Guide Michelin Frankreich: Monaco erstmals Austragungsort der Sterne-Verleihung

| Gastronomie Gastronomie

Die offizielle Zeremonie zur Veröffentlichung des Guide Michelin Frankreich findet am 16. März 2026 erstmals im Fürstentum Monaco statt. Die Veranstaltung im Grimaldi Forum wird durch eine Kooperation zwischen dem Fürstentum und der Monte-Carlo Société des Bains de Mer realisiert. Mit dieser Standortwahl würdigt der Guide Michelin eine kulinarische Destination, die bereits seit dem Jahr 1900 fest in seinen Ausgaben verankert ist.

Ein zentraler Pfeiler dieser Auszeichnungskultur ist die Monte-Carlo Société des Bains de Mer, die als Partner der Zeremonie fungiert. Sie vereint in verschiedenen Häusern aktuell insgesamt zehn Michelin-Sterne und besetzt damit eine internationale Spitzenposition. Die gastronomische Identität Monacos wird maßgeblich durch die Vielfalt der hier ansässigen Konzepte geprägt, die von klassischer Haute Cuisine bis hin zu innovativen, japanisch inspirierten Formaten reichen.

Die Sterne-Restaurants der Monte-Carlo Société des Bains de Mer

Das Flaggschiff der monegassischen Gastronomie bleibt das Le Louis XV – Alain Ducasse at the Hôtel de Paris Monte-Carlo, das konstant mit drei Michelin-Sternen ausgezeichnet wird. Unter der kulinarischen Leitung von Chef Emmanuel Pilon wird die Philosophie von Alain Ducasse fortgeführt, die eine präzise Interpretation des mediterranen Terroirs in den Mittelpunkt stellt. Neben der produktzentrierten Küche und der Pâtisserie von Sandro Micheli verfügt das Haus über eine der bedeutendsten Weinsammlungen Europas, die von Chef-Sommelière Hélène Tessera betreut wird.

Im Bereich der Zwei-Sterne-Gastronomie hebt der Guide Michelin das Restaurant Blue Bay Marcel Ravin hervor. Hier verbindet Küchenchef Marcel Ravin seine karibischen Wurzeln mit der mediterranen Küche, wobei er verstärkt auf Erzeugnisse aus dem hoteleigenen Garten und nachhaltigen Fischfang setzt. Ebenfalls mit zwei Sternen prämiert ist das L’Abysse Monte-Carlo im Hôtel Hermitage Monte-Carlo. Das Restaurant erreichte diese Bewertung nur acht Monate nach seiner Eröffnung im Juli 2024. Das Team um Yannick Alléno und Sushi-Meister Naoki Kikuchi kombiniert dort moderne französische Kochtechniken mit japanischer Omakase-Tradition.

Ergänzt wird das Portfolio durch drei weitere Sterne-Häuser mit jeweils einer Auszeichnung. Das Pavyllon Monte-Carlo, ebenfalls unter der Leitung von Yannick Alléno, verfolgt einen zeitgemäßen Ansatz, der gehobene Gastronomie ohne formale Strenge bietet. Im achten Stock des Hôtel de Paris konzentriert sich das Le Grill unter Dominique Lory und Julien Lasseaux auf die klassische Riviera-Küche und saisonale Produktqualität. Das Restaurant Elsa im Monte-Carlo Beach, geleitet von Marcel Ravin und Domenico D’Antonio, setzt den Fokus auf eine nachhaltige, maritime Küche, die Meeresprodukte und pflanzliche Komponenten als gleichwertige Elemente eines „marinen Gartens“ betrachtet.

Monaco als Referenzort der Haute Cuisine

Die Austragung der Guide Michelin Zeremonie 2026 unterstreicht die Entwicklung Monacos zu einem globalen Referenzpunkt für die Spitzengastronomie. Die enge Verbindung zwischen der Geschichte des Guide Michelin und der gastronomischen Infrastruktur des Fürstentums findet in der gemeinsamen Veranstaltung ihren vorläufigen Höhepunkt. 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Hans im Glück hat in Mannheim ihr 100. Restaurant eröffnet. Neben der Expansion in vier europäische Länder setzt das Unternehmen mit einem neuen Standort an einer Schweizer Autobahnraststätte erstmals auf ein geändertes Standortformat.

Die Bar „Harry’s Legacy“ im Sheraton Berlin Grand Hotel Esplanade ist nach Umbau wieder eröffnet. Die Wiedereröffnung steht laut Unternehmen im Zusammenhang mit einer geplanten Modernisierung des Hotels.

Wird die Rechnung etwa im Einzelhandel oder im Restaurant in den Kassensystemen der Unternehmen korrekt erfasst und verbucht? Das prüfen die Finanzämter bei unangemeldeten Kontrollen in Thüringen tausendfach.

Die Compass Group-Tochter Food Affairs entwickelt im neuen Leipziger Quartier Neo eine rund 3.000 Quadratmeter große Markthalle mit internationaler und regionaler Gastronomie. Das Konzept soll als zentraler Treffpunkt in der Innenstadt etabliert werden.

Der Bundesverband der Systemgastronomie hat die Jury für den Branchenpreis 2026 vorgestellt und die Bewerbungsfrist bis zum 4. Mai verlängert. Die unabhängige Runde bewertet Konzepte aus der Branche, die im September in München ausgezeichnet werden.

Das neue Frankfurter Hotel Kennedy 89 hat sein Restaurant Eighty Nine eröffnet, das levantinische Küche mit regionalen Einflüssen kombiniert. Unter der Leitung von Küchenchef Philipp Grosser setzt der Betrieb auf gemeinschaftliche Speisekonzepte und regionale Partnerschaften.

Der aktuelle Fitness-Check für die österreichische Gastronomie weist eine leichte Umsatzstabilisierung aus, die jedoch primär auf Preiserhöhungen basiert. Hohe Mitarbeiterkosten und Frequenzen unter dem Vorkrisenniveau belasten die Branche weiterhin.

Die Gastro-Marke Gustavo Gusto hat, gemeinsam mit dem Automatenhersteller Stüwer, ein neues Vertriebsmodell vorgestellt. Wie das Unternehmen mitteilt, soll der sogenannte „Gustavomat“ als automatisierter Pizzaautomat künftig den Verkauf von Tiefkühlpizza rund um die Uhr ermöglichen.

Nach dem angekündigten Markteintritt von Taco Bell werden erste konkrete Ausbaupläne bekannt. Laut Medienberichten sind unter anderem mindestens 15 Standorte in Bayern vorgesehen.

Die Burgermeister-Gruppe hat nach eigenen Angaben mit der Eröffnung ihres 30. Standorts einen weiteren Expansionsschritt vollzogen. Der neue Betrieb befindet sich in München und wurde am 12. April 2026 in der Türkenstraße eröffnet, wie das Unternehmen mitteilt.