Gastro Vision Kitchen Club: „Digitalisierung wird den Personalmangel nicht abschaffen“

| Gastronomie Gastronomie

Die Digitalisierung in Hotellerie, Gastronomie und Catering ist in aller Munde – und war darum am Montagabend auch Thema des zwölften Gastro Vision Kitchen Clubs in der Nöcker Behnk Küchenpraxis in Hamburg. Gastredner Marco Nussbaum, Founder und CEO von prizeotel, berichtete über seine First-Mover-Mentalität in Sachen Digitalisierung. Und wies gleichzeitig mit Nachdruck darauf hin, dass trotz der neuen Möglichkeiten auch der zunehmende Personalmangel nicht aus dem Blickfeld verschwinden dürfe.

Insgesamt sei mentale Flexibilität für Führungskräfte das „Ticket in die Zukunft“ – es brauche innovative Lösungen nicht nur im Bereich der Digitalisierung, sondern ebenso hinsichtlich der Personalbeschaffung und -bindung. Die rund 30 anwesenden Hamburger Küchenchefs stiegen auf dem Gastro Vision Kitchen Club in die Diskussion ein.

„Digitale Lösungen sind ein riesiges Thema für die Branche – aber sie werden den Personalmangel nicht abschaffen. Wir brauchen Nachwuchs, und wir brauchen Leute, die ihrer Profession mit Leidenschaft nachgehen. Also digitale Lösungen auf der einen Seite, aber auf der anderen Seite bleiben Gastronomie und Hotellerie nach wie vor People‘s Business. Darum müssen wir vor allem auch etwas tun, um die Branche attraktiv für die Mitarbeiter zu gestalten“, sagte Nussbaum.

Auf der nächsten Gastro Vision (13.-17.03.2020) spricht Marco Nussbaum im Themenraum Out of the Box erneut über digitale Erfolgsrezepte und berichtet zudem in einem täglichen Podcast von der Veranstaltung. Der nächste Kitchen Club by Gastro Vision findet am 27. Januar 2020 statt.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Europa-Park hat das Mitarbeiterrestaurant „Coasteria“ mit integrierter Zentralküche eröffnet. In den 4.500 Quadratmeter großen Neubau investierte das Unternehmen nach eigenen Angaben einen zweistelligen Millionenbetrag.

Der Anteil der Befragten, nach deren Ansicht bargeldloses Bezahlen in gastronomischen Betrieben möglich sein sollte, ist gestiegen. YouGov weist gegenüber März 2025 bei allen abgefragten Orten höhere Werte aus.

Bei den ersten Chef:in Awards in Hamburg sind neun Frauen in sieben Kategorien ausgezeichnet worden. Sarah Hallmann und Julia A. Leitner teilen sich den Titel Köchin des Jahres 2026.

DoorDash hat mit Wonder die Übernahme von Grubhub Campus Dining für 300 Millionen US-Dollar vereinbart. Die Technologie soll künftig auch in Hotels eingesetzt werden.

Für die Tasty Planet GmbH, die Betreibergesellschaft des Hamburger Restaurants TamTam, ist keine Investorenlösung möglich. Kein Interessent wollte den Betrieb übernehmen, wie nun der Insolvenzverwalter mitteilte.

Ein überfülltes Festgelände, Panik - und ganz viel Glück. Die Wiesn ist im vergangenen Jahr womöglich knapp an einer Katastrophe vorbeigeschrammt. Das soll nicht noch mal passieren.

Das „Weihenstephaner am Platzl“ in München ist eröffnet. Pächter und Betreiber des neuen Wirtshauses in den früher von Alfons Schuhbeck genutzten Räumen ist die Wirtsfamilie Zinner.

McDonald's Deutschland und MBRC the ocean haben eine strategische Kooperation gegen wilden Müll besiegelt, die durch datengestützte Sammelaktionen und mobile Einsatzfahrzeuge lokal für saubere Umfelder sorgen soll.

Burgermeister stellt die Geschäftsführung neu auf: Gründer Cebrail Karabelli übernimmt allein, CEO Robert Fügert scheidet aufgrund strategischer Änderungen der Expansionspläne aus. Noch im August hatte das Unternehmen konkrete Pläne für die internationale Expansion kommuniziert.

Ist das klassische Fine Dining am Ende – oder verändert es nur seine Form? Die Schließung von Bruno Verjus’ Pariser Zwei-Sterne-Restaurant hat eine Debatte über Preise, Zugänglichkeit und die Zukunft der Spitzenküche neu entfacht.