#grünaufgetischt: Gastgeber und Gäste gemeinsam gegen den Klimawandel

| Gastronomie Gastronomie

Am 18. Juni finden weltweit Aktionen zum „Nachhaltigen Gastronomie-Tag“ der Vereinten Nationen statt. In Deutschland steht die Social-Media-Aktion #grünaufgetischt im Zentrum: Gastgeber und Gäste posten, was sie ganz persönlich gegen den Klimawandel tun. Die Social-Media-Wall von Greentable e.V. führt die Statements, Ideen und Tipps zusammen.    

Auf Initiative der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) hat die UN-Generalversammlung den 18. Juni zum „Nachhaltigen Gastronomie-Tag“ erklärt. Im vergangenen Jahr fanden weltweit bereits zahlreiche Aktionen statt, 2018 hat er Deutschlandpremiere. Die Initiative Greentable, unterstützt von Demeter und Transgourmet, initiiert rund um diesen Tag die Social-Media-Aktion #grünaufgetischt: Gastgeber und Gäste posten in sozialen Netzwerken, was sie persönlich tun, um dem voranschreitenden Klimawandel entgegen zu wirken. Ob ein auf einer Serviette niedergeschriebener, fotografierter und bei Instagram veröffentlichter Beitrag, ein Clip mit einer cleveren Idee aus der Restaurantküche oder ein Statement auf Twitter: Der Hashtag #grünaufgetischt bündelt die Postings und bildet sie auf einer Social-Media-Wall ab. Billy Wagner, Betreiber des „Nobelhart & Schmutzig“ in Berlin, hat seinen Aufruf bereits formuliert und plädiert für mehr Nähe zwischen Mensch und Lebensmittel: „Fass dein Essen einfach mal wieder an!“ Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner will weiter gegen die enorme Lebensmittelverschwendung vorgehen: „Jedes weggeworfene Kilogramm ist eines zu viel. Bis zum Jahr 2030 will ich die Lebensmittelabfälle in Deutschland halbieren.“

„Das Ziel dieser Aktion ist nicht nur, ein Zeichen für mehr Verantwortung zu setzen, sondern Tipps und Ideen zusammenzutragen, wie sich Nachhaltigkeit in Restaurants, Cafés, Bars, Hotels und Betrieben der Gemeinschaftsverpflegung praktisch umsetzen lässt“, erklärt Matthias Tritsch, Gründer von Greentable e.V., der Initiative für Nachhaltigkeit in der Gastronomie. Aktionsflyer, mit denen Gastronomen auch ihre Gäste zum Mitmachen motivieren können, stellt Greentable kostenlos zur Verfügung. Eine Bestellung ist möglich unter hallo@greentable.de.  

Nachhaltigkeit in der Gastronomie: ein Trend, der gekommen ist, um zu bleiben 

Das Thema Nachhaltigkeit in der Gastronomie wird immer wichtiger. Viele gastronomische Betriebe verändern und verbessern ihre Prozesse, um ökologisch verantwortungsvoller und auch ökonomisch effektiver zu wirtschaften. Sei es das Weglassen von Plastik-Trinkhalmen, die Einführung energie- und ressourcenschonender Technik in der Küche oder die Weiterverwendung übrig gebliebener Lebensmittel: Es gibt viele Wege, Nachhaltigkeit in der Gastronomie praktisch umzusetzen. Weil immer mehr Gäste ein „grünes“ gastronomisches Konzept mit entsprechendem Angebot wertschätzen, wird es gar zum Auswahlkriterium, wenn sich die Frage stellt: Wo gehen wir heute essen?
 
Auf der Webseite von Greentable unter www.greentable.de/gruenaufgetischt finden sich viele Ideen und Tipps für die Verbindung von Verantwortung und Genuss in der Gastronomie.

Zurück

Vielleicht auch interessant

Drei deutsche Gastronomie-Teams kämpfen Ende April in München um den Einzug in das Weltfinale der Copa Jerez. Der Wettbewerb für Sherry-Pairings findet im Rahmen des Halbfinales von Koch des Jahres statt.

Die Unternehmensberatung McKinsey & Company beschreibt in einer aktuellen Analyse mögliche Entwicklungen für die Gastronomie in den kommenden Jahren. Demnach könnten Automatisierung, Künstliche Intelligenz und neue Betriebsmodelle zentrale Veränderungen vorantreiben.

Hans im Glück hat in Mannheim ihr 100. Restaurant eröffnet. Neben der Expansion in vier europäische Länder setzt das Unternehmen mit einem neuen Standort an einer Schweizer Autobahnraststätte erstmals auf ein geändertes Standortformat.

Die Bar „Harry’s Legacy“ im Sheraton Berlin Grand Hotel Esplanade ist nach Umbau wieder eröffnet. Die Wiedereröffnung steht laut Unternehmen im Zusammenhang mit einer geplanten Modernisierung des Hotels.

Wird die Rechnung etwa im Einzelhandel oder im Restaurant in den Kassensystemen der Unternehmen korrekt erfasst und verbucht? Das prüfen die Finanzämter bei unangemeldeten Kontrollen in Thüringen tausendfach.

Die Compass Group-Tochter Food Affairs entwickelt im neuen Leipziger Quartier Neo eine rund 3.000 Quadratmeter große Markthalle mit internationaler und regionaler Gastronomie. Das Konzept soll als zentraler Treffpunkt in der Innenstadt etabliert werden.

Der Bundesverband der Systemgastronomie hat die Jury für den Branchenpreis 2026 vorgestellt und die Bewerbungsfrist bis zum 4. Mai verlängert. Die unabhängige Runde bewertet Konzepte aus der Branche, die im September in München ausgezeichnet werden.

Das neue Frankfurter Hotel Kennedy 89 hat sein Restaurant Eighty Nine eröffnet, das levantinische Küche mit regionalen Einflüssen kombiniert. Unter der Leitung von Küchenchef Philipp Grosser setzt der Betrieb auf gemeinschaftliche Speisekonzepte und regionale Partnerschaften.

Der aktuelle Fitness-Check für die österreichische Gastronomie weist eine leichte Umsatzstabilisierung aus, die jedoch primär auf Preiserhöhungen basiert. Hohe Mitarbeiterkosten und Frequenzen unter dem Vorkrisenniveau belasten die Branche weiterhin.

Die Gastro-Marke Gustavo Gusto hat, gemeinsam mit dem Automatenhersteller Stüwer, ein neues Vertriebsmodell vorgestellt. Wie das Unternehmen mitteilt, soll der sogenannte „Gustavomat“ als automatisierter Pizzaautomat künftig den Verkauf von Tiefkühlpizza rund um die Uhr ermöglichen.