Gault&Millau-Guide 2025 zeichnet Restaurants in Österreich aus

| Gastronomie Gastronomie

Der Gault&Millau-Guide 2025 ist da. Die Hauben als wichtigste Auszeichnung der heimischen Gastronomie sind neu vergeben und die aktuellen Preisträger wurden am Abend des 18. November im Hilton Vienna Park gefeiert. Zum Koch des Jahres 2025 wurde Hannes Müller vom Restaurant “Die Forelle” am Weißensee in Kärnten gekürt. Für Aufsehen sorgte die Vergabe der Auszeichnung für das Lebenswerk, die erstmals an drei Protagonisten ging: an Markus Mraz, Helmut Rachinger und Sepp Schellhorn, die Väter-Generation der populären Healthy Boy Band. Man könnte sie daher auch die Healthy Dad Band nennen.

Der neue Gault&Millau 2025 ist so umfangreich wie nie zuvor: Neben dem Restaurantguide erscheinen der Hotel- sowie der Weinguide für Österreich, ein Hüttenguide für Tirol, und Südtirol wird mit einem eigenen Restaurant- und Hotelguide abgedeckt.

Ein weiteres Jahr voller Veränderungen liegt hinter uns, und die österreichische Gastronomie hat einmal mehr bewiesen, dass sie nicht nur widerstandsfähig ist, sondern auch ein beeindruckendes Maß an Kreativität und Anpassungsfähigkeit zeigt“, sagen Martina und Karl Hohenlohe, die Herausgeber des Führers.

Alle Fünf-Hauben-Betriebe des Vorjahres konnten ihre herausragende Stellung behaupten: Amador, Döllerer, Ikarus, Filippou, Obauer, Nickol, Steirereck und Stüva. Spektakulär stark waren die Neueinstiege: die Jagdstube mit Gustav Jantscher (auf Anhieb 4 Hauben und 18 Punkte) sowie das Restaurant Doubek (4 Hauben und 17,5 Punkte). Insgesamt wurden 71 Betriebe neu in den Guide aufgenommen. Auch die Aufwertungen fielen üppig aus, das Stern in Wien Simmering und das Soleo in Krumpendorf wurden jeweils um 2,5 Punkte aufgewertet.

Der Gault&Millau 2025 verleiht 12 Punkte und eine Haube an das vietnamesische Grazer Restaurant VINA und macht die 83 Jahre junge Thi Ba Nguyen zur ältesten Haubenköchin der Welt. 1981 kam sie als Flüchtling nach Graz.

Die Preisträger im Gault&Millau-Guide 2025 Österreich

Newcomer des Jahres:  ist Joachim Jaud (Restaurant 141 by Joachim Jaud), Mieming, Tirol)
Pâtissier des Jahres: Jakob Szedonja, Apron, Wien
Service Award: Karl-Heinz Pale, Hospiz Alm, St. Anton (Tirol)
Gastronomin des Jahres: Ulli Retter, Retter Bio-Natur-Resort, Pöllauberg (Steiermark)
Sommelière des Jahres: Katharina Gnigler, Bootshaus, Seehotel Das Traunsee (Oberösterreich)
Weinkarte des Jahres 2025: Gasthaus Stern, Christian Werner, Wien
Weinkarte des Jahres mit Österreich–Schwerpunkt 2025 – Das Bräu, Nußdorf am Attersee (Oberösterreich)
Wirtshaus des Jahres 2025 – Wirtschaft Traube, Tobias Schöpf, Klösterle (Vorarlberg)
Umwelthaube: Paul Ivić vom Wiener TIAN
Ambiente Award 2025 – Moritz, Grafenstein (Kärnten)
Beste Bierkarte Österreichs: Stiegl-Gut Wildshut (Oberösterreich)
Gault&Millau Ambassador 2025: Marchese Piero Antinori

Im Vergleich zum Vorjahr gibt es noch einmal mehr Haubenbetriebe. Von den insgesamt 1.639 gelisteten Restaurants wurden 816 mit einer oder mehreren Hauben ausgezeichnet:

5 Hauben: 8
4 Hauben: 62
3 Hauben: 160
2 Hauben: 286
1 Haube: 300

Future Awards

Die Auszeichnungen zeigen deutlich, wo die Erfolgsgeheimnisse für österreichische Gastronomiebetriebe liegen: ein lebendiges Bewusstsein für Herkunft und regionale Tradition, ein Bekenntnis zur hohen Qualität gepaart mit der einzigartigen Gastfreundschaft, für die man Österreich rund um den Globus so schätzt. Für die neue Ausgabe wurde der Future Award mit neun Bundesland-Sieger*innen in Kooperation mit dem Verbund ins Leben gerufen, mit dem ökologische Visionäre der Branche ausgezeichnet werden.

