Grenzlokal und Corona: In den Niederlanden bestellen, in Deutschland essen

| Gastronomie Gastronomie

Wer bei «Rick’s Vis» in Gronau essen will, durchläuft ein besonderes Prozedere: Erst geht es auf niederländischen Boden zur Bestellung. Zum Essen spaziert man dann einfach wenige Meter weiter auf die Terrasse auf deutschem Boden in Nordrhein-Westfalen, etwa zwei Kilometer entfernt von Niedersachsen. Der Grund dafür sind die Corona-Maßnahmen, denn Lokale in den Niederlanden sind seit rund zwei Wochen geschlossen. «In Holland kann man Essen nur abholen, meine Gäste wollen aber auch hier ein bisschen zusammensitzen», sagte Besitzer Rick de Vries der Deutschen Presse-Agentur.

Da sein Lokal genau auf der deutsch-niederländischen Grenze liegt, wird sein beliebter Backfischteller nur noch auf der deutschen Seite verzehrt. Dort hat der Inhaber ein Zelt sowie Tische und Stühle aufgebaut.

«Ich habe viele Kunden aus Deutschland, die holländischen Fisch essen wollen», sagte de Vries. «Die sind froh, dass sie das zumindest bei uns wieder können.» Grünes Licht für die kreative Idee hat er nach eigenen Angaben auch von den niederländischen Behörden.

Dennoch verzeichnet der Inhaber weniger Gäste als üblich. 50 Prozent Rückgang habe er zu beklagen - und wenn der Winter kommt, werde das Servieren auf der Terrasse schwierig. «Ich hoffe, dass wir bis dahin wieder ganz normal öffnen dürfen.» (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Leaders Club Deutschland besteht seit 25 Jahren und zählt inzwischen mehr als 450 Mitglieder aus über 230 Unternehmen. Das Jubiläum wird am 13. November 2026 im Rahmen des Leaders Club Award in Hamburg gefeiert.

Die Althoff Hotels starten mit dem Althoff Eats Club ein kostenfreies Angebot rund um Kulinarik, Wein und Reisen. Grand Chef Joachim Wissler teilt Restaurantempfehlungen und stellt Produzenten sowie kulinarische Entdeckungen vor.

Pizza Pilgrims kündigt sein erstes deutsches Restaurant für den 2. November 2026 in München an. Ein zweiter Standort soll im Januar 2027 folgen; insgesamt strebt die Marke bis zu 50 Standorte in Deutschland an.

Bayerns Gastronomie verzeichnete im August 2026 einen realen Umsatzrückgang von 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Beherbergung erzielte dagegen preisbereinigt ein Plus von 2,6 Prozent.

Die Deutsche Kreditbank (DKB) hat gemeinsam mit Sodexo den neuen Campus „Upbeat“ in der Berliner Europacity eröffnet. Sodexo übernimmt die gastronomische Versorgung sowie weitere Bewirtungsleistungen am Standort.

Das Bristol Berlin hat am Kurfürstendamm das Restaurant Flaneur eröffnet. Die Brasserie bietet französisch geprägte Küche und verfügt über 120 Plätze im Innenbereich sowie 86 Terrassenplätze.

Das Hotel der Stern in Bad Hersfeld kündigt die Schließung des L’étable zum 2. Januar 2027 an und nennt fehlende Gäste als Grund. Küchenchef, Restaurantleiter und Mitarbeiter würden im Haus bleiben und an einem neuen gastronomischen Konzept mitarbeiten.

An einer Tankstelle in München kann man sich von einem Kochroboter Käsespätzle, Kaiserschmarrn oder eine asiatische Tom-Kha-Gai-Suppe kochen lassen. In etwa fünf Minuten bereitet der autonome Koch eine warme Mahlzeit zu.

Kneipe 80 eröffnet erstmals einen Standort außerhalb Bayerns. In Münster kooperiert die Münchner Marke mit dem Betreiber der Ausgehlocation Das Schaf. Am Tegernsee wird der saisonale Kiosk 80 zum Klub 80 in Rottach-Egern.

Nach dem dramatischen Einbruch der Besucherzahlen beim diesjährigen Cannstatter Wasen steht noch immer die Frage im Raum, wie es dazu kommen konnte. Beteiligte äußern offenbar unter vorgehaltener Hand die Vermutung, die Zahlen könnten in der Vergangenheit beschönigt worden sein.