Foodporn-Tipps von Opentable

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Food-Fotos überschwemmen das Internet, besonders Social Media. Was die Deutschen zu diesem Trend bewegt, hat OpenTable in einer repräsentativen Umfrage mit dem Meinungsforschungsinstitut YouGov herausgefunden. Ergebnis: Über die Hälfte der Deutschen fotografiert ihr Essen. Ganze 53% der Deutschen gaben an, ihr Essen schon einmal fotografiert zu haben. Davon knipsten 52% der Food-Fotografen ihr Essen in der Regel während eines Restaurantbesuchs. Die Frequenz nimmt hierbei zu, je jünger die Altersgruppe ist: Während 15% der 18 bis 34-jährigen ihr Essen (sehr) häufig dem Blitzlichtgewitter aussetzen, sind es in der Generation 55+ nur noch 4%. Bemerkbare Unterschiede gibt es ebenfalls in den einzelnen Bundesländern, so werden die gastronomischen Kreationen in Nordrhein-Westfalen mit 59% am häufigsten fotografisch festgehalten, während in Schleswig-Holstein mit 33% die wenigsten Food-Fotografen ihre Lieblingsspeisen im Restaurant fotografieren.

Faszination: Food
Dabei lösen unterschiedlichste Gründe den Wunsch in Food-Liebhabern aus, ihre Freude an der Speise durch ein Foto digital zu verlängern. Generell spielt die Optik eine größere Rolle als der Geschmack. Während 63% ihr Essen fotografieren, weil es ihnen unter anderem optisch zusagt, gaben nur 33% an, ihr Essen schon einmal fotografiert zu haben, weil der Geschmack sie überzeugte. Darüber hinaus gibt es weitere Anreize: So ist Foodtography im Urlaub besonders beliebt (29%), um die kulinarischen Höhepunkte der Reise zu dokumentieren. Zudem nutzen 27% der Befragten ihre Fotos, um das Restaurant noch aussagekräftiger an Freunde empfehlen zu können. Und natürlich wird die Kamera oder das Smartphone auch häufig (26%) gezückt, um die Bilder anschließend auf Social Media Kanälen zu teilen.
Wenn sich dazu entschieden wurde, den Teller vor sich fotografisch festzuhalten, ist für die Mehrheit (73%) der Food-Liebhaber die Art und Weise des Anrichtens der Gerichte besonders wichtig. Aber auch auf die Tischdekoration (21%), die Lichtverhältnisse (19%) sowie Geschirr und das Besteck (12%) kommt es den Fotografierenden an.

Fünf goldene Regeln der Foodtography
Ob zur eigenen Erinnerung oder zum Teilen mit anderen – man möchte den kulinarischen Moment des Restaurantbesuches durch ein gutes Foto nachvollziehbar machen. „Unsere Partnerrestaurants erschaffen jeden Tag kleine kulinarische Kunstwerke, mit denen sie ihre Gäste verwöhnen. Gerade wir als digital aufgestelltes Unternehmen freuen uns daher sehr für die Restaurants, wenn ihre Kochkünste durch die heutigen digitalen Möglichkeiten mit der ganzen Welt geteilt werden“, so Daniel Simon, OpenTable Country Manager Deutschland. „Bilder von Speisen, die Appetit machen, nehmen in den sozialen Medien einen großen Stellenwert ein. Doch die richtige Inszenierung will natürlich gekonnt sein. Damit sich zukünftig noch mehr Gäste wagen, ihr Restauranterlebnis bildlich festzuhalten, haben wir gemeinsam mit der Food-Fotografin Vivi D’Angelo die goldenen Regeln der Foodtography zusammengestellt.“

1. Licht 
Jede Lichtquelle (Glühbirne, Sonne, Kerze…) hat ihre eigene Farbigkeit. Um die Farben der Speisen realitätsgetreu wiederzugeben, ist eine neutrale Lichtfarbe absolute Grundvoraussetzung. Tageslicht hat meist eine neutrale, natürliche Farbe und ist somit das ideale Licht, um Food zu fotografieren. Licht und Schatten machen zudem die Formen und Strukturen für das Auge sichtbar. Am besten gelingt dies, wenn das Licht von hinten oder seitlich auf das Gericht fällt. Wer nah am geschlossenen Fenster arbeitet, sieht genau, wo die Licht- und Schattenseite im Bild entsteht. 

