Essenslieferant Takeaway darf Just Eat übernehmen

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Der niederländische Essenslieferant Takeaway darf den britischen Wettbewerber Just Eat übernehmen. Die britische Wettbewerbsbehörde CMA hat die geplante Übernahme am Donnerstag gebilligt. Die CMA sei zu dem Schluss gekommen, dass Takeaway ohne die Übernahme wohl in naher Zukunft nicht als eigenständiger Akteur auf den britischen Markt gekommen wäre, teilte sie mit. Darum sei gegen die Übernahme aus Sicht der britischen Kunden nichts einzuwenden.

Takeaway hat sich unterdessen Geld am Kapitalmarkt besorgt. Durch eine Kapitalerhöhung und die Ausgabe von Wandelanleihen sind dem niederländischen Konzern 700 Millionen Euro zugeflossen, teilte Takeaway am Donnerstag mit. 400 Millionen Euro hat das Unternehmen durch die Ausgabe neuer Aktien eingespielt, den Rest durch die Wandelanleihen. Die 4,6 Millionen Aktien wurden für 87 Euro pro Stück an die Investoren gebracht.

Der Essenslieferdienst Takeaway.com bringt durch eine Übernahme im vergangenen Jahr deutlich mehr Essen zu den Kunden. Für das erste Quartal kann das Unternehmen 46,7 Millionen Bestellungen vorweisen, 50 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. In Deutschland sind die Lieferungen sogar um 126 Prozent gestiegen, erklärten die Niederländer am Donnerstag in Amsterdam. Die Takeaway-Aktie legte um gut 8 Prozent zu.

Der Konzern hatte 2019 das Deutschland-Geschäft von Delivery Hero mit Marken wie Foodora, Lieferheld oder Pizza.de für 930 Millionen Euro übernommen. Ohne die Übernahme wäre Takeaway in Deutschland um vergleichsweise bescheidene 19 Prozent gewachsen, geht aus der Mitteilung des Unternehmens hervor.

Takeaway litt zudem im März kurzzeitig unter der Corona-Krise. Ab Mitte März sei deutlich weniger ausgeliefert worden, weil Restaurants geschlossen hätten und aus Büros sowohl mittags als auch abends weniger bestellt worden sei, hieß es weiter. Gegen Ende März habe sich das Geschäft aber erholt. (dpa)


 

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