Die ausgezeichneten Betriebe:

Future Award Wien: Restaurant Jola
Future Award Burgenland: Bio-Landgut Esterhazy
Future Award Kärnten: Hotel zum Weissensee
Future Award Niederösterreich: Gastwirtschaft Floh
Future Award Oberösterreich: Seebauer Gleinkersee
Future Award Salzburg: Biohotel Rupertus
Future Award Steiermark: Retter Bio-Natur-Resort
Future Award Tirol: Natur- und Biohotel Bergzeit
Future Award Vorarlberg: Hotel Gasthof Krone Hittisau

5 Hauben in Österreich

19/20 Punkte: Amador (Wien)
19/20 Punkte: Döllerer, Golling (Salzburg)
19/20 Punkte: Ikarus (Salzburg)
19/20 Punkte: Konstantin Filippou (Wien)
19/20 Punkte: Obauer, Werfen (Salzburg)
19/20 Punkte: Silvio Nickol Gourmet Restaurant (Wien)
19/20 Punkte: Steirereck im Stadtpark (Wien)
19/20 Punkte: Stüva, Ischgl (Tirol)

Spezielle Awards gehen an:

Hotel des Jahres: Mountain Resort Feuerberg auf der Kärntner Gerlitzen
Gastgeber des Jahres: Roland Hamberger vom Rosewood Vienna
Neueröffnung des Jahres: The Hoxton Vienna, (Wien)
Entdeckung des Jahres: Belmonte Boutique Hotel, Sillian( Tirol)
Ambiente Award: Refugium Lunz, Lunz am See (Niederösterreich)
 

Das sind die besten Restaurants der jeweiligen Bundesländer

WIEN:

5 Hauben
19/20 Punkte – Amador
19/20 Punkte – Konstantin Filippou
19/20 Punkte – Silvio Nickol Gourmet Restaurant
19/20 Punkte – Steirereck Im Stadtpark

4 Hauben
18,5/20 Punkte – Aend
18,5/20 Punkte – Mraz & Sohn
18/20 Punkte – Pramerl & The Wolf
18/20 Punkte – Shiki Japanese Fine Dining
18/20 Punkte – Tian Restaurant Wien
17,5/20 Punkte – Doubek
17/20 Punkte – Apron
17/20 Punkte – Edvard
17/20 Punkte – Herzig

BURGENLAND:

4 Hauben
18,5/20 Punkte – Taubenkobel, Schützen am Gebirge
17/20 Punkte – Gut Purbach, Purbach

NIEDERÖSTERREICH:

4 Hauben
18,5/20 Punkte – Landhaus Bacher, Mautern
17,5/20 Punkte – Mörwald "Toni M.", Feuersbrunn
17/20 Punkte – Esslokal, Hadersdorf am Kamp

OBERÖSTERREICH:

4 Hauben
18,5/20 Punkte – Bootshaus, Traunkirchen
18,5/20 Punkte – Ois, Neufelden
17,5/20 Punkte – Tanglberg, Vorchdorf
17/20 Punkte – Der Holzpoldl, Lichtenberg
17/20 Punkte – Lukas Restaurant, Schärding
17/20 Punkte – Rau, Großraming
17/20 Punkte – Rossbarth, Linz

SALZBURG:

5 Hauben
19/20 Punkte – Döllerer, Golling
19/20 Punkte – Ikarus, Salzburg
19/20 Punkte – Obauer, Werfen

4 Hauben
18,5/20 Punkte – Kräuterreich By Vitus Winkler, St. Veit im Pongau
18,5/20 Punkte – Senns.Restaurant, Salzburg
17,5/20 Punkte – Mesnerhaus, Mauterndorf
17/20 Punkte – Dahoam, Leogang
17/20 Punkte – Der Kirchenwirt Seit 1326, Leogang
17/20 Punkte – Esszimmer, Salzburg
17/20 Punkte – Glass Garden, Salzburg
17/20 Punkte – Mayer’s Restaurant, Zell am See
17/20 Punkte – Weyringer Wallersee, Henndorf am Wallersee

STEIERMARK:

4 Hauben
18,5/20 Punkte – Am Pfarrhof, Sankt Andrä im Sausal
18,5/20 Punkte – Die Weinbank – Restaurant, Ehrenhausen
18/20 Punkte – Geschwister Rauch – Restaurant, Bad Gleichenberg
17,5/20 Punkte – Saziani Stub'n, Straden
17/20 Punkte – Geiger Alm, Altaussee
17/20 Punkte – Krainer, Langenwang
17/20 Punkte – Schlosskeller Südsteiermark Gourmetstube, Leibnitz
17/20 Punkte – Zur Goldenen Birn, Graz

KÄRNTEN:

