sterne-Koch Christian Jürgens nach schweren Vorwürfen freigestellt

| Gastronomie Gastronomie

Star-Koch Christian Jürgens (54) ist von der Führung seines Gourmet-Restaurants «Überfahrt» am Tegernsee freigestellt worden. Das teilten die Althoff Hotels, zu denen das Restaurant gehört, am Freitag mit.

Zuvor hatte der «Spiegel» über Vorwürfe ehemaliger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gegen den Drei-Sterne-Koch wegen unangemessenen Verhaltens berichtet. Auch andere Medien greifen den Fall prominent auf: Süddeutsche, Focus)

Laut «Spiegel» wies Jürgens über eine Anwältin die Vorwürfe als «unwahr» zurück. Die geschilderten Vorgänge hätten sich »zu keinem Zeitpunkt« ereignet.

Wir der Spiegel berichtet, soll der Spitzengastronom Mitarbeiter sexuell belästigt und beleidigt haben, viele ehemalige Angestellte werfen ihm in dem Artikel Demütigung und Machtmissbrauch vor.

Der «Spiegel» hat für die Recherche nach eigenen Angaben mit mehr als zwei Dutzend früheren Angestellten aus Küche und Service gesprochen und es lägen Arbeitszeugnisse, Chatverläufe und eidesstattliche Erklärungen vor.

In der Mitteilung von Althoff Hotels hieß es: «Zunächst möchten wir klar sagen, dass uns die Vorwürfe nach wie vor erschüttern. Mit Wirkung vom 5. Mai 2023 haben wir daher entschieden, Christian Jürgens freizustellen.» Die Anschuldigungen müssten nun «im Detail geprüft und eindeutig aufgeklärt werden».

Jürgens ist einer der bekanntesten und erfolgreichsten Köche Deutschlands. Seine Karriere führte ihn aus seiner Geburtsstadt Unna über seine Ausbildung in Bad Homburg Ende der 1980er Jahre nach München. Dort arbeitete er bei Feinkost Käfer, dann im «Tantris» und landete nach Stationen in Aschau und auf Sylt schließlich in Eckart Witzigmanns «Aubergine». Seit 2008 ist der 54-Jährige der Küchenchef im Gourmet-Restaurant «Überfahrt» in Rottach-Egern am Tegernsee. (mit dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Gastronomische Akademie Deutschlands hat Drei-Sterne-Koch Christian Bau auf der 78. Frankfurter Buchmesse mit der Goldenen Feder für sein Buch „Paris–Tokio“ ausgezeichnet. Im Rahmen des Wettbewerbs vergab die Jury insgesamt 61 Preise an Verlage und Autoren.

Daniel Craig hat sich einem Bericht der „Times“ zufolge am Londoner Pub „Horseshoe“ beteiligt. Mit zwei Geschäftspartnern wolle der frühere James-Bond-Darsteller das Lokal in Clerkenwell zunächst renovieren lassen.

Klaus Rader, Co-Gründer von L'Osteria, kommt auf Mallorca bei einem Autorennen ums Leben. Die Unfallursache ist unklar. Die Veranstalter sagen nach dem Unfall das Ereignis ab.

Starbucks hat laut Financial Times mit Beratern an einer möglichen Übernahme von Chipotle gearbeitet. Ob bereits ein formelles Angebot vorliegt, ist nicht bekannt; Starbucks verweist auf seinen laufenden Konzernumbau.

Burger King heißt in Australien Hungry Jack’s. Der ungewöhnliche Name geht auf ein Markenproblem aus dem Jahr 1971 zurück. Später eskalierte der Streit zwischen Burger King und seinem australischen Franchisenehmer sogar vor Gericht.

Die Stadt Mainz bleibt bei ihrem Verbot für das Oktoberfest. Daran änderte auch die Vorlage neuer Unterlagen nichts, die der Veranstalter gemeinsam mit dem Gaststättenverband Dehoga am Mittwoch eingereicht hatte.

Tim Raue und der Berliner Unternehmer Nils Hölterhoff starten das Pizza-Konzept "Spizza Pizza" für Flughäfen und Bahnhöfe. Die erste Filiale soll im Dezember am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) eröffnen.

Subway führt ab 2027 ein neues Restaurant- und Markenkonzept in der EMEA-Region ein. „Blueprint“ umfasst neue Restaurantgestaltungen, Bestellwege sowie zusätzliche Angebote für Morgen, Tag und Abend.

Frédéric Prinz von Anhalt blieb mit einer Rechnung von 38.000 Euro allein am Tisch zurück. Was die Frage aufwirft: Muss man wirklich alles zahlen, wenn andere die Zeche prellen? Ein Anwalt klärt auf.

Die Nutzung des Festzeltes ist von der Stadt untersagt worden wegen fehlender Unterlagen. Nun präsentierten Veranstalter und Dehoga Papiere zu Standsicherheit und Brandschutz.