Grenzlokal und Corona: In den Niederlanden bestellen, in Deutschland essen

| Gastronomie Gastronomie

Wer bei «Rick’s Vis» in Gronau essen will, durchläuft ein besonderes Prozedere: Erst geht es auf niederländischen Boden zur Bestellung. Zum Essen spaziert man dann einfach wenige Meter weiter auf die Terrasse auf deutschem Boden in Nordrhein-Westfalen, etwa zwei Kilometer entfernt von Niedersachsen. Der Grund dafür sind die Corona-Maßnahmen, denn Lokale in den Niederlanden sind seit rund zwei Wochen geschlossen. «In Holland kann man Essen nur abholen, meine Gäste wollen aber auch hier ein bisschen zusammensitzen», sagte Besitzer Rick de Vries der Deutschen Presse-Agentur.

Da sein Lokal genau auf der deutsch-niederländischen Grenze liegt, wird sein beliebter Backfischteller nur noch auf der deutschen Seite verzehrt. Dort hat der Inhaber ein Zelt sowie Tische und Stühle aufgebaut.

«Ich habe viele Kunden aus Deutschland, die holländischen Fisch essen wollen», sagte de Vries. «Die sind froh, dass sie das zumindest bei uns wieder können.» Grünes Licht für die kreative Idee hat er nach eigenen Angaben auch von den niederländischen Behörden.

Dennoch verzeichnet der Inhaber weniger Gäste als üblich. 50 Prozent Rückgang habe er zu beklagen - und wenn der Winter kommt, werde das Servieren auf der Terrasse schwierig. «Ich hoffe, dass wir bis dahin wieder ganz normal öffnen dürfen.» (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Seit eineinhalb Wochen wird gezapft und gefeiert auf dem Stuttgarter Frühlingsfest. Halbzeit. Wie kommt die große Sause auf dem Cannstatter Wasen an? Die Veranstalter legen die Zahlen offen.

Zwei Hotels am Schluchsee stellen die Kulinarik in den Mittelpunkt ihres Konzepts. Während die Mühle Schluchsee ihr Restaurant als eigenständiges Ziel positioniert, integriert der Auerhahn die Gastronomie in den gesamten Aufenthalt.

Die Zahl der Gastronomiebetriebe in Großbritannien sinkt kontinuierlich, wobei im ersten Quartal 2026 täglich mehr als drei Standorte aufgegeben wurden. Steigende Lohnkosten und steuerliche Belastungen setzen die Branche unter Druck.

Das Restaurant Heritage im Hamburger Hotel Le Méridien öffnet am 30. April nach einer technischen Modernisierung der Küchenbereiche wieder seine Türen. Neben einem aktualisierten Speisenangebot setzt der Betrieb künftig verstärkt auf neue Veranstaltungsformate.

In Hamburg ist der Genuss-Michel 2026 verliehen worden. Das Fischereihafen Restaurant wurde als Restaurant des Jahres ausgezeichnet, Herbert Seckler erhielt den Ehrenpreis für sein Lebenswerk.

McDonald's Deutschland nimmt Stellung zur angekündigten Klage der Deutschen Umwelthilfe bezüglich früherer Angaben zur Klimaneutralität. Das Unternehmen weist den Vorwurf der Verbrauchertäuschung zurück und verweist auf bereits erfolgte Anpassungen seiner Kommunikation.

In der Allianz Arena in München sind am 26. April die sechs Finalisten des Wettbewerbs „Koch des Jahres“ ermittelt worden. Wie der Veranstalter ROIKA Solutions GmbH mitteilt, qualifizierten sich vier Teilnehmer über den Live-Wettbewerb vor einer Fachjury, zwei weitere über einen Publikumsentscheid.

Im Ausland leben, das heißt viele Erfahrungen mit einer anderen Kultur zu machen. Ein Westfale brachte die Currywurst nach Nairobi – und musste dafür so manches kulinarische Hindernis überwinden.

Eigentlich hat Kenia perfektes Biergartenwetter. Man kann das ganze Jahr hindurch draußen sitzen. Den passenden Gerstensaft nach deutschem Reinheitsgebot gibt es mittlerweile auch.

Das Schlosshotel Münchhausen in Aerzen hat sein gastronomisches Konzept verändert. Wie das Unternehmen mitteilt, wurde das neue Restaurant „1570 – Casual Fine Dining“ als Nachfolger des bisherigen Gourmetrestaurants „Hilmar“ eröffnet.