4 Hauben
18,5/20 Punkte – Die Forelle, Weissensee
18,5/20 Punkte – Gourmet Restaurant Hubert Wallner, Dellach – Maria Wörth
17/20 Punkte – Moritz, Grafenstein
17/20 Punkte – Sicher Restaurant, Tainach

TIROL:

5 Hauben
19/20 Punkte – Stüva, Ischgl

4 Hauben
18/20 Punkte – Jagdstube, See/Paznaun
18/20 Punkte – Paznaunerstube, Ischgl
18/20 Punkte – Schwarzer Adler, Hall in Tirol
17,5/20 Punkte – Gründler's Gourmetstüberl, Achenkirch
17,5/20 Punkte – Interalpen-Chef’s Table, Telfs-Buchen/Seefeld
17,5/20 Punkte – Kammerli, Nauders
17,5/20 Punkte – Oniriq, Innsbruck
17/20 Punkte – Austria Stuben, Obergurgl
17/20 Punkte – Beef Club, Fiss
17/20 Punkte – Berggericht, Kitzbühel
17/20 Punkte – Der Gannerhof, Innervillgraten
17/20 Punkte – Guat'zEssen, Stumm im Zillertal
17/20 Punkte – Hubertusstube, Neustift im Stubaital
17/20 Punkte – Restaurant 141 By Joachim Jaud, Mieming
17/20 Punkte – Schlossherrnstube, Ischgl
17/20 Punkte – Sigwart's Tiroler Weinstuben, Brixlegg

VORARLBERG:

4 Hauben
18,5/20 Punkte – Kilian Stuba, Hirschegg/Kleinwalsertal
18,5/20 Punkte – Rote Wand Chef’s Table, Lech am Arlberg
18/20 Punkte – Griggeler Stuba, Lech am Arlberg
17/20 Punkte – Aurelio's, Lech am Arlberg


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Im Münchner Innenstadtgebäude Herzog Max hat das neue Gastronomiekonzept Super* eröffnet und vervollständigt damit die fünfjährige Transformation des ehemaligen Karstadt Sports. Das Konzept kombiniert Restaurant, Bar und Ladenflächen.

Das Sternerestaurant bi:braud von Alina Meissner-Bebrout zieht im Sommer 2026 aus der Ulmer Büchsengasse in das neue Maison Meissner direkt am Ulmer Münster um. Gemeinsam mit ihrem Mann Steffen Meissner entwickelt die Köchin das historische Gebäude „Bäumle“ zu einem Hotel mit 15 Zimmern sowie Restaurant- und Barkonzept.

Die Zeltvergabe auf dem Oktoberfest ist jetzt auch ein Fall für die Justiz. Gastronom Alexander Egger wehrt sich per Eilantrag gegen die Ablehnung seiner Bewerbung für das Volkssängerzelt «Schützenlisl» auf der Oidn Wiesn.

Die Schützenlisl auf der Oidn Wiesn bekommt zur Wiesn 2026 neue Betreiber. Der Münchner Stadtrat hat dem Wirte-Trio Michael Bietsch, Florian Fendt und Manfred Kneifel den Zuschlag für das Volkssängerzelt erteilt.

Laut dem aktuellen Bericht von Brand Finance erreichen die 25 wertvollsten Restaurantmarken weltweit zusammen einen Markenwert von 190,1 Milliarden US-Dollar. McDonald’s führt das Ranking erneut an, während Chick-fil-A das stärkste Wachstum verzeichnet.

Clara Schoper von der «Zephyr Bar» in München holt den Sieg beim renommierten Cocktailwettbewerb «Made in GSA». Ihr Drink scheint ein alter Bekannter: «Rum-Cola». Es sei jedoch ein Nachbau anno 2026.

Die Berliner Burgerkette Burgermeister expandiert nach Polen. Das Unternehmen plant nach eigenen Angaben mindestens 20 Standorte innerhalb von drei Jahren und strebt mittelfristig einen Jahresumsatz von bis zu 100 Millionen Euro an.

Das Hamburger Frühstückscafé kropkå von Katrin Koch hat die Aktion „Lokalhelden gesucht“ von VistaPrint und Cornelia Poletto gewonnen. Die Auszeichnung ist laut Veranstalter mit 20.000 Euro Preisgeld verbunden.

Schampusduschen verboten, Blasmusik schon eine Stunde früher und -mal wieder - Streit um die Zeltvergabe: Noch ist nicht mal Sommer, da zurrt München die Planung für die Wiesn im Herbst fest.

35 Jahre Jeunes Restaurateurs (JRE) Deutschland stehen nicht nur für kulinarische Entwicklung, sondern auch für den Wandel innerhalb der Spitzengastronomie. Warum diese heute mehr leisten muss als gutes Essen, erklärt Oliver Röder, Präsident der JRE-Deutschland.