Frühlingsfest eröffnet - Vegan-Aktivisten stören Anstich

| Gastronomie Gastronomie

Bei kühlen Temperaturen ist am Samstag auf dem Cannstatter Wasen das 84. Stuttgarter Frühlingsfest eröffnet worden. Tierschutzaktivisten stürmten beim traditionellen Fassanstich die Bühne im Göckelesmaier-Festzelt. Als der Stuttgarter Bürgermeister Thomas Fuhrmann (CDU) das Fass anstechen wollte, betraten Aktivisten der Tierschutzorganisation Peta die Bühne.

Sie hielten Schilder hoch, auf denen unter anderem «Bier statt Tier» oder «Veganer Wasen jetzt!» zu lesen war und verdeckten so die Sicht auf den Bürgermeister. In Videos in den sozialen Netzwerken ist zu hören, wie das Publikum die Aktivisten ausbuhte. Sie wollten mit dieser Aktion ihre Forderung nach einem rein pflanzlichen Fest betonen, wie es in einer Mitteilung von Peta hieß. 

«Trotz kurzer Unterbrechung durch Tierschützer:innen hat er den Gerstensaft in geübter Manier fließen lassen – und das mit nur einem Schlag», teilten die Veranstalter auf der Homepage des Frühlingsfests mit.

An 23 Tagen haben die Schausteller ihre Fahrgeschäfte, Buden und Imbisse geöffnet, in den Festzelten wird ausgeschenkt und aufgespielt. Die Veranstalter erwarten nach eigenen Angaben mehr als eine Million Besucher. Im vergangenen Jahr waren 1,4 Millionen Menschen gezählt worden, es war eines der bestbesuchten Frühlingsfeste der vergangenen Jahrzehnte. 

Die Veranstalter sind zurückhaltend und erwarten nach eigenen Angaben mehr als eine Million Besucher. «Wir sind eine Open-Air-Veranstaltung und vom Wetter abhängig», teilte die in.stuttgart Veranstaltungsgesellschaft im Vorfeld mit. Im vergangenen Jahr waren 1,4 Millionen Menschen gezählt worden, es war eines der bestbesuchten Frühlingsfeste der vergangenen Jahrzehnte. 

Erstmals mit dabei ist das Geschäft «Dr. Archibald – Master of Time», eine Art aufgepeppte Geisterbahn, bei der mit virtueller Realität ein wilder Ritt durch die Zeit auf den Spuren des Forschungsreisenden Dr. Archibald geboten werden soll. Nach ihren Premieren beim «großen Bruder», dem Volkfest im Herbst, kehrt das Albdorf zurück und bietet regionale Speisen und Getränke an. Auch die Wasenboje, ein Schutzraum für Mädchen und Frauen, ist nach dem Herbst erstmals beim Frühlingsfest dabei. Traditionell gestiegen ist der Bierpreis. Die Maß wird in den vier Festzelten bis zu 13,80 Euro kosten, 60 Cent mehr als vor einem Jahr. 

Das Frühlingsfest galt einst als Auftaktveranstaltung der Schausteller nach der jeweiligen Winterpause. 

(dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Frittenwerk hat sein 50. Restaurant in Deutschland eröffnet. Der neue Standort im Halle Leipzig The Style Outlets bietet rund 80 Sitzplätze und schafft etwa 20 Arbeitsplätze.

Der Michelin Guide ist erstmals in Neuseeland vertreten und markiert damit den offiziellen Start der Publikation in Ozeanien. Im Zuge der Premiere zeichneten die Inspektoren insgesamt 110 Restaurants in den vier Regionen Auckland, Wellington, Christchurch und Queenstown aus.

Das Regensburger Restaurant Storstad stellt seine kulinarische Führung neu auf. Mit Simone Kubitzek und Hella Eggers übernimmt eine Doppelspitze das Kommando in der Küche.

Ein Forschungsteam der Stanford University hat ein KI-Modell entwickelt, das Burger nach Geschmack, Nachhaltigkeit und Nährwert optimiert. Im Blindtest schnitten einzelne KI-Burger ähnlich gut oder besser ab als ein Big Mac. Ein öffentlich zugängliches Online-Werkzeug steht nun zur Verfügung, das personalisierte Burger-Rezepte erstellen kann.

Die Getränkebestellungen in der Gastronomie verändern sich. Während Kaffee und Bier ihre Spitzenpositionen behaupten, gewinnen Matcha, neue Spritz-Varianten und Premium-Getränke nach einer Auswertung von orderbird an Bedeutung.

Die britische Restaurantkette Loungers erwägt den Schritt auf den deutschen Markt. Das Unternehmen plant nach eigenen Angaben für die zweite Jahreshälfte 2026 die Suche nach einem ersten Standort.

Die Wirtschaftskammer Wien hat die Preisträger der diesjährigen Branchenpreise Goldener Schani und Goldene Jetti bekannt gegeben. Mit diesen Auszeichnungen werden Betriebe gewürdigt, die durch ihre Außenbereiche oder Freizeitkonzepte zur Attraktivität der Stadt beitragen.

Nach einem juristischen Krimi läuft nun der Oktoberfest-Aufbau. Wie auf Münchens größter Baustelle die Wiesn-Mini-Stadt wird – und was München-Besucher wissen müssen.

Internationale WM-Gäste sorgen in nordamerikanischen Restaurants für Debatten über Trinkgeldregeln. Viele Betriebe reagieren mit automatischen Servicegebühren auf ausbleibende Zahlungen.

Die Gastronomie-Marke Kneipe 80 plant eine Tournee durch Deutschland und Österreich. Dabei ergänzen neue Standorte und diverse Gastspiele bei Großveranstaltungen das bisherige Portfolio des Konzeptgebers Marc Uebelherr.