"Gastro WebReview 2021": Deutsche Restaurants holen sich Spitzenplatz in Europa

| Gastronomie Gastronomie

Die Gastronomie wurde im letzten Jahr wie kaum eine Branche von Corona geprägt. Welche Erfolgsgeschichten es trotz allem gab, wie deutsche Restaurants im internationalen Städteranking abschneiden und auf was bei der Wiedereröffnung geachtet werden muss, zeigt eine neue Studie von 6.400 Restaurants in 48 Städten.

Im Schnitt wurden im Corona-Jahr zwei Drittel weniger Restaurantbewertungen abgegeben. Dennoch wurden Restaurants in Deutschland öfter bewertet als in der Schweiz oder Österreich. Im Vergleich zwischen den Ländern fällt auf, dass diese Feedbacks häufiger von Einheimischen abgegeben wurden.

Deutsche Restaurants sind die beliebtesten, Berlin hängt alle ab

Im Ländervergleich mit den zwei Nachbaren schneiden deutsche Restaurants am besten ab und werden von Ihren Gästen über alle Kategorien besser bewertet. Den Spitzenplatz innerhalb Deutschlands holt sich dabei Berlin.

Die Restaurants in der Hauptstadt gewinnen im Verglich mit 47 anderen Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz auch die Goldmedaille in der Kategorie Essen. Im Zusammenhang mit einem oft reduzierten Speiseangebot wurden Frische und Saisonalität besonders oft gelobt. Am kritischsten waren Gäste mit ihren Restaurants in Kiel und Bremen. Auffällig sind die unterdurchschnittlichen Bewertungen skandinavischer Gäste.

Platz 1 beim Essen, bei der Ausstattung und der Preis-Leistung

Deutsche Restaurants holen sich in drei Kategorien Spitzenplatzierungen. Einzig im Service müssen sie sich knapp den Schweizern geschlagen geben und beim Ambiente haben österreichische Gastronomen die Nase vorn. Bezüglich Restaurantausstattung gab es in keiner der 48 Städte mehr positives Feedback als in Leipzig. Egal ob Sauberkeit oder familienfreundliche Angebote, Leipziger Restaurants wurden den Erwartungen gerecht.

Preis-Leistungs-Champions dürfen sich Gaststätten in Magdeburg und Mainz nennen. National und auch im Ländervergleich gab es nirgendwo mehr Lob, respektive weniger Kritik, was den Preis angeht. Bezüglich digitaler Gästekommunikation haben alle Restaurants Luft nach oben. So werden nur halb soviel Online-Reviews beantwortet, wie in der Schweiz. Am häufigsten erhalten Gäste in Kiel und München eine Antwort auf Ihr Feedback.

Gesteigertes Informationsbedürfnis

In der aktuellen Situation informieren sich Gäste noch besser, vor allem online, über das Angebot und die Schutzkonzepte eines Restaurants. Entsprechend proaktiv müssen Gastronomen*Innen alle Kanäle zur Kommunikation nutzen. Die Analyse der Gästefeedbacks aus dem letzten Jahr zeigt auch, dass Lieferangebote überdurchschnittlich oft kritisiert werden. Interessanterweise unterscheiden dabei Gäste selten zwischen der Leistung des Restaurants und der des Lieferdienstes.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Mehr Freiheit für Berlins Gastronomen? Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey plant, die starre 22-Uhr-Regel für den Außenbereich zu kippen. Nach dem Vorbild Brandenburgs sollen Gäste künftig bis Mitternacht draußen bewirtet werden dürfen.

In der Hamburger Speicherstadt konkretisieren sich die Pläne für eine prominente Neueröffnung. Das aus Südafrika stammende Gastronomiekonzept Chefs Warehouse wird am 26. Februar 2026 seinen ersten Standort in Deutschland eröffnen. Hinter dem Hamburger-Projekt stehen bekannte Namen aus der Gastro-Szene der Hansestadt.

Die Jury des Deutschen Gastro-Gründerpreises hat die zehn Halbfinalisten für das Jahr 2026 bekanntgegeben. Die ausgewählten Konzepte treten im Februar in Hamburg gegeneinander an, um sich einen Platz für das Finale auf der Internorga zu sichern.

Das Berliner Drei-Sterne-Restaurant Rutz feiert sein 25-jähriges Bestehen. Unter dem Motto „Remastered“ interpretiert Küchenchef Marco Müller prägende Gerichte der vergangenen Jahrzehnte neu und startet damit in ein Jubiläumsjahr voller internationaler Gastauftritte.

Evakuierungspläne fehlten, ein Feuerlöscher war nicht markiert: Jahre vor der Silvesterparty-Katastrophe wurden Mängel moniert. Was hat die Gemeinde versäumt?

In Berlin-Kreuzberg verbindet das neue Restaurant Fukagawa das kulinarische Erbe japanischer Ramen-Kultur mit französischer Kochkunst. Unter der Leitung von Leonardo Donati und Felix Thoms entstand ein Fine-Dining-Konzept, das traditionelle Brühen und hochwertige Produkte neu interpretiert.

Der Österreichische Bauernbund fordert eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung für Lebensmittel in der Gastronomie. Damit sollen Transparenz bei Fleisch, Milch und Eiern geschaffen und die heimischen Landwirtschaftsbetriebe im Wettbewerb gestärkt werden.

Lieferando ruft zur Abstimmung für die jährlichen Awards auf. Neben klassischen Gastronomiebetrieben in 16 nationalen und 50 lokalen Kategorien rücken in diesem Jahr verstärkt Lebensmittelhändler und Floristen in den Fokus.

McDonald’s Deutschland startet im Januar 2026 eine neue Werbeplattform für großformatige Burger. Mit Fokus auf Rohstoffe aus deutscher Erzeugung und zeitlich befristete Rezepturen, wie den Big Gouda, zielt das Unternehmen bis Ende April auf Kunden mit hohem Sättigungsbedarf ab.

Die Brasserie Colette feiert zehnjähriges Bestehen und führt an den Standorten Berlin, München und Konstanz ein neues, flexibleres Speisekartenkonzept ein. Im Fokus stehen individuell zusammenstellbare 4-Gang-Menüs und eine verstärkte Zusammenarbeit mit regionalen Partnern.