2. Beschaffenheit des Lebensmittels
Hat eine Speise eine besondere Farbe oder Textur, dann gilt es, diese bestmöglich zur Geltung zu bringen. Die Farbe strahlt umso mehr, wenn sie durch Requisiten in dazu passenden Farben wieder aufgegriffen wird oder diese einen knalligen Kontrast erzeugen. Texturen, wie bei einer knusprigen Kruste oder einer schimmernden Sauce, bringt man am besten zur Geltung, indem man mit Licht arbeitet. Ein sanfter Lichteinfall von hinten macht Texturen und Transparenzen sichtbar und bringt Soßen und saftige Speisen zum Glänzen. 

3. Perspektive
Die ideale Perspektive ist abhängig von der Form der Speise. Hohe Speisen mit Füllung, wie Burger, Torten oder auch ein Getränk in einem Glas, zeigt man am besten bei 0° – also direkt frontal. Soll sowohl die Oberfläche als auch Innenleben eines Gerichts gezeigt werden, eignet sich ein 45°-Winkel, schräg von oben. Bei flachen Lebensmitteln oder spannenden Oberflächen ist es ratsam, von oben zu fotografieren (90°-Winkel). 

4. Eine Geschichte erzählen
Bevor fotografiert wird, sollten einige grundlegenden Fragen überdacht werden: Was soll eigentlich erzählt werden? Geht es um eine Szene oder eine Atmosphäre, die vermittelt werden soll? Wie fühlt sich die erschaffene Bildwelt an? Wo soll die Geschichte um die Speise verortet sein, wer lebt dort, wie sieht es dort aus? Auf Basis dieser Überlegungen sollten Requisiten ausgewählt werden – dann wird das Setting zum kleinen, privaten Theater.

5. Weniger ist mehr! 
Ein mit Bedacht gestaltetes Setting ist viel wert, doch Achtung – auch hier gilt: Weniger ist mehr! Schnell wirkt ein Bild überfrachtet und lenkt den Fokus weg vom eigentlichen Hauptdarsteller, dem Essen. Um dies zu vermeiden, kann man dekorative Elemente beispielsweise nur im Hintergrund oder im Anschnitt zeigen und Stimmung rein durch das Licht vermitteln. 
 

Zum sofortigen Ausprobieren der goldenen Regeln der Foodtography hat Opentable einige Restaurantvorschläge für Sie zusammengestellt, die auf unterschiedliche Weise zum Zücken der Kamera verlocken:

  1. Das The Reed in Berlin bietet bunte Foodbowls aus nachhaltigen und regionalen Zutaten, die durch die große Fensterfront des Restaurants in besonders gutes Licht gerückt werden.
  2. Die essbaren Kunstwerke des Münchner Gourmetrestaurants Geisels Werneckhof sorgen durch verschiedenste Konsistenzkombinationen nicht nur für ein herausragendes Geschmackserlebnis, sondern laden geradezu zum digitalen Teilen ein.
  3. Das Neni München überzeugt mit israelischen Köstlichkeiten, die unkonventionell in Töpfen und auf Backpapier am Tisch zum Teilen serviert werden und zu einem großartigen Wohlfühlambiente beitragen.
  4. Im Frankfurter Moriki werden die japanischen Speisen in großen verzierten Schalen, eleganten Tellern aus Glas und Keramik, Holzbrettern oder Korbgeflecht mit viel Liebe zum Detail optimal in Szene gesetzt.
  5. Naschkatzen aufgepasst! Wer auf der Suche nach besonders Instagram-tauglichen Desserts über den Dächern Hamburgs ist, wird im clouds – Heaven’s Bar & Kitchen fündig: vom dekonstruierten Kuchen über feinste, glänzende Pralinés bis hin zum Spaghettieis, das direkt am Tisch gepresst wird.

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